Welche Tiefbrunnenpumpe

  • Hallo liebe Forumsfreunde,


    Ich weiss nicht welche Tiefbrunnenpumpe ich mir zulegen soll.

    Was für eine Pumpe habt Ihr? und seit Ihr zufrieden?

    Ich habe mir schon mehrere angeschaut jedoch sind die meisten laut Bewertungen nach ca. 2,5 Jahren defekt.


    Danke schonmal für eure Antworten.

  • Ich weiss nicht welche Tiefbrunnenpumpe ich mir zulegen soll.

    Was für eine Pumpe habt Ihr?

    Die Tiefbrunnenpumpe richtet sich nach den persönlichen Erfordernissen, nicht danach, was andere haben.

    jedoch sind die meisten laut

    Das kann ich nicht glauben, denn sie hängen ja unter Wasser im Brunnen. Ausser einem leisen Summen ist da nichts zu hören.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ich habe mir mehrere Pumpen unter anderem von Agrotec angeschaut vor allem Sandfeste.

    Die negativen Bewertungen sind schon grausig in Bezug auf die Lebensdauer.

    Habe eine DN 100 Brunnenrohr.

    Könnt ihr mir eine empfehlen?

  • Ich brauche ein Auto. Kannst Du mir eins empfehlen?

    Mit Sicherheit nicht, da Du meine Anforderungen nicht kennst.


    Genauso ist es mit Brunnenpumpen. Diese müssen nach den Erfordernissen (Druck, Fördermenge) ausgesucht werden.

    Eine nicht unwichtige Rolle spielt auch die Schüttung des Brunnens. Stell erst mal Deinen Brunnen fertig, dann überlege Deine Anforderungen und danach kannst Du eine Pumpe suchen.


    Wer ist übrigens

    Agrotec

    Ich kenne keine solche Firma.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Agoratec meinte ich sorry.


    Sorry für meine Unwissenheit aber was ist denn mit Schätzung gemeint?

    Also ich brauch ne Pumpe die Sandfest ist oder das aushält weiss ja nicht ob Sand vorhanden ist.

    Ja und dann vielleicht ne Fördermenge von ca. 3000 Liter pro Stunde.

    Ich brauch die Pumpe zum Giessen und Rasensprengen.

    Poll oder so nicht.

    Kannst du mir jetzt eine empfehlen?


    Wie ist das denn wenn ich bis zum Grundwasser bin wie merke ich das?

    Viel Wasser und wenig Sand im Pluncher?


    Wenn ich die Schicht erreicht habe muss ich das Rohr dann noch weiter reinschieben?


    Muss man die Pumpe nicht erstmal stundenlang laufen lassen damit man den Sand rausbekommt (hab ich mal gehört)?


    Vielen Dank schon mal für die Antwort

  • was ist denn mit Schätzung gemeint?

    Welche Schätzung meinst Du? Ich habe nichts geschätzt.

    weiss ja nicht ob Sand vorhanden ist.

    Deswegen sollst Du ja auch erst Deinen Brunnen fetigstellen.

    wenn ich bis zum Grundwasser bin wie merke ich das?

    Daran, dass der Bohrer nasses Bohrgut fördert.

    Wenn ich die Schicht erreicht habe muss ich das Rohr dann noch weiter reinschieben?

    Falls Du mit Schicht den Grundwasserspiegel meinst, dann muss der Filter mit dem Rohr mindestens um die Filterlänge plus 2m weiter versenkt werden.

    Also bei 2m Filter musst Du noch mindestens 4m tiefer.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • So ich habe mich mal ein bisschen Schlau gemacht und hoffe ich weiss jetzt was du damit meinst das die Pumpe erst nach dem Fertigstellen des Brunnens gekauft wird.


    Als erstes kommt es ja auf die Tiefe an. Pro Meter 0,1 bar Druckverlust, korrekt?

    Dann auf die Schlitzweite des Filterrohres denn je nach Schlitzweite kann unterschiedlich viel Wasser gefördert werden, korrekt?


    Welche Schlitzweite wäre besser? 0,3 oder 0,5? Habe von jedem 2 Meter Filterrohr. Alles DN 100.

    Klar mit 0,5 kann man ca.2,3 Kubikmeter Wasser pro Stunde födern mit 0,3 mm ca. 1,9 Kubikmeter. Gibt es sonst noch andere Kriterien oder ist die Schlitzweite nur die Födermenge?

    Klar kommt darauf an ob man sandiges Wasser hat aber woher soll man das vorher wissen?


    Für DN 100 Brunnenrohr ist eine 3 Zoll Pumpe besser als eine 4 Zoll Pumpe da diese sich da dort nicht viel Luft ist im Rohr verkanten könnte. Korrekt?


    Die Pumpe sollte knapp über dem Filterrohr sitzen, korrekt?


    Gibt es noch andere Kriterien?


    Danke schonmal für deine Antworten.

  • Sorry ich meine Schüttung nicht Schätzung.Was ist damit gemeint?

    Schüttung ist die Wassermenge, die ein Brunnen pro Zeiteiheit "bringt". Es gibt selbstgebaute Brunnen die 6m³/h aber auch welche die nur einige hundert L/h bringen.

    Aber ich muss doch vorher ne Pumpe kaufen.

    Wer sagt denn das? Zum Brunnebau benötigt man keine Pumpe.

    Klar kommt darauf an ob man sandiges Wasser hat aber woher soll man das vorher wissen?

    Deswegen arbeitet man auch mit einem Arbeitsrohr, was hinterher gezogen wird. Viele sparen dabei und verzichten darauf, mit allen Nachteilen. Dann muss man auf gut Glück ein Brunnenrohr abteufen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Hierbei kaqnn nur der kleinste Filterschlitz (0,3mm) genommen werden.

    Für DN 100 Brunnenrohr ist eine 3 Zoll Pumpe besser als eine 4 Zoll Pumpe da diese sich da dort nicht viel Luft ist im Rohr verkanten könnte. Korrekt?

    Das stimmt nur bedingt. Verläuft das Brunnenrohr absolut senkrecht und ist das Wasser nur sehr gering mit Eisen belastet, kann man auch eine 4" Pumpe nehmen.

    Die Pumpe sollte knapp über dem Filterrohr sitzen, korrekt?

    Naja, so ein Meter sollte es schon sein.

    Gibt es noch andere Kriterien?

    Die Auswahl einer Pumpe richtet sich nach der Steighöhe ab Grundwasserbeginn (bei Förderung!) plus dem erforderlichen Druck für die Wasserverteilung. Dazu kommt die Fördermenge. Beides ergibt einen Schnittpunkt bei der Pumpenkennlinie. Dazu kommt der finazielle Spielraum.

    Alle Pumpen, die diese Bedingungen erfüllen, sind geeignet.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Danke für die ausführlichen Antworten.

    Heisst aber für mich das ich mir schon eine Pumpe zulegen KÖNNTE.

    Mit einem Arbeitsrohr habe ich nicht gearbeitet.

    Ich gehe vom schlechtesten Fall aus.

    Also ich nehme 0,3 er Filterrohr 2 Meter Filterstrecke gehe davon aus das ich Sand mit drin habe und gehe von eisenhaltigen Wasser aus.

    Als Druck reichen 3 bar aus denn meine Saupumpe mit der ich das Wasser aus den Regentonnen sauge macht max. 3,6 bar.

    Fördermenge gehen eh nur Max 1900 Liter mit der Schlitzweite 0,3.

    Macht 30 L pro Minute also 3 Giesskannen pro Minute reicht vollkommen aus zum Giessen bzw Rasensprengen.

    Will ja nicht Wasser ziehen bis der Arzt kommt.


    Also 3 Zoll Pumpe mit den genannten Kriterien dürfte doch klappen oder?


    Danke schon mal für die Antworten.

  • Heisst aber für mich das ich mir schon eine Pumpe zulegen KÖNNTE.

    Können schon, aber ob das sinnvoll ist?

    Also ich nehme 0,3 er Filterrohr 2 Meter Filterstrecke gehe davon aus das ich Sand mit drin habe

    2 Meter Filter bei Feinsand ist recht wenig.

    Fördermenge gehen eh nur Max 1900 Liter mit der Schlitzweite 0,3.

    Macht 30 L pro Minute

    Diese Werte gelten, wenn das Filterrohr unter idealen Bedingungen arbeitet, also z.B. in einen Teich getaucht wird. Befindet sich der Filter in Feinsand, ist die Fördermenge deutlich geringer.

    Hat man Sandeintrag, muss eine spezielle sandgeeignete Pumpe gesetzt werden, die regelmässig gewartet werden muss (Austausch von Bauteilen). Ohne oder mit geringem Sandeintrag kann ein anderer Pumpentyp gewählt werden.

    Deswegen immer erst den Brunnen erstellen und dann die Pumpe auswählen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ok

    heisst ich bohre jetzt im Rohr weiter durch die Lehmschicht bis ich zum Grundwasser gelange.

    Das merke ich daran das der Bohrer nur noch Sand Wassergemisch fördert bzw wenn ich nach der Lehmschicht plunche ohne Fremdzugabe von Wasser die Plunche voll Wasser ist mit ein bisschen Sand. Ist das so korrekt?


    Was mache ich dann. Das Rohr noch 4 Meter weiter reinschieben?Dann eine Wasserprobe nehmen um den Sandgehalt zu überprüfen? Kann man das selber?


    Danke schonmal für die Antworten?

  • Eigentlich diskutieren wir hier die Auswahl einer Pumpe.

    wenn ich nach der Lehmschicht plunche ohne Fremdzugabe von Wasser die Plunche voll Wasser ist mit ein bisschen Sand. Ist das so korrekt?

    Da sollte idealerweise sogar viel Sand in der Kiespumpe sein, nur halt klatschnass.

    Das Rohr noch 4 Meter weiter reinschieben?

    Mindestens.

    Dann eine Wasserprobe nehmen um den Sandgehalt zu überprüfen? Kann man das selber?

    Das verstehe ich nicht. Du holst doch ständig mit dem Plunscher Sand hoch. Du weisst also, wie fein oder grob der Sand ist.

    Ist er zum grössten Teil gröber als Deine Filterschlitze, wird es Dir erfolgreich gelingen, den Brunnen klar zu pumpen.

    Ist der Sand feiner als deine Filterschlitze, wirst Du ständig und immer Sandeintrag haben, mit den entsprechenden Folgen.

    Merke: Ein guter Brunnen ist sandfrei!


    Deine Fragen lassen aber den Schluss zu, dass Du Dich noch nicht viel theoretisch mit Brunnenbau beschäftigt hast. Du solltest mal im Archiv lesen, wie viele Dinge beim Bau eines Bohrbrunnens zu beachten sind.

    Richtige Grösse des Bohrers,

    Vor- und Nachteile von Plunschern bzw. Kiespumpen,

    Erforderliche Auflasten für das Brunnenrohr,

    Probleme beim Durchbohren von Lehm bzw. Ton,

    Vor- und Nachteile von Glattwandrohren,

    Vorteile eines Arbeitsrohres bei unbekannten Bodenschichten,

    Bodenverschluss von Brunnenrohren,

    Techniken des Klarpumpens,

    Brunnenabschluss mit einem Brunnenkopf und einer Brunnenstube.

    Diese Thematiken wurden schon zig mal hier im Forum durchgekaut, man muss nur etwas suchen und sich die Zeit zum Lesen nehmen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ja da hast du Recht viele Ahnung habe ich nicht bin ja auch noch Anfänger.

    Ein Bekannter hat sich im Schnellverfahren mal eben einen Brunnen gebohrt und schwärmt davon.

    Er hat mir gesagt was ich brauche und ich habe es besorgt.

    Da ich auch schon immer einen haben wollte hat er mir grob erzählt wie das funktioniert.

    Trotz allem habe ich mir noch das Ebook von Herrn Trunk runtergeladen um doch einige Informationen zu bekommen.

    Somit habe ich auch das blaue Brunnenrohr geholt anstatt KG Rohr.

    Einen 125 mm Bohrer plus Gestänge 90mm Pluncher und eine Saugpumpe mit 8 Meter Saugschlauch.


    Habe ja auch schon 2 Löcher gebohrt. 2 x 7 Meter einmal auf Lehm und einmal auf Kies gestossen.

    Jetzt wollte ich mit einen kleineren Bohrer im Rohr weiterbohren.

    Bei meinem Bekannten der übrigens nur 2 Kilometer von mir weg wohnt liegt das Grundwasser bei 6 Metern.

    Bei mir ist bei 7 Metern noch garnichts. Also muss ich das mit der Saugpumpe schonmal verwerfen und darum die Fragen zur Tiefbrunnenpumpe.


    Da ich jetzt ja schon gebohrt habe und auch gepluncht fällt die richtige Grösse des Bohrers ja schonmal raus-umtauschen kann ich den nicht.

    Das die Kiespumpe besser und Kräfteschonender sein soll habe ich gelesen aber mit dem Pluncher geht es auch.

    Mit den Auflasten habe ich gelesen das da einige KG draufmüssen ich hatte bis jetzt immer so um die 250 KG genommen.Eine Holzzange habe ich mir selber gebaut und ging auch ganz gut damit.

    Zu Problemen beim Durchbohren von Lehm und Ton habe ich bis jetzt noch nichts gefunden.
    Am Anfang hatte ich schon eine Lehmschicht habe nur ein paar Umdrehungen gemacht und hochgeholt ging so ganz gut.


    Worüber ich mich noch schlau machen müsste wäre:

    Zu den Vor- und Nachteilen von Glattwandrohren (aber ich hab ja schon Rohre)

    Vorteile eines Arbeitsrohres bei unbekannten Bodenschichten(da müsste ich zusätzliches Rohr besorgen)
    Bodenverschluss von Brunnenrohren,( da muss ich mich noch genauer einlesen.

    Techniken des Klarpumpens(auf jeden Fall mit einer sandresistenten Pumpe um den Bohrsand rauszubekommen)

    Brunnenabschluss mit einem Brunnenkopf und einer Brunnenstube(da muss ich mich noch genauer einlesen)



    Ich weiss also quasi jetzt wie ich bis zum Grundwasser komme und wie ich dann die Pumpe bestimme.

    Über einige Sachen muss ich mich noch schlau machen aber ich hoffe das klappt.


    Ich danke dir trotzdem vielmals für deine Infos.

Brunnen selber bauen