Fragen über Fragen zu meinem Bohrbrunnen-Projekt

  • Hallo Zusammen,


    Ich würde mein Brunnenbauprojekt (Mecklenburg, in der Nähe der Ostsee) gerne zum Abschluss bringen und möchte mal nach euren Meinungen zum meinem bisherigen (ersten) Projekt fragen, was ich eventuelle noch beachten sollte.


    Geplant und durchgeführt wurde das Bohren mit einem DN125 Führungsrohr (Brunnenrohr blau mit Trapezgewinde TNA) welches jetzt eine Gesamtlänge von 9 Meter hat. Mit einem Erdbohrer wurde durch Lehm per Hand auf 4,5 Meter gebohrt. Hier gab es das erste Mal feinsandigen Boden und man musste anfangen zum plunschen/plümpern. Also Führungsrohr hinein und los ging es. Nach kurzer Zeit stieß ich wieder auf Lehm, dieses Mal allerdings sehr fest, und ich kam nicht weiter hinunter (trotz Holzzange und ca. 200kg Gewicht). Daraufhin habe ich mir einen neuen Erdbohrer besorgt und abwechselnd im Rohr gebohrt und geplümpert. So schaffte ich es auf 6,5 Meter und dann ging es wieder nicht weiter. Ich stellte einige Zeit später feste, dass das Führungsrohr fest saß (wahrscheinlich durch den Lehm) und ich durch das Plümpern schon 0,7 Meter tiefer war. Also habe ich das Bohrloch außerhalb des Führungsrohrs reichlich gewässert und habe es mit Hilfe der Holzzange und 2 Wagenhebern angehoben (ca. 0,3 Meter), um anschließend wieder mit einer Menge Gewicht wieder runterzurutschen. Wieder unten angekommen habe ich unter ständiger Bewässerung von außen weiter geplümpert bis ich wieder auf feinsandigen Boden stieß (so einen feinsandigen Boden habe ich noch nie gesehen!?). Mittlerweile habe bin ich auf einer Gesamttiefe von 8,65 Meter und habe 5 Meter Wassersäule im Rohr.


    Mein Plan sieht vor, dass ich mir nun ein DN80 Brunnenrohr blau besorge (inkl. Bodenkappe und Filterrohre), die Filterrohre mit Flies umwickle, dieses in dem Führungsrohr herunterlasse, Filterkies einfülle und dann das Führungsrohr wieder rausziehe.


    In dem DN80 Rohr wollte ich lediglich einen Schlauch hinunterlassen und oben eine Gartenpumpe betreiben. Das Wasser soll ausschließlich zur Bewässerung des Gartens (ca. 400 m²) verwendet werden.


    Jetzt zu meinen Fragen:


    1. Was denkt ihr darüber?

    2. Sollte ich noch weiter runter gehen? Wenn ja, wieviel?

    3. Wieviel Meter Filterrohr sollte ich verwenden? 2 oder 3 Meter?

    4. Welche Schlitzbreite sollte ich beim meinem feinsandigen Boden verwenden? 0,2 oder 0,3 mm?

    5. Macht bei mir ein Sumpfrohr (0,5 Meter) Sinn?

    6. Welchen Filterflies würdet ihr bei meinem feinsandigen Boden verwenden? Oder doch lieber das "teure" Filterrohr von LOTZE Wassertechnik?


    Bin auf eure Antworten gespannt.


    Gruß und Dank

  • 1. Was denkt ihr darüber?

    Hallo, das mit dem 80er Brunnenrohr in deinem Arbeitsrohr könnte funktionieren


    2. Sollte ich noch weiter runter gehen? Wenn ja, wieviel?

    Hast du schon einen Pumpversuch gestartet? Wenn genug Wasser nachfließt würde ich es bei der Tiefe belassen. Die Pumpen saugen ohnehin nicht mehr wie 8m.


    3. Wieviel Meter Filterrohr sollte ich verwenden? 2 oder 3 Meter?

    2m sollten reichen, als Sicherheit lieber 3m Filter , kommt auf den Durchsatz an


    4. Welche Schlitzbreite sollte ich beim meinem feinsandigen Boden verwenden? 0,2 oder 0,3 mm?

    entweder du nimmst Feinsandfilter mit Gewebe drum herum oder 0,3mm mit einem Filterstrumpf. Wenn du sehr feinen Sand hast würde ich Gewebefilter verwenden mit 0,14mm Maschenweite und den Zwischenraum der Rohre verfüllen mit Kies. Nimm dazu den feinsten im Handel 0,4-0,8mm.


    5. Macht bei mir ein Sumpfrohr (0,5 Meter) Sinn?

    Ich würde den halben Meter noch unten dran setzen. Später sammelt sich dort der Feinanteil der im Brunnen absinkt.


    6. Welchen Filterflies würdet ihr bei meinem feinsandigen Boden verwenden? Oder doch lieber das "teure" Filterrohr von LOTZE Wassertechnik?

    Ist dir überlassen

    Wichtig wäre noch, den Zwischenraum nur Stückweise mit Filterkies aufzufüllen, dann kannst du dein Mantelrohr wohl leichter ziehen.


    Viele Grüße Marg