Neuer Brunnen für landwirtschaftlichen Betrieb

  • Erstmal hallo allerseits.

    Ich bin froh dass es ein solches Forum gibt das anscheinend aktiv betrieben und mit sehr vielen fachkundigen Leuten gefüllt ist die gerne helfen.(habe schon diverse Posts gelesen)


    Ich habe nämlich ein für mich sehr großes Problem welches ich einfach nicht mehr weiß zu lösen. Das liegt daran dass ich mittlerweile so viel las und mich überall wo es mir möglich war informierte, sodass ich jetzt schlicht und einfach nicht mehr weiter weiß.


    Zum Sachverhalt:

    Es geht um einen landwirtschaftlichen Betrieb welcher um die dauerhaft ca 3 m2/h (tagsüber zu Spitzenzeiten auch gerne mal das doppelte/ im Winter nachts nichtmal die Hälfte) braucht und mit Reserven nach oben angelegt werden soll.


    Der Ist-Zustand:

    Es muss derzeit ca jedes Jahr ein neuer Brunnen gespült werden. Dies mache ich selber. Also die blauen geriffelten Filter in 2m 2“ und danach pe Schlauch/Rückschlagventil und Pumpe. Jährlich neuer Brunnen ist nötig, da einfach nichts mehr raus kommt.


    Und diese unendliche Geschichte soll jetzt ein Ende finden.


    Probleme:

    -jährliches Neuspülen da einfach nichts raus kommt

    -kolbenpumpe hält wegen hohem Mangananteil auch nur ca 1 Jahr (habe es gerade mit einer Kreiselpumpe probiert aufgrund der Kosten- Fazit: hält 4-6 Wochen danach ist das Innenleben aufgeschlissen( man sagte mir es liege am Eisen)


    Ich bin gerade dabei, mir zusätzlich eine Filteranlage aufzubauen. Das Wasser danach sollte also keine Probleme mehr für Pumpen etc bereiten.



    Ich habe dann etliche Überlegungen durchgesponnen.

    Zum Beispiel einen Rammfilter verwenden da das Edelstahl Geflecht nicht so schnell zu sitzen soll und zudem mit dem Hochdruckreiniger reingbar sein soll.

    Oder mehrer Filter setzen um die Strömungsgeschwindigkeit herab zu setzen. Aber we gewährleiste ich dass aus beiden filtern 50:50 oder 60:40 gesaugt wird und nicht erst 90:10 und durch zusetzen dann 10:90?

    Mehrere kleine Pumen setzen mit jeweils einem Filter?

    Ein großes 150er kg Rohr einspülen? Tiefbrunnenpumpe? Läuft genug Wasser nach? Ich erzeuge ja keinen Unterdruck?


    Und ja ich möchte es unbedingt selber machen. Zum spülen habe ich ausreichend großes Gerät und auch genug Wasser zur Verfügung. Meine Nachbarn geben jedes Jahr 5-7k€ aus für eine neue Tiefbohrung...


    So nun noch kurz zum Brunnen Standort etc.

    Der derzeitige Brunnen ist ca250m vom Haus entfernt wo ich die Filteranlage baue. Ganz nah ans Haus kann ich nicht weil sonst kein Wasser mehr im Wohnhaus zur Verfügung steht (alter Schachtbrunnen)

    Und deshalb so weit weg da ich in der Nähe eines Baches gespült habe. Ich erhoffte mir einfach den Vorteil dass evtl mehr Wasser zur Verfügung steht. Und ich bin dort etwa 3 m tiefer durch natürlichen Höhenunterschied. Es war auch der erste Brunnen so weit weg und am Bach und von der Wassermenge, gerade im Sommer wirklich super gewesen. Aber halt auch wie alle anderen nur ein Jahr. Habe den etwas 7m versenkt. Viel tiefer komme ich auch nicht da dann eine harte Schicht mit Muscheln etc kommt. Allerdings habe ich es auch nie wirklich probiert da die Pumpen ja eh nicht viel höher saugen.


    Ich hoffe ich habe das meiste hier beschreiben können, wobei sicher noch vieles fehlt. Und ich bitte auch etwas nachsichtig zu sein wenn das hier doch etwas unübersichtlicher wurde als anfangs geplant.


    Und nun erhoffe ich mir fachlichen Rat und wünsche einen schönen Abend.


    Gruß Wilhelm

  • Hallo Willhelm, die angegebene Wassermenge ist mit einen Rammbrunnen nicht zu realisieren. Auch mehrere Rammfilter zu betreiben wird einfach unzuverlässig sein. Ich würde an deiner Stelle einen ausreichend großen Bohrbrunnen erstellen mit mindestens 200mm Durchmesser. Käme das für dich in Frage?

    Alternativ einen gut ausgebauten Schachtbrunnen, wobei die Variante sehr viel mehr Arbeit macht.

    Das Problem bei den bisherigen Brunnen: durch die hohe Entnahmemenge ziehen sich Feinanteile an den Filter gleich welcher Art. Der Brunnen verstopft.

    2 Zoll ist einfach zu klein für 3m³/h

    Viele Grüße marg

  • Hallo, und danke für die flotte Antwort.

    Also ein 200er Bohrbrunnen wäre dann eine Tiefenbohrung? Mit Tiefbrunnenpumpe? Oder wie darf ich mir das vorstellen?

    Einen Schachtbrunnen habe ich für das Wohnhaus und der gibt wirklich nicht viel her. Muss man die warten?

    Ein neu gebauter Schachtbrunnen würde also wesentlich mehr Fördermenge zulassen? Wie tief muss ich damit und wie wichtig ist dabei der Standort? Am Bach wahrscheinlich schon sinnvoll? Ein Schachtbrunnen sammelt ja eigentlich das Wasser aus einem größeren Umkreis? Und ich habe gelesen dass es Schachtbrunnen gibt wo das Wasser lediglich von unten kommt und andere wo der untere Teil als Filterstrecke dient??


    Also die Arbeit ist mir eigentlich egal und die ersten paar Meter komme ich gut mitm Bagger runter.


    Gruß Wilhelm

  • Wenn das wasser bei 7m steht, kannst du es mit einem Schachtbrunnen versuchen. Wenn du einen Seilbagger zur Hand hast um so besser. Im Forum findest du unter Schachbrunnen einige Beispiele.

    Ein Bohrbrunnen kann unter Umständen auch sehr ergiebig sein. Wenn du bis jetzt aus gespülten Brunnen dein Wasser gefördert hast, ist der Zulauf eher hoch.

    Ich selbst würde zu einem Bohrbrunnen tendieren.

    MIt einem 260er Bohrer vorbohren.... Anleitungen und Beispiele findest du hier im Forum

    Wie ist denn der Untergrund aufgebaut?

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