Gemeinsamer Brunnen mit Nachbarn (via Zisterne)

  • Hallo liebe Brunnenfreunde,


    ich bin neu hier :-) und würde gerne wissen, ob mein geplantes Projekt grundsätzlich machbar wäre.


    Konkret möchten wir mit unseren Nachbarn "gemeinsam" einen Brunnen bohren lassen (die Grundstücke sind relativ klein, je 150-200m² Garten). Grundwasser liegt bei rund -30m (wissen wir aufgrund von Wärmepumpenbohrungen).


    Wir stellen uns vor, dass eine Brunnenpumpe das Wasser aus dem Brunnen in eine kleine Zisterne (1000-2000 L) befördert (gesteuert über einen Pegelschalter o.ä.). In diese Zisterne würden dann sowohl unsere Nachbarn als auch wir je eine Saugleitung eines Hauswasserwerkes legen (die HWW stehen dann in der Garage bzw. im Schuppen). Das Hauswasserwerk versorgt dann die Gartenbewässerung (vorerst "manuell", später mal Beregnungsanlage).

    Die Zisterne würde nur über den Brunnen versorgt werden, also kein Regenwasser o.ä.


    Ich selbst sehe da bislang keine Probleme - sieht das jemand anders?


    In dem Zusammenhang: brauchen wir eine Brunnenstube? Aufgrund der Bohrtiefe sind die Kosten ohnehin schon hoch genug. :-(

    Ich stelle mir vor, um den Brunnenkopf herum einen "Mini-Revisionsschacht" (KG-Schacht DN 400) zu setzen, das PE-Rohr aus dem Brunnen läuft von dort aus direkt zur Zisterne.

    Im Winter brauchen wir den Brunnen natürlich nicht. Wenn sich die Leitungen irgendwie entlüften ließen, sollte Frost ja kein Problem sein...? Oder wir verbuddeln die PE-Leitung gleich in frostsicherer Tiefe.


    Bin für jegliches Feedback dankbar!


    Erfahrungen aus dem Projekt teile ich dann natürlich gerne hier im Forum :-)


    Viele Grüße


    Klaus

  • Technisch lässt sich das so schon verwirklichen.

    Warum aber den Umweg über die Zisterne und die HWW (laut)?

    Wenn ihr eine geeignte Pumpe auswählt, kann diese, bei Bedaf gleichzeitig, bei de Grundstücke versorgen.

    Wenn sich die Leitungen irgendwie entlüften ließen, sollte Frost ja kein Problem sein...?

    Wenn ihr das Rückflussventil aus der Brunnenpumpe ausbaut, ist die Entwässerung der PE-Leitung kein Problem.


    Ganz anders sehe ich die rechtlichen Probleme, z.B. wer ist Brunnenbesitzer und inwieweit ist gesichert, dass der Brunnen auch dann für zwei Grundstücke zur Verfügung steht, wenn ein Grundstück z.B. mal verkauft wird? Zur Zeit mag alles rosa aussehen, aber ein Zusammenleben kann recht lang, jahrzehnte, dauern.

    Gruss

    kg49

  • Ich würde mich auch fragen wer denn den Strom für die Tiefbrunnenpumpe bezahlt bzw. wie er aufgeteilt wird. Auch hier kann es zu Streitigkeiten kommen.


    Ob sich der Brunnen einschließlich Zisterne und allem was dazu gehört letztendlich lohnt wage ich hier in frage zu stellen. Ich würde da dann doch lieber nur für mich eine 4 oder 6 m³ (je nach versiegelter Fläche) Zisterne anschaffen und daran dann die gesamte versiegelte Fläche anschließen welche jetzt an den Kanal angeschlossen ist. Und mit dem Regenwasser dann den Garten bewässern. Und wenn dieses mal nicht reicht dann Stadtwasser nehmen. Dafür eventuell auch einen extra Zähler verbauen.


    Zudem kann man sich auch die Regenwassergebühr sparen wenn nichts mehr im Kanal landet. Ist zumindest bei uns so.

  • Hallo KLK

    Ihr könnt das ganze mit einer Pumpe und zwei Wasseruhren schaffen. Dazu noch en schriftlichen Vertag mit allen Rechten und Pflichten.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen!

    Wenn ihr eine geeignte Pumpe auswählt, kann diese, bei Bedaf gleichzeitig, bei de Grundstücke versorgen.

    Was für eine Pumpe wäre das denn? Geht es lediglich um genug Leistung? Oder ein spezieller Typ?
    In meiner Vorstellung (Laie! :-)) wirkte es einfacher, wenn ein Hauswasserwerk die Entnahme "puffert" (so dass nicht jedes Mal die Brunnenpumpe anspringen muss wenn man mal ne Gieskanne voll Wasser braucht). HWW würde in der Garage stehen.


    Ich würde mich auch fragen wer denn den Strom für die Tiefbrunnenpumpe bezahlt bzw. wie er aufgeteilt wird. Auch hier kann es zu Streitigkeiten kommen.


    Ob sich der Brunnen einschließlich Zisterne und allem was dazu gehört letztendlich lohnt wage ich hier in frage zu stellen. Ich würde da dann doch lieber nur für mich eine 4 oder 6 m³ (je nach versiegelter Fläche) Zisterne anschaffen


    Eine Zisterne war tatsächlich die erste Wahl, klappt aber aus bautechnischen Gründen weder bei uns noch bei unseren Nachbarn (längere Geschichte... abgekürzt: ungünstige Leitungswege und viel zu tief verlegte Regenwasserleitungen).

    Wirtschaftlich lohnt sich das vermutlich erst nach 10-15 Jahren (wenn nichts dazwischen kommt), aber unsere Nachbarn wollen einen Teich und wir einen kleinen Rundpool (3,5x1,5m) damit füllen - dadurch hätten wir schon einen etwas höheren Wasserbedarf.

    Ihr könnt das ganze mit einer Pumpe und zwei Wasseruhren schaffen. Dazu noch en schriftlichen Vertag mit allen Rechten und Pflichten.

    So haben wir das vorgesehen. Die Brunnenpumpe würde an einem eigenen Stromzähler hängen, alle Kosten (Strom, ggf. Reparaturen, ...) würden wir anteilig zur Nutzung aufteilen.

    Die Bohrung würden wir ohnehin als GbR beauftragen (alleine aus Haftungsgründen), einen Vertrag würden wir vorbereiten - für den Fall dass jemand sein Haus verkauft soll eine entsprechende Grundbucheintragung erfolgen.

    Freut mich, dass wir diese Fragen auch vorab schon hatten :-)


    Ich fasse also zusammen: ist grundsätzlich wohl kein Problem, rechtliche Fragen und technische Details (Pumpe/HWW/...) wären noch zu klären.


    Die Brunnenstube würde ich dann tatsächlich als "Minimallösung" ausführen (ein DN400-Rohr mit Schachtdeckel über den Brunnenkopf). Da ich auch eine Beregnungsanlage baue und die eh vor Frostbeginn lüften muss, bekommen wir das mit den Pumpenleitungen sicher auch hin.


    Wenn alles klappt, werden wir in ca. 1-2 Monaten den Auftrag erteilen und weitere 1-2 Monate später die Bohrung machen. Über den Fortschritt und Erfahrungen werde ich dann berichten. :-)


    Viele Grüße & schöne Ostern noch!


    Klaus

  • Habe mal schnell nachgeschaut was eine Zisterne usw. aktuell kostet.

    Preise natürlich nur so ca. Preise da man natürlich nicht wissen kann was für Teile ihr euch anschafft und wo sie gekauft werden.


    Zisterne 2 m³ 600 €

    2 Hauswasserwerke zusammen 400 €


    Bedeutet dafür schon mal so um die 1000 €.


    Eine Alternative wäre vielleicht folgendes. Allerdings würde ich dieses dann Oberirdisch ausführen.


    Habe selber vor 9 Jahren unseren Kessel erneuern müssen und dafür habe ich für das Material rund 450 € gezahlt.

    Preise sind natürlich gestiegen und zudem würde bei euch dann auch noch ein Druckschalter benötigt somit könnte das Material dann zusammen vielleicht 600 € kosten.


    Den Kessel stellt ihr in einen Schuppen (ca. 150 €) so das jeder zu jederzeit daran kann.


    Dort wird der Stromzähler verbaut sowie für jeden von euch einen Wasserzähler. Und Strom wird nach verbrauch des Wassers abgerechnet.


    Dadurch könntet ihr euch die Anschaffung der Hauswasserwerke sparen was wiederum weniger teile bedeutet die kaputt gehen können.


    Und jeder von euch könnte dadurch 100 – 150 € sparen.


    Ist nur so eine Idee die mir so auf die schnelle eingefallen ist.

  • Was war am Ende ?

    Ich habe mit meinem Nachbarn auch den Garten geteilt bis wir uns dazu entschlossen haben doch zu trennen.


    Jedenfalls habe ich dann meinen Garten etwas schöner machen wollen. Dabei habe ich mir eine Lounge Ecke eingerichtet und auch einen Grill ( https://schaschlikgrill.net/ ) gekauft.

    Wir haben zwar weniger Platz aber es ist schon erleichternd wenn man seinen kleinen Garten hat.


    Wie läuft es bei euch - habt ihr euch einigen können ?

  • Hallo,


    ich würde mir das mit der zwischengeschalteten Zisterne auch nochmal genau durchrechnen. Ihr müsst Strom für die Förderung aus dem Brunnen bezahlen und dann nochmal für eure "Gartenpumpe".


    Auch kostet die Zisterne natürlich nochmal einiges. Bei einem richtigen Bohrbrunnen mit einer guten Pumpe solltet ihr beide gleichzeitig gießen können - zumal die Gärten ja auch nicht extrem groß sind.


    Die Abrechnung wird dann natürlich wieder etwas schwieriger. Ihr könntet 2 Wasseruhren nach der Brunnenpumpe anbringen und danach den Stromabrechnen.

    Brunnenrohrbruch bei ca. 5,80 -> Wechsel zum Rammbrunnen 1 1/4"
    GW bei 7m. Filterspitze bei ca. 9,5m. Maximal ca. 1200l/h.
    Pumpe: Einhell BG-GP1140N
    Münchner Schotterebene

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