Tatort: Voralpenland, am Fuße eines Endmoränenhügels...

  • und in den letzten Dezimetern Mergels (grauen Lehms) vereinzelt kleine Kieselsteine aufgefunden habe

    Das ist ja nun kein schlechtes Zeichen, zwar keine Garantie, aber es weckt Hoffnung.

    treffe ich auf eine wasserführende Kieselschicht (wie die Sickerschächte hangabwärts haben), die soweit gespannt ist,

    Das sind aber jetzt schon zwei Bedingungen. Erst mal muss Wasser da sein, ob das gespannnt ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Ist obiges Szenario realistisch?

    Sie ist nicht utopisch. Interessant wäre zu wissen, wie gross ist der Höhenunterschied zwischen den Sicherschächten und Deinem Bohrloch.

    Wie kann ich mein vorhandenes Bohrloch auf die von Dir erwähnten 16/20cm am besten "aufbohren"?

    Aufbohren ist eine recht unangenehme Angelegenheit. So unangenehm, dass man teilweise neu bohrt um nicht im alten Bohrloch sich zu verhakeln.

    Falls Du mal mit einer Ständerbohrmaschine versucht hast, ein 12mm Rohr auf 13mm aufzubohren weisst Du, was ich meine.

    Kann man - realistisch - eine 7cm Bohrung durch Mergel/Lehm (erstellt mit einem Edelmanbohrer) mit einem Spiralbohrer direkt auf 20cm erweitern?

    Nein.

    Ich versuche mal technische Phantasie zu entwickeln...

    Du bräuchtest einen Edelman Bohrer der herzfärmig sein müsste. Ein langgezogenes Herz. Das untere 1/4 müsste konisch in Deine Bohrungen passen und mit dem langsam breiter werdenden Herz müsste dann langsam auf den gewünschten Durchmesser gebohrt werden.

    Ein Kunstschmied oder Schlosser könnte das sicherlich leicht anfertigen. Die Schneide müsste man dann selbst mit einer Flex schärfen.


    Die Pumpen, die Du ausgewählt hast, sind dafür weniger geeignet. Zum einen mangelnder Druck, zum anderen eine zu geringe ED.

    Wenn ich jetzt mal spinne, fällt mir aus meiner uralten Aquarienzeit noch ein Pumpenprinzip ein, was evtl. für Testzwecke geeignet sein könnte.

    Wir haben damals in ein dünnes Steigrohr unten Luft reingeblasen und die aufsteigenden Luftblasen haben Wasser nach oben gefördert. Inwieweit das im Brunnenbau realisiert werden könnte, vermag ich nicht zu sagen. Man bräuchte eine Förderung von 20L/h, d.h. 1L/3Min. Das könnte machbar sein.


    Unabhängig von diesen Überlegungen solltest Du erst mal tiefer bohren um zu schaun, was noch so Schichtenfolgen kommen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Es ist höchste Zeit für ein Update: Poseidon (oder: Wer ist eigentlich der Schutzpatron der Brunnenbauer?) scheint mir nicht wohl gesonnen. (Ich hätte zum letzten Vollmond wohl einen Laubfrosch als Opfer ins Bohrloch werfen müssen - aber ich hab's einfach nicht über mein Gewissen gebracht ;-))


    Seit meinem letzten Update kein wirklicher Fortschritt, obwohl ich mich inzwischen auf 9,70m Tiefe vorangequält habe. Immer noch jener grau-klebrige Mergel, der eher härter/trockener wurde. Die einst vereinzelt eingeschlossenen Kieselsteine sind verschwunden.


    kg49 : Der horizontale Abstand zu einem "benachbarten" Sickerschacht liegt bei rund 250m, der Höhenunterschied bei 14m. Dort steht aktuell bei 3m Tiefe im Kies Grundwasser an. Interessanterweise entsprechen 17m auch ziemlich genau dem Höhenunterschied zu Bächen in ca. 500-800m Umgebung.


    Frage #1: Macht es aktuell überhaupt noch Sinn, mit 7cm weiterzubohren? Wenn ich es richtig verstehe, dann klappt das Ansaugen von der Oberfläche nur bis -7m Wasseroberkante im Bohrloch. Tiefer geht's nur mit einer Tauchpumpe, die jedoch mindestens 10cm Bohrloch- bzw. Rohrdurchmesser braucht. Richtig/falsch? (Aktuell steht das - bekanntlich extrem langsam nachfließende - Wasser zwar ab -1,8m, aber aufgrund der Trockenheit des Mergels vermute ich, daß dieser unter "Trennleiter" fällt und in der Tat keinesfalls sicher ist, daß eine darunterliegende Grundwasserschicht gespannt sein wird.)


    Frage #2: Wie kann ich das Bohrloch am besten "Überwintern"? Gibt es da irgendeine Anleitung? Mir geht es insbesondere ums Bohrgestänge, das ich in den letzten Monaten bei Bohrpausen immer im Loch gelassen habe. Vor allem, damit evtl. von oben vereinzelt nachrutschende Kieselsteine nicht das ab 4,20m beginnende kleine 7cm Bohrloch verstopfen. Dabei mußte ich eine ordentliche Korrosion feststellen, d.h. das Bohrgestänge ist schon recht angerostet. Ist da schlimmeres zu befürchten, wenn ich das gut ein halbes Jahr im Wasser lasse - oder hält es das ohne weiteres aus?


    Wie immer - für jedwede Antwort sehr dankbar!

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

  • Macht es aktuell überhaupt noch Sinn, mit 7cm weiterzubohren?

    7cm ist schon ein sehr ungünstiges Maß, der nächste akzeptable Durchmesser ist DN 80, knapp aber zur Not verwendbar für 3" Pumpen. Nun ist es häufig so, dass sich die Bohrdurchmesser immer etwas vergrössern, durch das ständige Ziehen vom Bohrer.

    Wenn das Loch sich DN 80m nähert, man kann auch bei halbwegs praktikablen Böden etwas nachhelfen, so wäre das eine Option.

    Dann gibt es noch 2" Pumpen, die habe ich aber noch nie in Praxis gesehen, nur Angebote in der Bucht.

    Ist da schlimmeres zu befürchten, wenn ich das gut ein halbes Jahr im Wasser lasse - oder hält es das ohne weiteres aus?

    Das Gestänge muss auf jeden Fall gezogen werden, kommt es zum Bohrlocheinbruch, bekommst Du das nicht raus und alles im Bohrloch ist verloren.

    Ordentlich was auf die Öffnung legen (grosse Gehwegplatte), normalerweise sollte das Loch halbwegs bis zur nächsten Saison unverändert bleiben.

    Du kannst aber auch ein kurzes geeignetes KG Rohr als vorläufigen Brunnenkopf setzen und dann einen ordentlichen KG Verschluss drauf. Dann läuft auch kein Regen- oder Schmelzwasser ins Loch.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49,


    habe in aller Frühe ein KG110-Rohr bis auf 4m Tiefe eingestellt, nachdem ich erstmal den nachgerutschten feinflüssigen Lehm soweit möglich hochgeholt, also "saubergemacht" hatte. Meine Hoffnung war, dann später bis auf 4m ein hoffentlich saubereres Wasser abpumpen zu können (da die flüssigen Lehmschicht zwischen 3,20-4m vom Arbeitsrohr jetzt ja abgeschirmt ist) - und zu sehen, auf welchem Stein das Rohr aufsitzt, um ihn zerschmettern zu können und dann das Rohr noch ein paar Dezimeter weiter zu versenken.


    Am Abend die Überraschung: Stattdessen hat es offenbar von weiter unten ganz feinen Sand einen halben Meter, also bis auf 3,5m Tiefe ins Rohr hochgedrückt (Wasseroberkannte aktuell bei ca. -1,8m Bohrlochoberkannte). Habe sogleich versucht, mit meiner Opferpumpe und Ansaugschlauch abzupumpen, aber der Filterkorb vor dem Rückschlagventil hat sich recht schnell zugesetzt, sobald er in den Feinsand kam.


    Meine heutige Frage: Würde es Sinn machen, meinen ja bereits vorhandenen 1 1/4" Rammbrunnen auf 6m zusammenzuschrauben, einen Nylon-Strumpf über den Filter zu schieben und die Spitze auf 5-5,50m abzulassen? Dort hatte ich die letzten wasserführenden Schichten (beginnend ab ca. 3,20m) durchbohrt. Darunter nurmehr (trockener) Mergel.


    Ich verstehe, daß ein DN Filterrohr (evtl. mit Gewebefilter) natürlich besser wäre - aber um die Leistungsfähigkeit der auf 4-5,50m zu testen? Vor dem Hintergrund, daß ich bisher den Nachfluß bis max, 3,50m abgepumpt hatte - also nur das Wasser, das von "unten hochgedrückt" wurde. Direkt im Wasserleiter hatte ich bisher noch nicht gepumpt bzw. pumpen können - eben wegen des nachfließenden Sandes/Lehms.


    Ist das o.g. Szenario realistisch - oder kann/darf ich mir die Mühe sparen? Setzt sich der Rammfilter im ganz feinen Sand/Lehm genauso schnell zu wie der Filterkorb des Ansaugschlauches? (Habe die Pumpleistung mittels Hahns auf Auslaßsseite natürlich gedrosselt!)


    Vielen Dank für jedwede Antwort!

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

  • oder kann/darf ich mir die Mühe sparen?

    Zumindest den Nylonstrumpf würde ich erst gar nicht probieren.

    1. zu fragil,

    2. falls nicht zerrissen, zu fein.

    Setzt sich der Rammfilter im ganz feinen Sand/Lehm genauso schnell zu wie der Filterkorb des Ansaugschlauches?

    Du müsstest Dich bei diesen Fragen mal in die Theorie der Filter einarbeiten.

    Ein Brunnenfilter, egal ob als Schlitz im Filterrohr oder als Feinsandfilter aus Kiesbelagfiltern, bzw. Drahtgeflecht in einem Rammfilterrohr, hat nicht die Aufgabe zu filtern.

    Klingt blöd, ist aber so.

    Filterrohre sollen so aufgebaut sein, dass das sie umgebende Bodenmaterial ca. 3 - 4 x in der Körnung grösser ist. Die feineren Bodenbestandteile sollen dann durch dieses Bodenmaterial ausgeschwemmt werden (klarpumpen) und die verbleibende Körnung bildet dann quasi den "Filterkies".

    Wenn der Filterkorb, der ja recht grobmaschig ist, durch feinen Sand oder Lehm verstopft wurde, dann wurde zu viel Wasser gefördert.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49,


    ich hoffe, Du hast den Winter gut überstanden. Jetzt ist's ja bald endlich soweit und die Brunnenbausaison beginnt wieder. Einer Deiner Sätze von letztem Jahr ist mir den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen:

    Aber: gibt es überhaupt Wasseradern ausserhalb von Gesteinsformationen?


    Hier ein Foto aus dem Bohrloch, nachdem ich es einmal geschafft hatte, das Wasser auf knapp 4m Tiefe abzupumpen. Man sieht im markierten Ausschnitt ganz gut die Gesteins- bzw. Konglomeratschicht, aus der das Wasser nachrinnt (siehe auch die mit dem Pfeil markierte Reflektion - da rinnt Wasser):

     

    Nur die Nachflußmenge insgesamt paßt eben nicht. Viel zu wenig. Frage: Wenn ich die Gesteinsschicht weiter auflockere (also aufhämmere), könnte sich die Nachflußmenge erhöhen? Letztes Jahr wollte ich nur durchkommen und weiter Tiefe gewinnen was bekanntlich nicht viel gebracht hat. Vielleicht war das gar die falsche Strategie?

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

  • Schön, dass Du noch nicht aufgegeben hast.

    Ob man hier von Wasseradern oder Gesteinsklüften sprechen soll, ist eigentlich eine Definitionsfrage und trägt nicht zur Lösung der vorhandenen Probleme bei.

    Frage: Wenn ich die Gesteinsschicht weiter auflockere (also aufhämmere), könnte sich die Nachflußmenge erhöhen?

    Kaum.

    Stell Dir ein 100mm Bohrloch in Deinem Gestein vor. Es wird eine bestimmte Anzahl von Klüften durchstossen. Wenn Du jetzt das Bohrloch auf 200mm vergrösserst, wird sich die Anzahl der Klüfte nicht vergrössern, nur der Anfangswasservorrat im Rohr vergrössert sich, der Zulauf bleibt gleich.

    Um den Zulauf bei Gesteinbohrungen zu erhöhen, müssen mehr Klüfte erfasst werden. Das gelingt nur durch längere Filter, also tiefere Bohrungen.

    Wenn bei tieferen Bohrungen keine zusätzlichen Klüfte aufgeschlossen werden können, muss so tief gebohrt werden, bis man geeignetes wasserführendes Material findet.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49,


    geht nicht gibt's nicht; und aufgeben schon gar nicht! :)

    Wenn Du jetzt das Bohrloch auf 200mm vergrösserst, wird sich die Anzahl der Klüfte nicht vergrössern, nur der Anfangswasservorrat im Rohr vergrössert sich, der Zulauf bleibt gleich.

    Diese Aussage kann ich nachvollziehen, wenn man davon ausgeht, daß die Klüfte alle horizontal ausgerichtet (also bildlich ausgedrückt flach-wie-eine-Flunder und übereinander angeordnet) sind. Bei homogenem Gestein könnte ich mir das ja vorstellen. Z.B. bei Granit. Aber ist dies auch bei sandigem Konglomeratgestein so? Gibt es da nicht evtl. ausgespülte "Röhren", die mehr Wasser führen? Und die man nur treffen muß?


    p.s.: ich dachte immer, daß z.B. gerade einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Bohr- und Schachtbrunnen die größere Querschnittsfläche für den Wassereintritt bei letzterem wäre - und insbesondere diese größere Querschnittsfläche bei schwierigen Verhältnissen wichtig bzw. vorzuziehen wäre!?!???

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Prager ()

  • Uralter, aber bewährter Spruch: Versuch macht kluch.

    vielen Dank für die aufmunternden Worte. Ich freue mich beinah' schon auf meine erste Muskelzerrung. Ich habe ohnehin vor, dieses Jahr zweigleisig zu fahren:

    1. Die Fördermenge oberhalb der bei ca. 5,5m beginnenden Mergelschicht genau ausloten und optimieren (dazu oben genannte Frage zum Aufmeißeln);
    2. Weiter in die Tiefe vorzudringen. Wenn auch nur mit 7cm-Bohrer, so bin ich nun schon bei 10m angelangt. Irgendwann muß diese Mergelschicht ja mal ein Ende haben.

    Zu 1 oben: Ich werde wohl versuchen, die Bohrung bis zur Mergelschicht auf 18cm Durchmesser aufzubohren, um die Leistungsfähigkeit mit ordentlichem Brunnenrohr und -filter auszuloten. Hier ein Bild vom Sand, den ich dabei herausfiltern muß:

    Milimeterpapier hatte ich damals leider keines. Ein Filterrohr mit 0,3mm hattest Du ja ohnehin schon erwähnt. Aber läßt sich aus dem Bild ablesen, ob ich da ohne Gewebefilter (oder Kiesklebefilter) eine Chance habe?


    Besten Dank für jedwede Einschätzung!

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

  • Aber läßt sich aus dem Bild ablesen, ob ich da ohne Gewebefilter (oder Kiesklebefilter) eine Chance habe?

    Erinnert mich so auf den ersten Blick an Vogelsand, also keine Chance. Aber die wasserführende Mergelschicht müsste fest sein, also nicht sandig?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Der kleinste Gewebefilter, den ich im Shop finden kann hat 0,14mm - sollte das genügen?

    Aber die wasserführende Mergelschicht müsste fest sein, also nicht sandig?

    Wenn ich den Filter in die tiefere Mergelschicht setze: Wird der feine Sand nicht zwangsläufig der Schwerkraft folgend nach unten gewaschen? Erreicht er damit nicht früher oder später wieder den Filter, selbst wenn mit Filterkies aufgefüllt wurde? Schließlich ist das gebohrte Loch doch immer größer als das eingesetzte Brunnenrohr, zumal mit Gewebefilter.


    Oder habe ich da einen Denkfehler d'rin?

    Rammbrunnenbau-Set bis 9m, auf 4,20m mit 12cm gebohrt, danach mit 7cm weiter. Aktuelle Bohrlochtiefe: 5,70, 7,20, 9,70, 10m, Mergel. Wasser steht ab 2,20m, 2,80m (Trockenheit), 1,80m im Loch, bei 3m 3,50-5,50m offensichtlich mehrere kleine Wasseradern/Schichtenwasser(?) angebohrt. Bei 3,20-3,50m abgepumpt liegt der Nachfluß aber nur bei rund 5l/h.


    Hanglage, keine Brunnen in der Umgebung als Referenz, aber Sickerschächte 500m entfernt, hangabwärts enden nach 5-6m in wasserführender Kiesschicht.

  • Oder habe ich da einen Denkfehler d'rin?

    Wenn der Hohlraum zwischen Filterrohr, Brunnenrohr und Bohrwand sorgfältig mit 1-2mm Filterkies aufgefüllt wird, sollte nichts passieren. Man könnte auch, wenn es der Platz zulässt, den Filter nach oben mit einer Tonschicht absperren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von kg49 ()

Brunnen selber bauen