Verockerte Kiesschicht in 6m tiefe. Wie geht's weiter?

  • Hallo und guten Abend,

    wie wäre es denn mit einer Brechstange?


    An einen Ende einen Schäkel anschweissen und diese des öfteren fallen lassen.


    Das Proplem ist aber, du arbeitest im Rohr und es kann immer noch verockerter Kies/ Sand unter dem Brunnenrohr sein der das weitere abtäufen verhindert.

  • Nur mal so;

    wir haben mit schwehrer Technik Spundbohlen,Träger und Rohre gerammt und hatten auch mitunter Probleme so dass diese in der Zange des Vibrators ausgeglüht und ausgebrochen sind.


    Dann mussten wir eben vorbohren aber dann auch mit schwerer Technick.

  • Alles was der Plunscher fördert, auch nach Einsatz des Meißels, ist ein Sand-Kies-Kieselstein-Gemisch, welches nahezu keinen Feinanteil enthält. Deswegen glaube ich nicht, dass es sich um Lehm oder ähnliches handelt. Ich werde beim nächsten Mal Bilder machen und posten. Mein visueller Eindruck ist, dass Kies und Kieselstein eher von unten kommen, aber mit viel Sand aus der horizontalen Schicht vermengt wird.

    Die Brunnen der Nachbarn sind viele Jahre alt und wurden von Brunnenbauern gebohrt, wie weiß ich nicht.

  • Mein visueller Eindruck ist, dass Kies und Kieselstein eher von unten kommen, aber mit viel Sand aus der horizontalen Schicht vermengt wird.

    Das ist durchaus denkbar, wenn die Schicht etwas schräg ist, da das Rohr ja gerade aufsitzt.

    Ich würde jetzt versuchen, mit einem langem Gestänge und Spitzmeissel zu arbeiten.

    Da darf natürlich nichts wackeln.

    Mein Bohrgestänge bis 10m besteht aus 3/4" Wasserrohren, die sind bombenfest verschraubt und ich könnte mir gut vorstellen, dass man statt dem Bohrer vorne einen Meissel anschweisst. Für die Verbindung Meissel Bohrgestänge sollte man Schwarzrohr nehmen, da verzinktes Rohr schlecht zu schweissen ist.

    Mit diesem Gestänge, so ca. 8m lange , würde ich dann mal den Grund erkunden, ob alles gerade oder schräg ist.

    Der Rest ist dann eine Frage der Geduld, denn steter Tropfen höhlt den Stein.

    Du musst Dir nur darüber im Klaren sein, dass Du wahrscheinlich mit Deinem Rohr nicht durchkommst.

    Im Teleskopverfahren könntest Du dann, nach erfolgreichem Durchbruch, ein DN80 Rohr setzen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ich habe heute noch einmal versucht und bin keinen Millimeter weiter gekommen. Ich kann immer noch Material fördern. Je nach Plunscher und Anwendung zwischen feinem Sand und gröberem Sand. Zum Teil gibt es kleine Steine mit ca. 1-2cm Durchmesser.Ein Stein fiel mir wegen der Form auf. Er lässt sich zwischen den Fingern zu Lehm zerreiben. Jetzt denke ich doch, dass ich eine Lehmschicht habe.

    Hilft es, wenn ich hier mit einem Bohrer z.B. der hier von Erdbohrer funktionieren?


    https://www.erdbohrer.de/Brunn…rer-Set-6m-90mm::705.html


    Wie kann ich weitermachen? Plunschen fördert nur horizontal, mein Fallmeißel zeigt keine Wirkung (auch nur mehr Material aus horizontaler Schicht im Rohr).

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass der von Dir angedachte Spiralbohrer das Fördervolumen erhöht.

    Normalerweise sollte ein Meissel eine Kiesschicht, auch wenn sie noch so zusammengebacken ist, soweit auflockern, dass mit einem Plunscher oder einer Kiespumpe gefördert werden kann.

    Zwar kleine Mengen, aber steter Tropfen höhlt den Stein.

    U.U. ist es eine (Sand-) Steinplatte, die den Weg versperrt. Hier vom Schreibtisch aus ist die Beurteilung natürlich sehr schwierig.

    Mach mal ein Foto von Deinem Meissel (Gesamtaufnahme und noch mal nur die Spitze) und stell ihn auf die Waage, um das Gewicht anzugeben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Das Rohr lässt sich ohne Last sehr leicht drehen, aber mit Last fast nicht mehr.

    Das erscheint mir ein Indiz dafür, dass es auf festem Grund steht.

    Noch mal zum Meissel: Eine Filterspitze ist zwar spitz für Rammarbeiten, aber nicht mit der Härte und Spitze eines Spitzmeissels vergleichbar.

    Ich würde, wie schon gesagt, einen richtigen Spitzmeissel verwenden. Dieser muss aber fest (geschweisst, zur Not geschraubt) mit der Masse des Fallmeissels verbunden sein.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

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