Lettenboden - Bohrer kommt nicht weiter - was nun?

  • Hallo zusammen,


    ich habe gestern mit einem motorbetriebenen 140er Bohrer ca. 6m gebohrt. Kies und Lehm gingen relativ problemlos weg.

    Nun bin ich auf eine Lettenschicht gestoßen und der Bohrer geht keinen cm mehr runter.

    Lette ist sehr feucht, aber noch so fest von der Konsistenz (etwa wie Kaugummi), dass der Bohrer diese eigentlich noch fördern und in die Tiefe kommen müsste. Tut er aber nicht.

    Ich habe die Vermutung dass entweder


    A) ein großer Stein blockiert


    B) die Lette den Bohrkopf so zusetzt, dass daraus ein stumpfer Klumpen wird der sich nicht mehr in den Boden "frisst"


    Hat jemand damit Erfahrung gemacht?


    Der Plunscher fördert minimal von der Schicht. Sollte ich von nun an nur den Plunscher nutzen?


    Bin ratlos, freue mich aber auf Rückmeldungen.


    Grüße.

    :thumbup:

  • Lette ist ein tonhaltiger Boden.

    Um Ton zu bohren, benötigt man einen Edelman Bohrer.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wenn Du gegoogelt hast, weisst Du ja, wie so ein Bohrer aussieht.

    Im Hobbybereich haben bis jetzt alle, die so einen Bohrer benötigt haben, diesen selbst angefertigt. Starken Bandstahl biegen, zusammenschweissen und oben einen passenden Adapter für das Bohrgestänge anschweissen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,


    ich häng mich mal dran weil ich ein ähnliches Problem habe:

    • Ich hatte ab 2,70 m Wasser und bin dann mit der Kiespumpe gut vorangekommen
    • Ab 4 m hatte ich weichen Lehm, den ich mit einem normalen Erdbohrer (110 mm) müßig, aber doch Stück für Stück raus brachte.
    • Jetzt bei 7,50 m wird der Lehm so hart (ähnelt teilweise "nassen, lockeren" Sandstein), dass der Bohrer keinen Zentimeter mehr weiter geht. Trotzdem ist er mit "klebrigem" weichen Lehm durchmischt.
    • Ich habe mir mittlerweile einen Riverside-Bohrer angefertigt, der mit viel Druck auch schneidet. Leider bleibt beim Herausziehen aber der Kern im Loch und lässt sich nicht ziehen.
    • Der Boden ist auch so hart, dass ich die Schneide (3 mm Stahlrohr 110 mm) sogar umgebogen habe. Deshalb befürchte ich, einen Edelmannbohrer genauso zu verbiegen.

    Habt ihr eine Lösung für mich? Ich bin momentan ratlos.


    Gruß,

    Marcus

  • Mal probieren, den Boden mit einem sehr schweren Fallmeissel aufzulockern. Bei der Tiefe ginge auch eine Stange mit Meissel.

    3 mm Stahlrohr

    Falls nicht gehärtet auch etwas schwach.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die Idee.


    Funktioniert leider nicht wegen dem Weichanteil im Material. Es verformt den Lehm nur, wird aber nicht bröselig.


    3 mm sind echt knapp, schneidet auch gut. Dachte nur nie, dass ich das verbiege.


    Gruß,

    Marcus

  • Also ich bin nun ein wenig weiter.

    Lettenschicht habe ich mit einem normalen Handbohrer beseitigt.

    Dieser wurde vorher mit der Flex ein wenig geschärft.

    Der Bohrer hat dann nur noch Schlamm gefördert bzw er hat kaum noch was gefördert und dann Rohr rein und mit der Schlammpumpe / Plunsche weiter.

    Diese hat nun 50cm noch abgetragen, mehr aber nicht.

    Das Rohr lässt sich auch nicht mehr nachrutschen, hat jemand eine Idee, wie ich das Rohr noch tiefer rein bekomme und den Schlamm unter der Wasserschicht noch mehr abtragen kann?


    P.S. die Plunsche zieht sich nie ganz voll und es ist mehr Wasser drin als Schlamm X/


    Wasseroberfläche bei 4,80m

    Wassergrund ca. 5,34m

  • Hallo,

    ich stehe vor dem selben Problem. Bin bei 6,30 m - nach diversen Lehmschichten kam Kies, dann rohr rein und etwas geflutet, mit Kiespumpe raus und jetzt stehe ich auch vor so einer art harten Schicht. Mich würde interessieren ob Thorsten mittlerweile durch ist. Bei 9,50 Meter hat man gut 1 Meter Grundwasser, da würde ich nämlich gerne hin.

  • Ich glaube es ist günstiger, wenn Du den User direkt anmailst oder auf seine Pinwand schreibst.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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