2. Brunnen :)

  • Hallo Zusammen,


    ich habe in den letzten 2 Wochen versucht einen Rammbrunnen anzulegen.

    Das ganze hat auch gut funktioniert, bis ich denke, ein Stein den Rammfiler blockierte.

    Schlauer Weise habe ich es dann mit kräftigeren Schlägen versucht...

    Das Gewinde ist des Rammfilters ist nun ab.


    Die Rohre konnte ich noch retten.

    Da ich die Komponenten bereits zur Verfügung hatte, probierte ich es zuerst mit einem Rammbrunnen.


    Mein Plan zuvor war aber, einen Bohrbrunnen zu erstellen.


    Da wir in Niederbayern die letzen 6 Wochen so gut wie keinen Regen hatten und das Grundwasser/Sandschicht nach bereits 3,3m erreicht wurde (mit dem Rammfilter kam ich mühelos bis 3,90 Tiefe), wäre mein Vorhaben/Idee:


    -Brunnenbohrer 150mm Länge 8-9m

    -KG Rohr DN 125 (1m Sumpfrohr, 2m geschlitz, Rest Vollrohr 3-4m Wasserstand im Rohr)

    -Kiespumpe 90mm

    -neuer Rammfilter, zusammen mit restlichen 1 1/4 Zoll Rohren bis 1m über Filter ins KG Rohr runterlassen (Rammfilter zwecks Feinfilterung)

    -Rohr mit Quellton verschließen

    -HWA anschliessen


    Bodenbeschaffenheit: wenig Mutterboden, aktuell trocken, lehmig bis knapp 2,8m, danach immer feuchter bis 3,3m. Danach feiner gräulicher Kies mit Wasser.


    Hab ich mit dieser Konstellation eine reelle Chance?


    Vielen dank für eure Meinungen und Verbesserungen

  • Hab ich mit dieser Konstellation eine reelle Chance?

    Nein. Rohr im Rohr geht dauerhaft nicht gut.


    Wenn man Dich richtig versteht, möchtest Du einen Rammbrunnen mit Hilfe eines Arbeitsrohres versenken.


    Zur Technik des Arbeitsrohres gehört aber, dass man es hinterher zieht.

    Wenn Du schon ein Arbeitsrohr setzt, warum erstellst Du dann keinen Bohrbrunnen, der wesentlich leistungsfähiger als ein Rammbrunnen ist?


    Hier mal ein paar Hinweise:

    Möchte man beim Bau eines Bohrbrunnens Kies um die Filterrohre schütten oder sogar einen speziellen Sandfilter setzen, so kann man das Brunnenrohr nicht direkt abteufen sondern muss zuerst ein Arbeitsrohr verwenden. Arbeitsrohre werden manchmal auch als Schutzrohre bezeichnet.

    Im professionellen Bereich werden dafür Stahlrohre verwendet, die ineinander verschraubt bis zur gewünschten Endteufe abgesenkt werden.

    Diese Stahlrohre werden dem Hobbybrunnenbauer nur in den seltesten Fällen zur Verfügung stehen. Hier nimmt man dafür Brunnenrohre in Glattwandausführung mit TNA Gewinde. Diese haben keine "Verdickung" an den Verbindungsstellen und können somit in schwierigen Böden leichter versenkt werden als Brunnenrohre mit Verbindungsmuffe.

    In sehr leichten Böden habe ich auch gute Erfahrungen mit sogenannten KS-Rohren (Kabelschutzrohr) gemacht. Hier nimmt man die Ausführung mit Klebemuffe, steckt die Rohre ineinander und verbindet sie mit 12 – 16 kurzen Schrauben kleinen Durchmessers, die in 3 – 4 Ebenen versetzt an den Muffen angeordnet werden. Dies ist wesentlich günstiger als 2 -4 Schrauben mit grossem Durchmesser zunehmen. (Wie beim Nähen: viele kleine Stiche). Die Rohre werden in Standardlängen von 6m angeboten. Kürzt man sie, können die Einzelstücke mit Muffen verbunden werden. Wenn man die Muffen anfast, ist der Widerstand beim Abteufen nicht grösser als bei normalem Brunnenrohr.

    KG Rohre haben im Brunnenbau nichts verloren, auch wenn es durchaus Berichte von Brunnen aus KG Rohr gibt.

    Dem ersten Rohr, was beim Plunschen gesetzt wird, gibt man unten eine Fase, so dass das Bohrgut in das Rohr gedrückt wird.

    Die Arbeitsrohre werden dann auf die gewünschte Tiefe (Endteufe) mit entsprechender Auflast (400Kg sind keine Seltenheit) abgeteuft.

    Anschliessend wird in das Arbeitsrohr die Brunnenrohrtour mit Sumpfrohr, Filterrohr(en) und Vollrohren bis zur GOK gestellt.

    Möchte man eine Kiesschüttung anbringen, ist es sinnvoll darauf zu achten, dass das Brunnenrohr mittig im Arbeitsrohr steht. Bei einer Kiesschüttung wird schrittweise geschüttet und das Arbeitsrohr gezogen. Die Kiesschüttung erfolgt etwa bis 1m über die Filteroberkante.

    Anschliessend wird das Arbeitsrohr endgültig gezogen.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich will den Rammfilter samt Rohre von der GOK bis unter die Wasseroberfläche in das KG Rohr hängen, da dieser ja zudem eine große Filteroberfläche bietet. Quasi als Saugschlauchersatz.

    Diesen kann ich ja bei Bedarf zudem entnehmen und reinigen.


    Die Frage ist, ob es reicht, wenn ich das KG Rohr mit Löchern/Schlitzen versehe?



    Gruss

    ClaireGrube

  • Die Frage ist, ob es reicht, wenn ich das KG Rohr mit Löchern/Schlitzen versehe?

    Nein

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ok, hab verstanden :)


    Ich tausche das KG Rohr gegen Din 4925 Rohre. An der o.g. Menge sollte sich dadurch ja nichts ändern.


    Grösse DN 100 oder 115?

    Bohrergrösse 130 oder 150mm?


    Die Wassermenge ergibt sich ja unter anderem durch die Menge der Filterrohre und Durchmesser, oder? Gibt es hier irgendwo eine Liste/Formel o.ä.?


    Gruss

  • Die Wassermenge ergibt sich ja unter anderem durch die Menge der Filterrohre und Durchmesser, oder?

    Richtig, wenn das Filterrohr in einem Fass oder einem Schwimmbecken steht. Alle Tabellen beziehen sich auf freien Wasserzufluss.

    In der Realität hängt der Wasserzufluss in entscheidendem Maße von der Bodenzusammensetzung ab, in der der Filter steht.

    Grösse DN 100 oder 115?

    DN 115, falls Du doch mal eine Tiefbrunnenpumpe setzen willst. Filter 0,3mm

    Bohrergrösse 130 oder 150mm?

    Wozu 150mm? Kies kannst Du eh nicht schütten und Dein DN 115 passt in eine 130er Bohrung.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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