Brunnenpumpe verhält sich merkwürdig, worauf muss ich beim Neukauf achten?

  • Hallo,


    ich habe einen Brunnen mit einer Einhell GC DW 1000 N (4,5 Bar, 6500l, 99mm Durchmesser) und folgendes merkwürdiges verhalten:


    Wasser steht bei 4 m

    Pumpe hängt bei 5,5m

    Alle Tests habe ich mit und ohne zwischengeschaltetem BRIO 2000 M Druckschalter gemacht, der ändert garnix liefert mir aber Werte für den Druck.


    Test 1 : Pumpe + 1 Zoll PE Rohr

    Gewaltiger Wasserstrahl, Brunnen nach einer minute leergepumpt


    Test 2: Pumpe + 1 Zoll PE Rohr + 1/2 Zoll Schlauch:

    Etwa 1 bis 2 m langer Wasserstrahl, Wasserstand im Brunnen konstant, das ist immer noch mehr Wasser als ich benötige,

    Druckmesser zeigt 3 Bar


    Test 3: Pumpe + Brio 2000 + zugedrehter Wasserhahn

    Druckmesser zeigt 4,1 Bar, natürlich kein Wasser


    Test 4: Pumpe + 1 Zoll PE Rohr + 1/2 Zoll Gartenschlauch + Gardena Aquazoom

    Druckmesser zeigt 3,9 Bar, der Aquazoom startet mit einem 4m Wasserstrahl, dieser verkürzt sich innerhalb von 10s auf 10 cm


    Dh sobald ich einen Aquazoom, oder eine Gardena Spritze anschliesse (habe 5 Geräte probiert die alle am Hauswasserhahn normal funktionieren) kommt so gut wie kein Wasser mehr raus. Gardena gibt 1,5 oder 2 Bar Mindestdruck für die Geräte an die sollten doch am Ende vom 8m Gartenschlauch noch da sein? Sobald ich das Gardena Gerät abziehe kommt wieder ein fast 2m langer dicker Strahl aus dem Schlauch.


    Die Pumpe läuft konstant und schaltet nicht ab.


    Habe mit Einhell telefoniert und der Mann am Telefon sagte das das normal sei die Tiefbrunnenpumpe funktioniert nicht unter Druck, da soll ich eine Tauchdruckpumpe kaufen.... aber die passt nicht in den Brunnen...


    Nun hab ich aber schon oft gelesen das andere Brunnenbenutzer problemlos ihre Spritzen/Regner mit einer Tiefrunnenpumpe betreiben...


    Die Pumpe nimmt Amazon zurück. die Frage ist nur worauf muss ich beim Neukauf achten?


    Vielen Dank und Viele Grüße


    Martin



  • die Tiefbrunnenpumpe funktioniert nicht unter Druck,

    Absoluter Blödsinn.

    Ob jedoch der Druck bei der gewünscheten Wassermenge ausreicht, wäre zu prüfen.


    Lies Dir dazu mal den folgenden Text durch und versuche das Beschriebene umzusetzen:


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge. Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich. Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen. Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser. Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar. Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft. Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ok das klingt sehr einleuchtend, hatte schon ähnliche Artikel gefunden und gelesen, leider verwies mich keiner auf die Kennlinie und der verlust wurde auch immer nur auf Höhe + 30% gerundet.


    Meine Pumpe liefert also 4,5 Bar bei 0l, das sind nur noch 4,1 Bar am Hahn und wenn der Sprenger einen Druck von über 3 Bar verursacht, liefert die Pumpe nor noch im milliliter Bereich... ok halbwegs kappiert... Mich wundert nur das da immer 3,9 Bar auf dem Druckmesser sind wärend der Sprenger nur tröpfelt, aber gut Pumpe zu schwach ist auf jeden Fall die Ursache.


    Wenn das so stimmt habe ich den meisten Verlust durch den langen Schlauch (0.9 Bar) und nicht durch die Höhe (0.5 Bar)

    (das ist das maximum an Schlauch, nicht was ich bisher getestet hab)


    So ein Gartensprenger braucht so 500 bis 1000l pro Stunde leider habe ich auf der Gardena Seite nix genaueres gefunden.


    Natürlich ist der Schlauch nicht immer gleich lang und die Verbraucher ändern sich auch. Aber da muss ich wohl Schätzen:


    Verlust an Druck: 0,6 bis 1,5 Bar

    Wasserverbrauch: 1500 bis 2000l pro Stunde.

    Benötigter Druck am Sprenger: 4 bis 6 Bar (4 wäre ok, bei 6 haben sie mnehr Reichweite mehr darf ich nicht)


    Also brauche ich eine Pumpe die etwa 2000l /h bei 6,5 Bar liefert.

    Sollte ich keine passende mit angegebener Kennline finden muss sie schon deutlich mehr als 6,5 Bar haben damit bei 6,5 Bar noch 2000l rauskommen.


    Richtig?

  • Verlust an Druck: 0,6 bis 1,5 Bar

    Das kann nicht ganz stimmen.

    Du hast 0,4 Bar Höhe und dann Dein 1/2 Zoll Schlauch.

    Bei 2000L/h und 30m Schlauchlänge sind das bereits 4,63 Bar, zusammen ca. 5 Bar.

    Dazu kommt der erforderliche Betriebsdruck des Sprengers und der Druckschalter!

    Mein Rat: sondere den 1/2 Zoll Schlauch baldmöglichst aus und ersetze ihn durch 3/4 Zoll.

    Dann sieht die Welt ganz anders aus. Und probiere dann nochmal deine Pumpe.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Naja ich habe an dem 1 Zoll Schlauch eine Weiche zu 2 1/2 Zoll Schläuchen zu jeweils max 1000l und nur 1er davon ist lang (20m)


    Zum testen hatte ich nur 5m 1/2 Zoll Schlauch verbaut und da reichte der druck für keinen der Regner auch nur annähernd.


    Aber sollte die neue Pumpe, welche auch immer es sein mag, kleinere Probleme haben tausche ich den Schlauch. Nur momentan kann ich mir nicht vorstellen das aus den 10cm Regner-Reichweite viel rauszuholen ist mit nem neuen Schlauch.

  • Das Phänomen ist schon interessant.

    Druckmesser zeigt 3,9 Bar, der Aquazoom startet mit einem 4m Wasserstrahl, dieser verkürzt sich innerhalb von 10s auf 10 cm

    Wo sitzt denn der Druckmesser?

    Welchen Druck zeigt das Gerät an, wenn sich der Wasserstrahl auf 10cm verkürzt?


    Der Aquazoom läuft am Wasserhahn einwandfrei?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ja ich habe 3 davon und noch andere Geräte alle funktionieren einwandfrei am Wasserhahn und so gut wie nicht mehr an der Pumpe.


    Der Druckmesser ist zwischen 1 Zoll Schlauch und Weiche, zeigt 3,9 Bar am tröpfelnden Aquazoom, bei geschlossenem Hahn 4,1 Bar und 3 Bar wenn ich den Aquazoom abziehe und laufen lasse.


    Pumpenidee:

    Agora Tec At 4 750/4

    4000l / 6,7 Bar

    Kennlinie schneidet bei 2000l/6 Bar


    Die gibt es auch mit 1100W und 8,1 Bar, die kostet sogar weniger.

    Dann kann es aber passieren das ein einzelner Sprenger mal mehr als 6 Bar abbekommt... Halten die meisten Gardene Geräte auch mal 7 Bar aus?

  • und 3 Bar wenn ich den Aquazoom abziehe und laufen lasse.

    Hier stimmt was nicht. Wenn der Druckmesser an der Weiche sitzt und nach der Weiche bei abgezogenen Aquazoom mit 5m 1/2 Zoll Schlauch 3 Bar anzeigt, dann ist etwas nicht in Ordnung. Der Druck müsste in diesem Fall deutlich geringer sein.

    Versuch doch mal den Aquazoom ohne die Weiche direkt am 1 Zoll Schlauch zu betreiben.

    Oder mit einem Adapter direkt mit dem 1/2 Zoll Schlauch an den 1" Schlauch.

    Test 2: Pumpe + 1 Zoll PE Rohr + 1/2 Zoll Schlauch:

    Etwa 1 bis 2 m langer Wasserstrahl, Wasserstand im Brunnen konstant, das ist immer noch mehr Wasser als ich benötige,

    Druckmesser zeigt 3 Bar

    Ich geh mal davon aus, dass hier noch die Weiche zwischensitzt.



    Es hat keinen Zweck eine neue Pumpe auszusuchen, wenn der Anlagenfehler nicht gefunden wird.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Zitat

    Oder mit einem Adapter direkt mit dem 1/2 Zoll Schlauch an den 1" Schlauch.

    Genau das habe ich bei Test 4 getan, natürlich kenne ich den Druck dabei nicht aber der Regner "strahlt" 10cm weit. Ich habe alle 4 Tests oben mit und ohne Brio+Weiche durchgeführt.

    Ob die Weiche+Druckschalter dazwischen ist oder nicht hat in keinem der Fälle auch nur den kleinsten Unterschied gemacht.


    Mein Nachbar war dabei, der hat schon einige Brunnen gebaut und hatte am Ende nur Fragezeichen im Gesicht. Der hat den Aquazoom dann zu seiner Pumpe geschafft und da lief er normal...


    Sobald ich den Regner abziehe kommt ein dicker Wasserstrahl von fast 2m aus dem Schlauch...

  • und hatte am Ende nur Fragezeichen im Gesicht.

    Die habe ich langsam auch.

    Druckmesser zeigt 3,9 Bar, der Aquazoom startet mit einem 4m Wasserstrahl, dieser verkürzt sich innerhalb von 10s auf 10 cm

    Dieses Verhalten ist nicht nachvollziehbar. Als wenn im Betrieb der Wasserfluss in der Anlage durch irgendetwas behindert würde, oder ein "Speicher" sich leert.

    Nur der Druck am Druckmesser MUSS runtergehen, wenn der Auslauf frei ist. So 0,5 bis max. 2 Bar.



    Schade. dass ich die Pumpe nicht auf meinem Pumpenprüfstand habe. Hört sich toll an, steckt aber kaum was dahinter.

    Man kann eine Pumpe ganz leicht prüfen, indem man ihren Ausgangsdruck misst und die Wassermenge mit einem Schieber oder Kugelhahn variiert. Wenn man dann noch einen Wasserzähler dazuschaltet, kann man die komplette Pumpenkennlinie aufnehmen.

    Ohne eine solche Messung kann ich jetzt leider nichts mehr dazu sagen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ja ok, naja die Pumpe habe ich heute zurück geschickt (ging nur noch 2 Tage) und jetzt ist die Frage welche Pumpe ich kaufen sollte.


    Ideal wäre 7,5 Bar / 4000l denke ich.


    Von Agora Tec gibt es aber nur 6,7 und 8,1 Bar, halten die Gardena Schläuche, die Weiche und die Regner auch mal 7,5 Bar aus oder sollte ich die 6,7 Bar Pumpe kaufen?


    Oder gibt es von einer anderen Firma etwas empfehlenswertes? (am besten unter 300€^^)


    Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für deine Hilfe, ich weiss jetzt deutlich mehr, auch wenn noch einige Fragezeichen in meinem Kopf übrig sind^^


    PS:

    Habe mit Gardena telefoniert, die sagten mir maximal 5 Bar für die Geräte was mir sehr wenig vorkommt... aber die haben mit eine Durchflusstabelle geschickt die meine 2000l/h Theorie bestätigt.

  • deal wäre 7,5 Bar / 4000l denke ich.

    Soll das der Arbeitspunkt sein?

    Von Agora Tec gibt es aber nur 6,7 und 8,1 Bar, halten die Gardena Schläuche, die Weiche und die Regner auch mal 7,5 Bar aus oder sollte ich die 6,7 Bar Pumpe kaufen?

    Die Frage stellt sich nicht oder ist Dein 1" Schlauch auch so schwach dimensioniert?


    Ich glaube, Du hast die Kennlinie von Pumpen noch nicht ganz verstanden.

    Lies Dir mal folgendes durch, dann kannst Du die für Dich optimale Pumpe ohne Probleme finden:


    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar haben, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb. Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich. Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar. Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wir immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge. Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Da hab ich das wahrscheinlich schlecht formuliert.


    Die AgoraTec 750-4 hat einen idealen Arbeitspunkt von 2000l / 6 Bar. (genau zwischen den beiden vertikalen Linien und in der Mitte des Diagramms.


    Diagramm:

    https://www.agora-tec.de/shop/…0W-4-15m-Kabel::2225.html

    (auf mehr Bilder klicken)


    Das ist die die ich im Moment favorisiere.


    Es gibt auch die Agora Tec 1100 die bei 2000l 7,2 Bar liefert und eben 8,1 Bar wenn ich den Hahn abdrehe.


    Die Watts sind mir egal, die kommen dann aus der Solar Anlage, also Frage ich mich nur ob mein Beregnungszeug 7,6 Bar bzw 7 Bar wenn das Wasser läuft aushält.

    Schläuche und Druckschalter sind für 10 Bar ausgelegt. Aber laut Gardena Hotline sollten die Sprenger mit max 5 Bar laufen.


    Also werde ich wohl die 750er kaufen.


    Logik so ok?

  • Aber laut Gardena Hotline sollten die Sprenger mit max 5 Bar laufen.

    Aus Gründen des Wirkungsgrades oder wegen Zerstörungsgefahr?


    Wenn halt bei Dir unterschiedliche Wassermengen abgerufen werden und es dadurch zu unterschiedlichen Drücken an den Verbrauchern kommt, bleibt nur der Einbau von Druckminderern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Naja das war ne Hotline, die Frage hatte ich ihr gestellt und sie hat halt nur den einen Wert von 5 Bar...


    Ich könnte den Bermad Druckminderer regelbar 3,5-6,0 bar, 3/4" Innengewinde kaufen.


    Ist so etwas empfindlich gegen kleinere Mengen feiner Sand? Ansonsten hab ich halt damit ein weiteres Teil in der Kette das Fehler verursachen kann...




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