Bohrbrunnen 2" mit Saugpumpe KLarpumpen bzw. Klarspülen

  • Hallo liebe Brunnenbauergemeinde,


    zunächst möchte ich mich gerne kurz vorstellen, meine Name ist Stefan, ich wohne in der Nähe von Dortmund, bin 32 Jahre alt.


    Seit 2 Tagen habe ich nun einen Bohrbrunnen im Garten bestehend aus:



    Gebohrt wurde bis zunächst bis zur Mergelschicht. Diese began in 10m Tiefe. Bis zur Mergelschicht wurde dann ein feuerverzinktes Stahlrohr 2" 3mm stark eingetrieben. Aufgrund von Fließsand war dies sehr schwierig und das Rohr musste gestückelt und immer wieder geschweißt werden. Spülen- schlagen-schweißen.


    Anschließend wurde durch das Standrohr/ Stahlrohr weiter gebohrt. Weil beim bohren immer wieder nur sehr dünne weichere Schichten (die vermutlich wasserführend wären) gefunden wurden, ging man auf Nummer sicher und hat bis auf 25m gebohrt.

    Der Mergel war ausgesprochen hart und konnte nur 1,5m pro Stunde gebohrt werden. Ton Sand, oder Kies gab es nicht.. nur Mergel.


    Das Stahlrohr sollte nun das Bohrloch ausreichend und 100%ig dicht gegen "Einrieselungen" oberhalb der Mergelschicht abdichten. In der Mergelschicht selbst soll sich wohl nicht smehr bewegen bzw. riesel, so dass das BBohrlich in dieser schicht nicht weiter geschützt, oder präpariert werden muss.


    Ein erster Test mit der Pumpe zeigt 500-1000l/h konnten ohne Probleme konstant gepumpt werden. Erst als die Pumpe mit 2500l/h einmal voll aufgedreht wurde, lief das Loch leer, die Pumpe wurde gedrosselt und konnte ohne weiteres gleich wieder weiter pumpen weil genug Wasser nachlief. Es wurde auch relativ zügig ziemlich klar.


    Nun habe ich meine Pumpe angeschlossen. 10m 1" Saugschlauch in das Stahlroh, also bis kurz vor das Ende vom Stahlrohr und los gings_ Pumpe läuft konstant mit ca. 1000-1200l/h.


    Frage: Um die Brunnenöeistung nach den gegebenen Umständen zu maximieren und die Wasserqualität zu optimieren. Wie sollte ich beim "Klarpumpen" vorgehen.


    Wenn ich mit 1000l/h Stunde pumpe ist das Wasser eigentlich schon recht klar. Gebe ich dann aber kurzzeitig voll Stoff und sauge quasi das Rohr einmal wieder leer. Kommt anschließend wieder milchiges vom Mergelstaub getrübtes Wasser.


    Meine Überlegungen:


    Umso mehr Staub zwischen den Gesteinen ausgespült wird, um so mehr und schneller kann Wasser in das Bohrloch nach fließen.


    Pumpe ich nur schwach saugt der Schlauch nur das Wasser aus der unmittelbaren ""Nähe" zum Schlauch an und spült nur die Gesteine in der Nähe.


    Wenn ich dann mal voll aufdrehe sauge ich ja heftiger und spüle somit evtl auch die etwas tiefer liegenden Gesteinsschichten und erhöhe somit evtl. die Förderleistung???


    Ich möchte vorwegnehmen, dass ich keine zusätzlichen Filtermaterialien ins Bohrloch kippen möchte, kein Kies, kein Ton, keine geschlitzten Rohre. Ich mag die Idee so simple wie möglich... Standrohr und nackter Schlauch ohne Alles im Bohrloch sehr gut. (Rückschlagventil sitzt gleich in der Pumpe und funktioniert, Wasser kommt sofort) Es geht tatsächlich eher darum wie am effektivsten klarpumpe mit meiner Saugpumpe.



    Danke für die geduldigen Leser die es bis hier hin geschafft haben und für die hoffentlich konstruktiven Beiträge.



    Stefan

  • Ich bin ein Freund klarer Worte, deswegen (bitte nicht böse sein):

    Danke für die geduldigen Leser die es bis hier hin geschafft haben

    Die Geduld war auch erforderlich.

    Viel geschrieben mit wenig Informationen die verarbeitbar sind.


    Ich fasse mal zusammen und stelle einige Fragen:


    Bohrtiefe 25m. Wie wurde gebohrt, d.h. welches Bohrverfahren?

    Welcher Bohrdurchmesser?

    In welcher Tiefe liegt der Grundwasserspiegel?

    Bis hier hin wurde dann ein feuerverzinktes Stahlrohr 2" 3mm stark eingetrieben.

    Warum ein Stahlrohr? Warum getrieben? War die Bohrung nicht gross genug? Kleiner als 2"?

    Anschließend wurde durch das Standrohr weiter gebohrt.

    Durch welches Standrohr? Von einem Standrohr war bis jetzt nicht die Rede.


    Was befindet sich im Augenblick im Bohrloch? Gar nichts mehr?


    Das teil uns bitte erst mal mit, damit wir eine Vorstellung von dieser doch recht seltsamen Bohrung bekommen.


    Da es Dir aber um das Klarpumpen geht:

    Welche Ratschläge hat Dir denn der Brunnenbauer zum Klarpumpen gegeben und in welche Tiefe sollst Du seiner Meinung nach die Ansaugschlauchöffnung bringen?


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ich Bitte die ungenaue Ausdrucksweise zur entschuldigen, da ich absoluter Laie bin kenne ich mich mit den Fachtermini nicht gut aus.


    Da ich erst selbst an der Baustelle eingetroffen bin, nachdem das Stahlrohr bereits im Boden war, kann ich nicht genau sagen, in welcher Größe hierfür vorgebohrt wurde. Das Hauptproblem beim einlassen/eintreiben des Stahlrohrs, welches ich möglicherweise falsch als Standrohr bezeichnet habe, war wohl der Fließsand.


    - Bei anderen Bohrungen würde das Rohr teilweise regelrecht hineinfallen. Das verhinderte hier der Fließsand, so dass immer wieder nachgespült und mit dem Hammer nachgeholfen wurde, so weit ich das verstanden habe. Stahrohr wurde verwendet weil kein Vertrauen in Kg Rohre. diese hätte man zum Bsp. unmöglich mit einem Hammer einschlagen können und da es ein Hobbybohrer war, waren die technischen Mittel begrenzt. Stahl hält, ist dich, stabil keine Ahnung...


    Es wurde ein Bohrer aus dem Bergwerk verwendet mit Bohrgestänge. Motor an Winde auf einem Gerüst und unten nochmal eine Führung.


    Nun sind im Boden 10m Stahlrohr und dann nichts mehr... Den Saugschlauch sollte ich so ca. 8m einhängen, evtl. auch noch 2m tiefer hab ihn "einfach" 10m tief eingeschoben.


    Zum Klarpumpen wurde gesagt die nächsten 14 Tage ruhig jeden Tag mal 1-2 Std. pumpen. Mit welcher Förderleistung wurde nicht genau gesagt. Ich nehme an so viel, dass die Durchflussmenge konstant bleibt und die Pumpe nicht trocken läuft!?


    Werde evtl. Morgen mal eine Schnur in das Stahlrohr fallem lassen um herauszufinden wie weit die Wassersäule unter der Erdoberfläche steht. Bisher kann ich dazu keine Angaben machen.

  • tiefer hab ihn "einfach" 19m tief eingeschoben.

    Das war ein Fehler. Wenn Du Laie bist, warum hälst Du Dich nicht an die Vorgaben des Brunnenbauers?


    Zum einen: Die Tiefe des Grundwasserspiegels hast Du noch nicht angegeben.

    Zum anderen: Die grösste Saugwirkung ist im Bereich der Ansaugöffnung des Schlauches. Deswegen war es richtig vom Brunnenbauer eine Tiefe innerhalb des Stahlrohres vorzuschlagen, um abrasive Wirkungen der starken Wasserströmung zu vermeiden.

    Wenn Du jetzt den Schlauch in den ungeschützten Bereich hängst, kann die Brunnenwand beschädigt werden, vor allem, wenn volle Pulle gesaugt wird.


    Du solltest

    1. Die Tiefe des Brunnens ausloten um festzustellen, ob durch das falsche Ansaugen bereits der Brunnen an Tiefe verloren hat.

    2. Die Tiefe des Grundwasserspiegels messen.

    3. Den Ansaugschlauch in den Bereich des Stahlrohres hängen.

    4. Dringenst darüber nachdenken, ob Du das Loch nicht verrohrst, um ein Einfallen im Laufe der Zeit zu vermeiden. Da das Wasser in unterschiedlichen Tiefen zufliesst, müsste der Brunnen mit Filterrohr ausgekleidet werden. Nicht zum Filtern, sondern zum Abstützen. Ob dies allerdings durch das Stahlrohr überhaupt noch möglich ist, müsste geprüft werden.

    So hast Du ein 2" Loch im Boden in zum Teil unbekannten Bodenschichten. Ich gehe davon aus, dass kein Schichtenverzeichnis angelegt wurde, oder hast Du sowas erhalten?

    Ob dieses Loch dauerhaft so erhalten bleibt, ist mehr als fraglich. Es ist ja kein Fels.

    Das Brunnenprinzip, Wasser aus diesen Böden durch Bohrlochlänge zu gewinnen, ist o.k. Der Durchmesser von 2" allerdings nicht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • zum Glück habe ich tatsächlich erst einmal ohne Druckminderer, also Düse auf dem Schlauch gepumpt und das auch nur für 20-30 Sekunden. Zudem durch einen 1/2 Zoll Druckschlauch der die Fördermenge ohnehin gedrosselt haben dürfte. Einen Schaden am Bohrloch würde ich also erstmal ausschließen.


    Werde aber auf jeden Fall den Schlauch wieder auf 8m hängen. (unsere Beiträge bzw. meine Überarbeitung und Deine Antwort haben sich überschnitten... er hängt jetzt bei 10 und nicht bei 19m.


    Ein Schichtverzeichnis gibt/ gab es nicht. Wie gesagt ein Rentner der als Hobby Brunnen bohrt.


    Was die Bedenken mit dem Einfallen des Bohrlochs betrifft kann ich mich nur an die Erfahrungswerte des Brunnenbauers halten, der dieses Prinzip seit 20 Jahren anwendet und alle seinen Brunnen laufen noch. Auch im Bekanntenkreis habe ich bisher nichts von Filterkies, Tonkugel, Filterrohr oder dergleichen gehört und die Brunnen werden zum Teil in der dritten Generation betrieben. Sollte da mal was einrieseln würde das weggespühlt, weil das Wasser ohnehin immer in Bewegung wäre... ??? So sollte sich das Bohrloch auch mit der Zeit immer weiter ausspülen und sich sogar eine Art Zisterne bilden, die das Bohrloch in den ersten zwei Jahren sogar noch ergiebiger werden lassen, als es direkt nach dem Bohren ist.


    Aber um noch mal auf das eigentliche Thema des Klarpumpens zu kommen:


    - Ich muss also nicht bzw. sollte auf keinen Fall versuchen bis in 25m klar zu pumpen, indem ich immer mal wieder die Förderleistung kurzzeitig maximiere, um auch den feinen Mergelstaub aus den tieferen Schichten abzupumpen. Oder sogar den Saugschlauch auch mal in tiefere Schichten hänge um von dort den Staub abzusaugen und die tiefen wasserführenden Schichten "ertragreicher" zu machen.


    - Es reicht also, wenn ich den Saugschlauch bei 8m innerhlab des Stahlrohrs lasse und nur so viel pumpe, wie der Brunnen aktuell ohne Unterbrechnung liefern kann.


    - Das Klarpumpen und die teilweise Zunahme der Förderleistung kommt dann von ganz alleine. ( Wie gesagt ich hatte tatsächlich gedacht, dass ich aus den einzelnen Wasserführenden Schichten den Staub "rausziehen" muss damit diese mehr Wasser liefern)

  • und sich sogar eine Art Zisterne bilden, d

    Also ein Hohlraum im Boden. Unverantwortlich.

    Schon mal was davon gehört, dass Hohlräume im Boden zum Einbruch neigen? Das kann ja durchaus Jahre, Jahrzehnte dauern.

    Aber es ist Dein Brunnen, Du trägst die Verantwortung und der Hobbybrunnenbauer dürfte, wenn was passiert, u.U. nicht mehr unter den Lebenden weilen.

    So ganz nebenbei:

    Was sagt denn die untere Wasserbehörde zu 25m tiefen Brunnen, zu denen kein Schichtenverzeichnis und kein Brunnenausbauplan bei der Anmeldung vorgelegt werden?


    Ich habe nichts gegen hobbymässig angelegte Brunnen, dafür ist das Forum ja auch da. Man sollte aber dabei die gängigen Regeln einhalten.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Naja auch ein Filterrohr könnte ja einen Hohlraum durch Ausspülungen nicht hundertprozentig verhindern. Aber bei einer Mergelschicht von ca. 15m dicke durch die man nur mm-weise mit einem 1-2" Bohrer vorwärts kam, da halte ich das mit der Hohlraumbildung auch für nicht realistisch. Das war wohl eher im übertragenen Sinne gemeint.


    Aber bevor jetzt hier endlos über Mutmaßungen debatttiert wird, nicht böse gemient, aber es geht immer wieder am Tehma vorbei. Gibt es noch konstruktive Ratschläge zum Klarpumpen. Kann durch ein richtiges Klarpumpen die Förderleistung tatsächlich erhöht werden?


    Die Anmeldung war problemlos, nach einem Schichtverzeichnis wurde nicht gefragt. Nur Grund der Entnahme, voraussichtliche Entnahme-Menge, wo wird das entnommene Menge eingesetzt bzw. wie fließt es ab. Bohrtiefe und eingesetzte Materialien, Art und Typ der Pumpe. Flurstück, Grundstückseingentümer.

  • Gibt es noch konstruktive Ratschläge zum Klarpumpen.

    Zum Klarpumpen lies:

    http://www.brunnen-dienst.de/i…tungen/brunnenentwicklung


    Erläuterung: Einen Filterkuchen gibt es bei Dir nicht, da z.B.Betonit nicht benutzt wurde.

    Du wirst erkennen, dass man Dein "Loch" gar nicht klarpumpen kann.

    Es gibt keinen Filter, es gibt keine Sandschichten bzw. Lockergestein.

    Du förderst keinen Sand.

    Was willst Du fördern, um die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen und um die Schicht um Deinen (nicht vorhandenen) Filter zu verbessern?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Nun ja wie ich Anfangs schon einmal erwähnte war das Wasser nach gut 2 Stunden pumpen schon mehr oder weniger Glas klar, es war lediglich eine minimale milchige Trübung übrig die auch auf den Mineraliengehalt zurück zu führen sein könnte. Ich habe etwas davon in ein Glas gepumpt und über Nacht stehen lassen. Auf dem Boden waren auch keine Ablagerungen mehr zu erkennen, wenn überhaupt dann minimal.


    Lediglich nach dem ich kurz auf hochtouren gepumpt habe, war wieder deutlicher "Mergelstaub" im Wasser zu erkennen.


    Wenn ich also streng genommen durch Stein gebohrt hätte... könnte ich natürlich nichts filtern, müsste ich dann ja aber auch nicht. Ich werde sehen wie es sich mit der Zeit entwickelt.


    Bei meinem Schwiegervater z.B wurde auch nur bis auf 8m Tiefe ein KG-Rohr gesetzt um ein Zufallen des Borhlochs zu verhindern, weiter wurde nichts zur Filterung eingesetzt, oder unternommen. Der Brunnen läuft seit 1992 und dieses Jahr wurde damit ein 2000l Pool befüllt. - Auch hier keine Trübung im Wasser zu erkennen, bestenfalls eine leicht rotbraune Einfärbung, die aber widerum auf den erhöhten Eisengehalt zurück zu führen ist, welcher sich ohnehin nicht Filtern ließe.


    Es mag je nach Bodenart zwingend notwendig zu sein zu Filtern, aber nicht generell. Gibt schließlich auch genug natürliche Quellen, die durch etliche Schichten laufen und trotzdem als klares Trinkwasser zu Tage treten.


    Ich bedanke mich auf jeden Fall für´s Erste für Ihre zügigen Rückmeldungen. Ich warte nun noch mal ab, ob noch der ein oder andere mir vielleicht mit eigenen Erfahrungen bei einem ähnlich aufgebauten Brunnen ebenfalls etwas weiterhelfen kann.

    Darf ich noch kurz Fragen woher Ihre Erfahrungen/ Fachwissen kommen/t, damit ich Ihre Aussagen für mich besser verifizieren kann.


    P.S.: Was ich von meinem Schwiegervater weiß ist, dass nach Fertigstellen des Bohrlochs zunächst mit einer Schwengelpumpe das "grobe" Sediment abgesaugt wurde. Dieser Schritt fehlt bei mir defintiv, es wurde gleich die Saugpumpe mit Vorfilter angeschlossen.

  • Mein letzter Beitrag bezog sich nicht auf die fehlende Filterung (es gibt ja nichts zu filtern) sondern auf das Thema Klarpumpen.

    Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass der Brunnen nicht klargepumpt werden kann.

    Bei niedriger Belastung wird er relativ klares Wasser liefern, bei höherer Belastung wird die Austrittsgeschwindigkeit des Wassers aus den Brunnenwänden so gross, dass immer kleine Teile ausgespült werden. Der Wasseraustritt erfolgt ja nicht gleichmässig über die 15m sondern das Wassser wird den Weg des geringsten Widerstandes nehmen. Also haben wir auch unterschiedliche Austrittsgeschwindigkeiten aus der Bohrlochwand.

    Filterrohre würden dabei nichts ändern, nur die Bohrwand abstützen.


    Da ein Bohrprofil fehlt, kann man dazu keine genaueren Angaben machen.


    Bei meinem Schwiegervater z.B wurde auch nur bis auf 8m Tiefe ein KG-Rohr gesetzt

    Bei einer 2" Bohrung?

    KG Rohr hat übrigens im Brunnenbau nichts verloren.


    Meine Erfahrungen beruhen auf einigen mit hobbymässigen Mitteln gebauten Brunnen bis 20m Tiefe mit Arbeitsrohren im Rhein Main Gebiet. Speziell geht es dabei um die Förderung sandfreien Wassers aus Feinsandschichten.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Wie gesagt ich habe das nicht immer alles hinterfragt.. ob es jetzt KG Rohre sind und ob der Schwiegervater auch nur 2" gebohrt weiß ich tatsächlich nicht.


    Wichtig für mich ist ja eigentlich nur, dass ich bei ausreichendem Druck für einen Rase

    Rasensprenger, so sauberes Wasser fördern kann, so dass der Sprenger sich nicht zusetzt und ich auf dem Rasen, oder im Beet ständig einen Grauschleier habe. Ob das Planschbecken, oder der Pool in 2, oder in 10 Stunden vollläuft ist mir nicht wichtig.


    Heute Morgen bin ich wie folgt vorgegangen: Zunächst mit mäßiger "Kraft" klares Wasser gepumpt. Dann kurz mit voller ""Kraft" bis der Wasserdruck dann abfiel und nur noch wenig Wasser gefördert wurde. Hiermit wollte ich tatsächlich absichtlich die etwas tieferen Schichten aufwirbeln, um nun wieder mit halber Kraft für " Stunden den aufgewirbelten Staub abzupumpen, um so nach Möglichkeit den Brunnen möglichst tief klar zu pumpen, damit in Zukunft auch bei etwas größerer Fördermenge noch klares Wasser zu haben.


    Aber hier habe ich wohl den Denkfehler, wenn es stimmt was du sagst, dass bei höherer Fördermenge quasi unendlich Staub aus der Bohrwand ausgespühlt würde und dieser nicht nach X-Stunden abgepumpt werden kann, so dass wirklich nur noch gröbere, feste und unbewegliche Bestandteile in der Bohrwand übrig bleiben.


    - Noch, mal ich dachte ja tatsächlich, dass wenn der Staub aus der Bohrwand ausgespült würde, automatisch mehr Wasser hindurchfließen kann und eben auch klareres. Aber da habe ich mich wohl "verrechnet" Die Zeit wird zeigen wie viel ich aus dem Brunnen bekomme und vor allem wie lange. Drückt mir einfach mal die Daumen.


    Einen Fehler beim Klarpumpen kann ich also nicht machen, dass ich beispielsweise in den ersten 2 Wochen zu wenig fördere und somit versäume durch das Bohren losgelöste Partikel ab zu pumpen, anstatt ihnen die Gelegenheit zu geben sich abzusetzen. Oder anders ich fördere zu viel und zu stark , so dass das Bohrloch doch stückweise "zufällt".

  • Ich schieb das hier kurz ein weil es ja mit dem Thema zusammenhängt:


    Stimmt es denn eigentlich, dass die mögliche Fördermenge eines Brunnen anfangs noch zunimmt?


    - Mir wurde gesagt die volle Leistung des Brunnens sei meist erst nach einer kompletten Saison erreicht. Ich sollte mir also keine Sorgen machen wenn ich jetzt am 2-3 Tag nur 800l/h die Stunde konstant pumpen könne, dass würde mit Sicherheit noch mehr.


    Ist da was wahres dran?

  • Ist da was wahres dran?

    Das ist im Prinzip richtig, trifft jedoch auf Brunnen zu, die in "Lockergestein" errichtet wurden, wie Sande und Kies.

    Dort werden in den wasserführenden Schichten im Laufe der Zeit millimeterfeine Gänge frei-bzw. grösser gespült. Das zeigt sich daran, dass bei diesen Brunnen am Anfang Sand gefördert wird, dessen Menge immer weniger wird. Allerdings nimmt auch die Filterwirkung zu.

    Ich zitiere mal aus dem Dir gesandten Link:

    "Somit ist es möglich, alle lös- und austragbaren Feststoffe wie Schluff- und Feinsandkorn sowie Ocker- und Manganpartikel, mit ausreichender Strömungsgeschwindigkeit, also Schleppkraft, durch die nutzbaren Porenkanäle durch den Brunnenfilter in den Brunnen zu transportieren und abzufördern."
    Dein "Brunnen" scheint aber in einer reinen Mergelschicht erstellt worden zu sein, da gibt es nichts auszuspülen, da das Material immer vorhanden ist und sozusagen nie abnimmt.


    Du bist des "Schreibens" kundig, was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, aber Physik und Technik scheint mir nicht so Dein Ding zu sein.

    Der Dir gesandte Artikel behandelt eigentlich alle Deine Fragen vollständig.

    Gruss

    kg49




    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Das wovon du jetzt sprichst meinte ich mit ausspülen und Hohlraumbildung. Und daher wollte ich bis in die Tefen meines Bohrlochs "Klarpumpen," um auch diese Schichten auszuspülen.


    Und ja Geologie und Physik sind jetzt nicht mein täglich Brot. Sonst bräuchte ich dieses Forum nicht und müsste mir dass auch nicht auf´s Brot schmieren lassen aber danke noch mal für den Hinweis.


    Dein Link hat mir schon Einiges über Brunnenentwicklung und Klarspülen/-pumpen erklärt, allerdings waren 90% der dort genannten Dinge für mich nicht zutreffend. Da ich die technischen Mittel nicht habe um diese durchzuführen.


    Deinem Zitat voran steht unter anderem dieser Abschnitt:


    "Die Verwendung einer symmetrischen Doppelkolben Kammer, statt des klassischen Entsandungsseihers, bei gleichzeitigem Eintrag von Druckstößen durch Impulsverfahren, oder das Erzeugen von Druckswankungen durch langsames Auf- und Abbewegen der Hochleistungsensandungskammer, und /oder durch gleichzeites Schocken mittels intermitierenden Pumpenbetriebes (regelmäßiges Ein- & Ausschalten der Brunnenpumpe) macht es möglich, eine leistungsgesteigerte Intensiventsandung mit extremen Feststoffaustragsraten durchführen zu können. Das gilt sowohl für Vertikal- wie auch für Horizontalfilterbrunnen." Oder reicht es wenn ich meine Pumpe in kurzen Abschnitten ein und ausschalte während sie unter Vollast läuft?

  • Da ich die technischen Mittel nicht habe um diese durchzuführen.

    Selbst wenn Du sie hättest, was wolltest Du damit bei diesen Bodenverhältnissen anfangen?

    eine leistungsgesteigerte Intensiventsandung mit extremen Feststoffaustragsraten durchführen zu können

    Was willst Du bei Dir entsanden?

    Wenn Sand da wäre, würdest Du ihn im Filter finden und dann hätte ein Filter in der Bohrung gesetzt werden müssen.


    So kannst Du machen was Du willst, nach meinem bisherigen Kenntnisstand Deiner Brunnenbohrung wird sich nicht viel ändern.

    Evtl solltest Du einmal im Jahr die Brunnentiefe ausloten, ob sich da etwas verändert hat.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

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