100 Jahre alten Schachtbrunnen (40m) im oberen Teil ca. 14 m sanieren

  • Hallo,


    ich habe einen Schachtbrunnen mit 40 m Gesamttiefe, der obere Teil ist ca. 14 m tief und besteht aus einem Zylinder mit gemauerter Wand aus Ziegel. Zwischen den Ziegeln drückt nun das Wasser aus der Oberfläche bei Regen leicht durch und läuft innen nach unten und schließlich in den Pumpenschacht. Der obere gemauerte Ring hat einen Durchmesser von ca. 2m.


    Was kann ich gegen das eindringen von Wasser im oberen Bereich langfristig machen?


    Besten Dank

  • Bis zu welcher Brunnentiefe dringt im oberen Bereich das Wasser durch den Mörtel?

    Seit wann drückt das Wasser durch den Mörtel? ca. Monat, Jahr

    Hat es um diesen Zeitpunkt bauliche Veränderungen in der Umgebung des Brunnens gegeben?

    Aus was bestehen die Brunnenwände ab -14m?

    Wie tief liegt der Grundwasserspiegel im Brunnen?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

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  • Hallo das Grundwasser drückt seit Herbst, nach dem trockenen Sommer leicht rein. Sonst gab es keine baulichen Veränderungen. im unteren Teil des Brunnens ist ein Stahlrohr. Grundwasserspiegel weiß ich leider nicht.


    Das Wasser drückt im unteren Bereich (ca. 1m) des 14 m Schachsts rein.

  • Um einen Rat geben zu können, ist es erforderlich, sich einen Brunnen genau vorstellen zu können. Hier sind einige Dinge noch unklar.

    ich habe einen Schachtbrunnen mit 40 m Gesamttiefe,

    im unteren Teil des Brunnens ist ein Stahlrohr.

    Ich denke, Du hast einen Schachtbrunnen? Ein Stahlrohr ist kein Schachtbrunnen.

    Fertige dazu mal eine Zeichnung des Brunnens an (Brunnenausbauplan) mit den entsprechenden Durchmessern der Brunnenabschnitte.

    Bei einem Stahlrohr: Wie gelangt das Wasser in den Brunnen? Ist der Querschnitt des Rohres so gross oder gibt es einen Filter?

    Grundwasserspiegel weiß ich leider nicht.

    Das dürfte ja kein Problem sein, das auszumessen.


    Ohne diese Kenntnisse ist eine Beurteilung nicht möglich. Gut wäre auch zu wissen, in welchem Bodenmaterial der Brunnen sich befindet. Zumindest die ersten 14m.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo,


    es ist eine Kombination aus Schacht und Bohrbrunnen. Da der Brunnen über 100 Jahre alt ist, habe ich bis jetzt keine Zeichnung gefunden.

    Der Schacht hat einen Durchmesser von ca. 2,5m und das Stahlrohr unten im Bohrbrunnen ca. 35 cm Durchmesser. In diesem Rohr sitzt eine Tauchpumpe. Das Stahlrohr steht ca. 30 cm über dem Boden im Schacht herraus, wenn jedoch zuviel Wasser aus der Ziegelmauer des Schachts sich sammelt läuft es in das Stahlrohr hinein.


    Zum Material kann ich nichts sagen, der Brunnen ist auf der schwäbischen Alb, hier ist alles aus Kalkstein. Ausserdem befindet sich der Brunnen am Hang eines kleinen Berges, vom Platteau bis zur Oberkante des Brunnens ist es eine Höhendifferenz von ca. 15 m


    Zum Grundwasserspiegel messen, wie mache ich das am besten?

  • Ja, jetzt kann man sich etwas unter dem Geschilderten vorstellen.


    Die Grundwassertiefe wird z.B. bestimmt, indem man an einem Seil ein Gewicht in den Brunnen hinab lässt.

    Wenn es ruhig ist, hört man das Gewicht, wie es in das Wasser eintaucht.

    Mit etwas Gefühl merkt man auch die Gewichtsabnahme durch den Auftrieb, wenn das Gewicht im Wasser ist.

    Danach Seillänge ausmessen.


    Jetzt zum geschilderten Problem.

    Häufig werden Schachtbrunnen trocken gemauert, d.h. es ist überhaupt kein Mörtel zwischen den Steinen. Der Wasserzufluss ist ja gewünscht.

    Hier liegt die Situation etwas anders.

    Wir haben hier einen senkrechten Schacht, an dessen Grund ein Bohrbrunnen errichtet wurde. An der Schachtmauer kommt es jetzt nach Jahren, wenn nicht nach Jahrzehnten zu einem Wassereinbruch.

    Zwei Gründe sind vorstellbar.

    1. Das Wasser von aussen war schon immer da, nur war der Mauermörtel bis jetzt dicht.

    2. Da der Einbruch in 14m Tiefe erfolgt, Hanglage besteht, ist es durchaus denkbar, dass es aus nicht direkt ersichtlichen Gründen zu einer Verlagerung von Wasserströmungen im Hang gekommen ist.


    Denkbare Lösungsansätze, zu denen Vorschläge weiterer User sehr willkommen sind:

    Es gibt Dichtungsputze für Kellerwände, die man ausprobieren könnte.

    Im Grunde Pfusch, da die Dichtung von aussen angebracht werden sollte.

    Man könnte es ausprobieren, ob das Wasser dann höher steigt und darüber wieder austritt, ist unbestimmt.

    Drückendes Wasser ist ein Problem. Man kann es natürlich auch laufen lassen. D.h. mit einer ringförmigen Rinne auffangen und in den Brunnen leiten. Dann bleibt der Boden trocken. Vorher jedoch das Wasser auf Bestandteile analysieren lassen.

    Mehr fällt mir z.Zt. auch nicht ein.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo, danke für die schnelle Antwort.


    Es gibt ein Füllmaterial, das in die Fugen geleitet wird und sich dann ausdehnt. Wird in Kellerräumen verwendet, aber wie gesagt, ist es nichts für die Ewigkeit.


    Aktuell pumpe ich das Wasser was sich am Schachtboden sammelt immer ab, ist aber eben auch keine Dauerlösung. Das Oberflächenwasser in meinen Brunnen läuft, möchte ich nicht.


    Meine Idee war, den Brunnnen auszubetonieren, Boden und einen Ring aussen nach oben.

    Was halten die anderen User von dieser Methode, eventuell noch eine Folie zwischen Ziegelmauer und Beton

  • Wenn es sich hier wirklich um Tagwasser handelt, dann kontrolliere doch einmal oben, um den Brunnen herum, ob dieser abgedichtet ist.

    Normalerweise wurde eine Abdichtung (Lehmschlag) gesetzt. Im Durchmesser 1 m bis 2m, Gefälle vom Brunnen weg.

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