Bohrbrunnen in der Südpfalz

  • Hi,


    als absoluter Neuling habe ich nach vielem Lesen (unter anderem auch hier im Forum) beschlossen, dass ich auch einen Brunnen selber bohren will. Ich wohne in der Südpfalz in Sichtweite zum Rhein ganz grob auf Höhe von Karlsruhe (nur halt andere Rheinseite).


    Dank einer Erdsondenbohrung in knapp 30m Entfernung habe ich eine ungefähre Ahnung, was mich erwartet:

    Grundwasser je nach Jahreszeit zwischen 3 und 4 Meter.

    - 0-5m Schluff, sandig, tonig

    - 5-8m Sand

    - 8-30m Kies

    Danach ein bunter Mix von Feinsand, Sand und Kies, bis auf über 100m, aber soweit wollte ich für den Brunnen nicht bohren. ;)


    Bohranzeige habe ich schon eingereicht, informell habe ich vor der Bohranzeige schon die Info bekommen, dass es kein Problem sein sollte.

    Der Wasserversorger hat in seiner Satzung zwar noch einen Benutzungszwang drin, aber die klangen eher froh, dass ich einen eigenen Brunnen für die Gartenbewässerung will.


    Mein Plan ist es jetzt 5" Rohr in die Erde zu bringen mit 3m Filterstrecke mit 0,3mm Schlitzen. Je nachdem wie weit die obere Sandschicht reicht, werden dass dann vermutlich 9m Vollwand, dann 3m Filter und zum Schluss noch ein 1m Sumpfrohr.

    5" habe ich mir vorgenommen, dass ich ich dümmsten Fall (Feinsand bis runter auf 15m) ein Feinsandfilter in 4" einstellen kann und das 5" Rohr als Arbeitsrohr danach wieder ziehe. 3m Filter, weil ich ca. 2m³ die Stunde entnehmen will und ich etwas Angst habe, dass mir der Brunnen bei nur 2m Filter sonst verockert.


    Erdbohrer und Kiespumpe habe ich bereits hier, Brunnenrohr kommt nächste Woche, an Ostern geht es hoffentlich los.


    Eine Frage habe ich aber schon: Wie grob muss das umgebende Erdreich idealerweise mind. sein für die 0.3mm Filterschlitze?


    Viele Grüße

    Alex

  • Hi,


    es hat mir in den Fingern gejuckt, den Erdbohrer mal auszuprobieren und ich habe jetzt mal eine knappe Stunde gebohrt. Die ersten zwei Meter gingen recht zügig in grobem Sand, dann hat sich da ein großer Kiesel (ca. 4cm) etwas blöd verkeilt, so dass der Bohrer nicht mehr richtig greifen wollte. Nachdem der sich nach 15 min endlich gelöst hatte, bin ich ca. 50cm durch ein Sand Kiesel Gemisch durch. Zum Schluss kamen noch 20cm teilweise sehr lehmiger Sand. Da das Abendessen dann auf dem Tisch stand, habe ich dann aber für heute Schluß machen müssen.


    Viele Grüße

    Alex

  • Hi,


    so, zweite Etappe geschafft: 50cm lehimger Sand, dann 60cm feuchter Lehm. Der ging ganz schön auf die Kondition... Nach dem Lehm kam dann nasser Sand, so dass die Arbeit mit dem Erdbohrer auf 4m ihr Ende gefunden hat, aber ich glücklich auf die Spiegelung von Grundwasser blicken kann.

    Jetzt heißt es warten auf die Brunnenrohre, so dass ich hoffentlich Donnerstag mit dem Plunschen beginnen kann.


    Viele Grüße

    Alex

  • Hi,


    ich konnte heute morgen die getrocknete Bohrprobe etwas genauer anschauen können und muss meine Aussage "Sand" etwas revidieren: Die Korngröße bewegt sich irgendwo zwischen Feinsand und Schluff.

    Macht es da Sinn mit der Kiespumpe zu plunschen oder gibt es da bessere Verfahrensweisen?


    Viele Grüße

    Alex

Brunnen selber bauen