Tiefbrunnenpumpe zu wenig Druck

  • Hallo, ich habe letztes Jahr selbst einen Brunnen gebohrt.


    - ca. 13m tief

    - 1m Sumpfrohr

    - 2m Filterrohr

    - Pumpe hängt bei 9m (oberes Ende)

    - Wasser bei ca. 8m

    - Pumpe:

    https://www.agora-tec.de/shop/…0W-4-30m-Kabel::2223.html

    - Druckschalter:

    https://www.agora-tec.de/shop/…DWv-10-verkabelt::30.html


    Wir sind trotz mehrstündiger Arbeit nicht tiefer als die 13m gekommen.


    Mit dem Brunnen wollte ich eigtl. eine automatische Bewässerungsanlage betreiben. Leider kommt das Wasser nicht mit ausreichend Druck an. Der Druck ist nicht einmal ausreichend, um eine S80 Düse von Gardena zu betreiben. Habt ihr eine Idee, woran es liegen kann bzw. was ich noch testen kann?

  • Wenn genügend Wasser kommt und nur der Druck zu schwach ist, dann rechne mal nach. Für die richtige Pumpenauswahl habe ich mal folgendes geschrieben, das sollte alle Fragen beantworten.

    Falls Dir der Begriff Pumpenkennlinie nichts sagt, noch einmal melden.

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich hab lediglich das Stromkabel angeschlossen bzw. verdrahtet. Das Wasser kommt oben nicht gleichmäßig an sondern immer schubartig. Vergleichbar mit dem Wasser aus der Leitung, wenn ich den Wasserhahn alle 3sek für 1sek etwas zudrehe. Könnt ihr daran ableiten, was eventuell das Problem ist?


    Kurios ist auch, dass am letzten Wochenende ohne das ich etwas verändert habe mehr Druck anlag. Woran habe ich das gemerkt? Ich habe eine automatische Bewässerung, die ich derzeit installiere. Letztes WE war der Druck ausreichend, um 3 Düsen zu betreiben. Dieses Wochenende hingegen nicht mehr.

  • Du hast nur einen guten Meter zwischen Ansaugöffnung und Grundwasserstand in Ruhe. Du solltest mal Deinen Wasserstand beim Pumpen messen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wie messe ich den Wasserstand beim Pumpen?


    Ich habe 2m Filterrohr und eine Schlitzweite von 0,3mm, d.h. lt. Internet fördert der Brunnen max. 3.700l Wasser pro Stunde. Mit anderen Worten, die Pumpe ist zu Leistungsstark:-(


    Müsste die Pumpte nicht ausgehen, wenn Sie nicht genug Wasser bekommt?

    Kann ich die Leistung bzw. Fördermenge selbst regulieren oder muss ich eine neue Pumpe kaufen?


    In einem anderen Beitrag habe ich gelesen, dass die Öffnung oben geschlossen sein sollte. Das ist sie trotz Brunnenkopf nicht zu 100%, d.h. es kann auf jedenfall Luft entweichen.

  • d.h. lt. Internet fördert der Brunnen max. 3.700l Wasser pro Stunde.

    Das ist eines der vielen Missverständnisse im Internet. Die Durchflussmenge für Filterrohre bezieht sich auf freistehende Rohre, z.B. in einem Teich.

    In der Erde bestimmt der Bodengrund die Wassermenge, die immer deutlich unter den angegebenen Werten liegt.

    Ich vermisse noch die Berechnung des für Deine Anlage erforderlichen Arbeitspunktes. Anleitung hast Du ja bekommen, dann sehen wir weiter.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    1800l je Stunde

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Unter Berücksichtigung der unter Punkt 2a bis 2c getätigten Aussagen 5,5 bar inkl. eines kleinen Puffers

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    2a. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    0,9 bar

    2b. Druckverluste durch Wasserströmung

    Bis zu 0,7 bar (50m; 20mm Innenrohrdurchmesser; Rauhigkeitswert =0)

    Druckverlust durch Sonstiges

    1,5 bar (Druckschalter, Wasseruhr, Winkel)

    2d. Betriebsdruck des Gerätes

    2 bar


    Arbeitszeitpunkt 5,5 bar bei 1.800l je Stunde.


    Hier ist die Kennlinie

    https://www.agora-tec.de/shop/…_images/12689_Product.jpg


    ich habe die "AT 4 750 W 4" Pumpe. Leider finde ich mich nicht auf der Kennlinie, sodas ich Dank deiner Hilfe zu dem Schluss komme, dass die Pumpe ungeeignet ist:-(

  • Die Pumpe ist leicht überdimensioniert, aber es ist, unter Berücksichtigung von Reserven, noch alles im grünen Bereich.

    Was für eine Steigleitung (Material) benutzt Du?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich habe gewöhnliches Brunnenrohr verbaut.


    Hmm, aber wenn durch das Filterrohr nur max 3.700l fließen (freistehend, d.h. in der Erde weniger) und die Pumpe aber 4.000l fördern will, führt es doch zwangsläufig dazu, dass die Pumpe kein Wasser zum Fördern hat. Das würde auch auch erklären, warum das Wasser so ungleichmäßig oben ankommt.


    Aber wenn ich dich richtig verstehe, ist dem nicht so?

  • Ich habe gewöhnliches Brunnenrohr verbaut.

    ? ? ?

    Ich sprach von der Steigleitung!!! Also die Leitung, die das Wasser nach oben fördert.

    Da wird kein Brunnenrohr verbaut.

    die Pumpe aber 4.000l fördern will,

    Die Pumpe will doch keine 4000L fördern. Ich glaube, Du hast die Kennlinie nicht verstanden.

    Pumpenkennlinie

    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar hat, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb.

    Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich.

    Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, so fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar.

    Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wir immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge.

    Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Vom Druck ist auf dem Diagramm keine Rede.

    Ich habe doch bereits geschrieben, dass Druck in mHöhe oder in Bar angegeben wird.

    Das Beispiel mit dem Schlauch am Turm beschreibt doch eine Förderhöhe.

    Du musst auch mal lesen, was man Dir schreibt.

    Das Diagramm gibt den Druck in mHöhe an (Förderhöhe).

    Wenn dem so ist, liege ich dann richtig, dass die Pumpe mehr pumpen will, als da ist?

    Du weisst doch gar nicht, was da ist. Oder wurde bereits die maximale Fördermenge des Brunnens bestimmt? Wenn ja, wie?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass ich die Fördermenge mit der Eimermethode vor einiger Zeit ermittelt habe. Hierbei kam eine Leistung von ~1.700l (20l Eimer in 43sek gefüllt) heraus. Allerdings ist das nun schon einige wochen her und ich weiß nicht, was die Ursache für die geringe Leistung ist.


    Ich habe leider weiterhin folgendes Problem und ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Ich kann derzeit meine Bewässerungsanlage nicht betreiben, da das Wasser bzw. der Druck nicht ausreicht, um mehr als eine kleine S80 Düse von Gardena (brauch nur 2 bar bzw. verbraucht 960l/h) zu betreiben. Wenn ich Wasser ziehe und kein Verbraucher angeschlossen ist, sehe ich, dass das Wasser ungleichmäßig kommt (mit und ohne Druckschalter), d.h. mal mehr mal weniger. Dieses Phänomen ist bei einem Test in einer Mülltonne nicht zu beobachten. Des Weiteren habe ich beobachtet, dass der Druck bzw. die Wassermenge die ersten 5 sek sehr groß ist.


    Was schlägst du vor, wie ich nun am besten vorgehe?

  • Die Dauerförderleistung des Brunnens messen.

    Dazu kurz nach dem Brunnenkopf einen Wasserschieber (Hahn) an die Leitung anschliessen (wahrscheinlich schon vorhanden). An den Hahn nichts anschliessen.

    Vor dem Hahn ein Manometer in die Leitung einbauen (max. 10 Bar)

    1. Hahn etwas öffnen.

    2. Pumpe einschalten.

    3. Wenn keine Luft mehr aus dem Hahn kommt, Hahn schliessen, Pumpe weiter laufen lassen.

    4. Zügig Manometer ablesen.

    5. Hahn wieder öffnen, bis Wasser unregelmässig aus dem Hahn kommt.

    6. Hahn wieder langsam schliessen, bis Wasser wieder regelmässig fliesst.

    7. Längere Zeit (mind. 15min) den regelmässigen Wasserfluss beobachten, ob Unregelmässigkeiten auftreten. Falls Unregelmässigkeiten auftreten, Hahn etwas schliessen.

    8. Dann genau auslitern, wieviel Wasser jetzt gefördert wird.

    9. Druck am Manometer ablesen

    9. Pumpe ausschalten.

    Fertig.

    Die gemessene Wassermenge/Zeiteinheit ist die Förderleistung des Brunnens.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen