Auflagen und Fragen dazu

  • Hallo liebe Brunnenbauer,


    ich habe mal ein paar Fragen und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen :)


    Ich habe eine Bohranzeige auf den Weg gebracht und diese ist nun auch genehmigt worden. Allerdings mit Auflagen. Eigentlich wollten wir selber bohren, da wir sowieso nur 5 Meter genemigt bekommen haben. Ich habe bereits geklärt, dass die aufgefüllte Höhe beim Hausbau noch hinzugenommen werden darf. Also reden wir über ca. 7 Meter insgesamt. Grundwasser sollte da sein und ich könnte mir vorstellen, das Wasser, sollte nicht genug fließen, mit einer 12 V Solarpumpe in einen Wassertank zu pumpen und dann von dort abends mit einer 600 W Pumpe in den Garten zu pumpen.


    Soweit so gut.


    Nun sind aber die Auflagen so gestaltet, dass das Projekt fast keinen Sinn mehr macht, weil gefordert wird, dass ich eine Bohrfirma beauftragen MUSS...Das finde ich komplett komisch. Habt ihr damit Erfahrungen? Kann ich das nicht selbst machen, wenn ich mich an die Vorgaben halte.


    Und noch eine zweite Frage: eine der Auflagen besagt, dass ein Ringraum zwischen Rohr und Bohrlochwand mindestens 80 mm betragen muss. Betonung liegt auf MUSS. Ist das so üblich? Warum muss das so sein? ich hätte gerne ein DM 125 Rohr verwendet und einen 18cm Bohrer, meinetwegen noch 20cm. Bei 5 Meter Tiefe dürfte das von Hand auch noch zu schaffen sein, muss ja nicht an einem Tag fertig werden...


    FRAGE: kann man mit einem 28 cm Bohrer überhaupt noch von Hand bohren? Oder wäre es eine Option, einen 20cm Bohrer zu verwenden und darauf zu setzen, dass das Bohrloch sowieso "ausfranst". Sobald ich - bei 4-5 Meter - auf Wasser stoße ist es ja eh vorbei mit der Bohrerei und der Durchmesser spielt dort unten bohrtechnisch keine Rolle mehr.


    Und noch eine Frage: Man hat angeboten, die Bohrung durch ein Fachbüro begleiten zu lassen, also darf ich letztlich doch selber bohren, es muss nur sichergestellt sein, dass alles korrekt gemacht wurde.


    Dabei fortert man, dass die Bohrung dokumentiert wird mittels ISO 22475-1, ISO 14688-1, ISO 14689-1 und DIN4023


    das schrekt mich erstmal ab. Hat jemand Erfahrung damit oder sowas schon mal angefertigt, ggf. mit einem Beispiel. Vielleicht ist das ja gar nicht so schwierig, wie es den Anschein macht.


    Hat jemand ein Beispiel für einen "grafisch ausgewerteten Pumpversuch"?


    Besten Dank schon mal und viele Grüße



  • Die Anforderungen der Behörden sind regional sehr unterschiedlich.

    Wohnst Du in einem Wasserschutzgebiet?

    Wurden Dir die Anforderungen mündlich bei einem Gespräch oder schriftlich aufgrund einer Anfrage mitgeteilt?

    Folgende Fragen müsstest Du noch klären:

    Existiert ein Schichtenverzeichnis? Wenn ja, bitte hier abbilden.

    Wenn nein, aus welchem Material besteht der Bohrgrund bis zur geplanten Endteufe?

    In welcher Tiefe liegt der Grundwasserspiegel?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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