KG-Rohr will nicht mehr weiter rutschen

  • Hallo mein Name ist Ruben und ich bin hier neu im Forum.


    Ich benötige Hilfe bei meinem Brunnenprojekt.

    Zunächst zu den Daten:

    Die ersten 5,5 m sind gebohrt, bis es mit dem Bohrer nicht mehr weiter ging.

    Dann habe ich ein 125 KG-Rohr mit 2 m Filter ins Loch gelassen und angefangen mit der Kiespumpe zu arbeiten.

    Der erste Meter ging wunderbar innerhalb von ca. einer Stunde. Irgendwann ist das KG-Rohr mit einer Auflast von 70 kg auf einmal ca. 60 cm abgesackt. Dann ging es noch etwas weiter bis auf ca. 6,80 m tiefe. Danach war erstmal Feierabend.


    Heute morgen habe ich wieder mit dem Plunschen angefangen und ca. 150 l Kies und Sand mit der Pumpe rausgeholt. Leider hat sich das Rohr nur 1 cm nach unten bewegt. Der Sand steht weiterhin in der gleichen Höhe im Rohr wie heute morgen. Ich habe es auch schon mit Wasserzugabe von oben probiert, aber das Wasser läuft einfach weg ohne das sich der Wasserspiegel erhöht. Nach dem Spülen von oben hatte ich noch mehr Sand im Rohr als vorher. Rausziehen des KG-Rohrs klappt leider nicht und drehen lässt es sich auch nicht.


    Hat jemand eine Idee was ich machen kann?

    Mit der Kiespumpe kommt weiterhin viel Sand und Kies mit hoch.


    Grüße,

    Ruben

  • nd ca. 150 l Kies und Sand mit der Pumpe rausgeholt. Leider hat sich das Rohr nur 1 cm nach unten bewegt.

    Du bohrst in die Breite, nicht in die Tiefe.

    Hat jemand eine Idee was ich machen kann?

    Die Bohrung aufgeben und mit Brunnenrohr (Glattwandrohr) neu beginnen.

    KG Rohr hat im Brunnenbau nichts verloren, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen.

    User, die mit KG-Rohr erfolgreich Brunnen gebohrt haben, kannten ihren Untergrund und wussten, was zu tun war. Insbesondere wussten sie, welche maximale Auflast solchen Rohren unter welchen Bedingungen zugemutet werden kann.

    Alle anderen sollten Brunnenrohr nehmen, bei dem von Auflasten über 500Kg berichtet wurde.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hmm, das Bohrloch aufgeben ist für mich jetzt erstmal nicht die erste Wahl das Problem anzugehen... immerhin habe ich schon einige Arbeit investiert und bin immerhin schon im Grundwasser angekommen


    Ich habe mal recherchiert und festgestellt, dass ein Brunnenglattwandrohr DN 100 vom Außendurchmesser in das KG-Rohr DN 125 passen sollte. Da DN 125 etwas überdimensioniert für meinen Bedarf war, würde ein DN 100 auch gehen. Die Kiespumpe würde auch in das DN 100 passen. Bei unserem vorhandenen vielen Sand wäre der feine Filter von 0,3 mm ohnehin sinnvoll.


    Hat jemand Erfahrungen mit dieser Variante? Geht dass?

  • Du möchtest eine Teleskopbohrung machen. Das geht.

    Bei unserem vorhandenen vielen Sand wäre der feine Filter von 0,3 mm ohnehin sinnvoll.

    Aber prüfe, ob bei dem Sand 0,3mm Filterschlitze ausreichend sind. Nicht dass Du hinterher einen Feinsandfilter benötigst. Und vergess das Sumpfrohr nicht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Morgen Ruben,


    Mach doch bitte mal ein paar Bilder, das ist oft sehr hilfreich und gibt mehr Resonanz für dich.


    Dein KG Rohr ist Käse, aber nun gut. Das KG Rohr wird auf einem Stein oder einer harten Schicht stehen / klemmen. Ich würde auch probieren es ein wenig zu ziehen und zu drehen. Wie sind die Rohre miteinander verbunden ? Beim Brunnenrohr könntest du zwei Wagenheber nehmen, diese unter die Holzschelle stellen und das Rohr ein wenig ziehen.


    Hast du versucht mit einem langem Bohrer / Gestänge unten an den Rohrkanten mal zu reiben / stochern / fühlen. Vielleicht lässt sich so feststellen auf was das Rohr steht.


    Mit dem 100er Brunnenrohr würde gehen, wenn das KG Rohr sehr gerade runter geht. Ansonsten wird sich die Kiespumpe im dn 100 Rohr verklemmen.


    Wir brauchen Bilder !

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Wir brauchen Bilder !

    Auf Bildern wäre nicht viel zu sehen. Im Moment steht ein einsames DN 125 KG-Rohr 1m aus dem Brunnenschacht im Garten rum X/


    Wie sind die Rohre miteinander verbunden ?

    Die Rohre sind lediglich ineinander gesteckt mit der Dichtung in der Muffe. Bin leider etwas naiv an die ganze Sach gegangen. Außer das letzte Stück der Rohre wird da nichts rausgezogen werden können.


    Die KG-Rohre sind sehr gerade nach unten gegangen, so dass die ganze Sache mit den Brunnenrohren in den KG-Rohren passen sollte.

    Hast du versucht mit einem langem Bohrer / Gestänge unten an den Rohrkanten mal zu reiben / stochern / fühlen. Vielleicht lässt sich so feststellen auf was das Rohr steht.

    Das werde ich noch versuchen bevor ich auf die Variante mit dem Brunnenrohr im KG-Rohr wechsle. Bei dem vielen Sand bei uns wird es aber wahrscheinlich ohnehin auf ein Brunnenrohr mit feinem Filter hinaus laufen, da ich ein Gartenbewässerungssystem anschließen möchte.


    Nicht dass Du hinterher einen Feinsandfilter benötigst

    Wird der Feinsandfilter auch ganz normal beim Plunschen schon mit dem Brunnenrohr versenkt? Kommt da auch genügend Wasser noch durch wenn ich eine Tiefpumpe mit größerer Leistung einbauen möchte?


    Danke schon mal für Eure Tipps!!:thumbup:

  • Wird der Feinsandfilter auch ganz normal beim Plunschen schon mit dem Brunnenrohr versenkt?

    Nein, den kann man nicht einplunschen. Der wird in ein Arbeitsrohr gestellt.

    Kommt da auch genügend Wasser noch durch wenn ich eine Tiefpumpe mit größerer Leistung einbauen möchte?

    Aber sicher, kubikmeterweise.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Tja, und wieder einmal zum Thema KG Rohr.....wer billig kauft.......


    Dein größtes Problem an dieser Stelle ist, dass du das Rohr jetzt nicht mehr ziehen kannst. Das hilft in den meisten Fällen und im Anschluss geht es weiter nach unten. Aber nun gut. Es ist, wie es ist.


    Aus welcher Region kommst du überhaupt ? Ich habe selbiges System verbaut. Brunnen aus DN 100 Brunnenrohr, Tiefbrunnenpumpe und Beregnungsanlage von Hunter für ca. 650qm Gartenfläche.


    Also gib nicht auf, das Ergebnis ist traumhaft.

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Aus welcher Region kommst du überhaupt ? Ich habe selbiges System verbaut. Brunnen aus DN 100 Brunnenrohr, Tiefbrunnenpumpe und Beregnungsanlage von Hunter für ca. 650qm Gartenfläche.

    Ich komme aus dem schönen Rheinhessen in direkter Nähe zum Rhein. Grundwasser habe ich nach ca. 5,5 m. Bisher habe ich einen geschlagenen Brunnen, der auch wunderbar läuft. Allerdings fördert er zuviel Sand um eine Beregnungsanlage anzuhängen und das Rohr ist zu dünn um einen Sandfilter nach unten zu bekommen.


    Eigentlich hatte ich zu Beginn schon vor ein Brunnenrohr zu verbauen, aber im Bekanntenkreis hat es bei allen mit der KG-Rohr-Variante auch gut geklappt, daher habe ich dann doch zum Günstigen Modell gegriffen. Aber gut, so ist es halt jetzt.


    Ich stochere mal heute Mittag etwas am Ende unteren Ende des Rohrs herum und schaue mal, ob sich was löst. Wenn das alles nicht mehr hilft werde ich auf das Brunnenrohr umstellen.

  • So, kleiner Zwischenstandsbericht...


    Ich habe die KG-Rohre doch ziehen können und habe sie komplett raus genommen. An einer Muffe in etwa der Hälfte der Rohre konnte ich schon sehen, dass sie an einer Lehmschicht festgehangen haben. Also habe ich den Bohrer wieder ausgepackt, etwas verlängert und wieder ins Loch gelassen. An der Lehmkante bin ich ein paar Mal vorbei gerauscht und dann hat sich die Kante gelöst und ist runter gefallen. Danach habe ich mit dem Bohrer unten noch etwas im Sand gedreht, aber natürlich nichts rausholen können.


    Nachdem ich die KG-Rohre wieder eingesetzt habe ging es jetzt zwei Meter weiter als bisher 8)


    Morgen geht es weiter. Ich bin schon ca. 3 m im Grundwasser

  • Das klingt doch erstmal gut.


    Ein paar Bilder von der Aktion währe nett.

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Mahlzeit und hi rubenP,

    wie konntest du das Rohr komplett ziehen, wenn die nicht verschraubt waren ?

    Gerade an der Lehmstelle hätten sich doch die Rohre eigentlich lösen müssen ?

    Bin übrigens auch gerade beim Brunnenbohren. Mal sehen wie es heute vorangeht.

    EISERNE Grüße ause Hauptstadt hottesonkel

  • wie konntest du das Rohr komplett ziehen, wenn die nicht verschraubt waren ?

    Ich konnte das Rohr von Hand komplett ziehen und das relativ einfach. Ich war selbst überrascht das es ohne sich vom Rest zu lösen geklappt hat. Wie das Rohr an der Lehmkante vorbei gekommen ist, kann ich auch nicht so genau sagen. Einzige Erklärung für mich ist entweder, dass die unterste Muffe an der Kante gehangen hat und nicht weiter ging.


    Ich bin jetzt 10 m tief und habe 4,5 m Wasser im Brunnen stehen. Mein Aufbau ist 2 m Filterrohr und er Rest ohne Filter. Gerade bin ich in einer reinen Sandschicht ohne Kies. Wenn es weiterhin mit der Kiespumpe so gut klappt, will ich noch ein wenig tiefer um vielleicht eine Kiesschicht zu finden.


    Viel Erfolg bei Deinem Projekt!

Brunnen selber bauen