Tiefbrunnenpumpe oder Hauswasserwerk

  • Hallo,


    ich habe ein Haus gekauft, wo schon ein Brunnen vorhanden war. Leider habe ich nur die folgenden Infos zu dem Brunnen:


    Wasser fängt ab einer Tiefe von 5,60m an

    Gesamttiefe des Brunnens 8m

    125er Rohr


    Bis jetzt hatte ich eine Billige Tiefbrunnenpumpe, die an dauernd kaputt war und ich die jetzt weggeworfen habe. Wenn die lief, kam auch Wasser.


    Meine Anforderungen:

    Eigentlich nur Gartenbewässerung + ein Wasserhahn für Gieskanne.


    Ich möchte nicht mehr als 350€ Euro insgesamt ausgeben. soll ich mir eine mittelmäßige Tiefbrunnenpumpe kaufen oder ein besseres Hauswasserwerk? Ich habe z. B. Die Zehnder EP 15-3 hier im Forum gesehen. Wäre die besser als eine mittelmäßige Tiefbrunnenpumpe?


    Danke im Voraus!!!


    Gruß

    Raymen

  • Wasser fängt ab einer Tiefe von 5,60m an

    Gesamttiefe des Brunnens 8m

    Das ist ein Wasserstand von gerade mal 2,40, in Ruhe. D.h. beim Pumpen könnte der Wasserstand noch sinken.

    In welcher Tiefe hing denn die alte Pumpe und vor allem: wie lautete die Typenbezeichnung der alten Pumpe?

    War die Förderung mit der alten Pumpe sandfrei?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,


    die Pumpe müsste bei 7m bis 7,5m gehangen haben. Ich hatte diese immer langsam runtergelassen bis das ausströmende Wasser sauber war. Bei ungefähr 7,5m war dann auch kein Lehm/Sand bei der Förderung dabei...


    Die folgende Pumpe hatte ich mir damals bei eBay geschossen:



    Mit der Billigpumpe hatte ich einiges an Ärger. wie im Eingangsbeitrag beschrieben, wollte ich jetzt etwas vernünftiges einbauen, was ich die nächsten Jahre hoffentlich nicht reparieren muss. Die Frage ist ob ich bis Max. 350€ mit der Tiefbrunnenpumpe oder mit Hauswasserwerk besser fahre...

  • Ich hatte diese immer langsam runtergelassen bis das ausströmende Wasser sauber war.

    Hast Du jedesmal vor dem Pumpen die Pumpe heruntergelassen oder blieb sie dann für die Saison in 7,50m Tiefe hängen?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Aufgrund der von Dir angegebenen Abmessungen muss ich davon ausgehen, dass die Pumpe im Filterbereich ansaugt. Das ist auf jeden Fall zu vermeiden, da dadurch der Brunnen langfristig beschädigt werden kann.

    Jetzt kennst Du aber die Lage und Grösse des Filters nicht.

    Deswegen würde ich zu einer Gartenpumpe raten und Du hängst die Ansaugöffnung so hoch wie möglich.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die Empfehlung.


    Welche Gartenpumpe wäre da zu empfehlen (Gartenbewässerung + ein Wasserhahn für Gieskanne) ? Sind die Gartenpumpen eigentlich auch für draußen geeignet? Also, können die im Regen stehen...

  • Gartenbewässerung + ein Wasserhahn für Gieskanne)

    Das ist leider keine Mengen- und Druckangabe.

    Da die richtige Pumpenauswahl nicht ganz einfach ist und häufig danach gefragt wird, habe ich mal eine Anleitung dazu geschrieben:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Also, können die im Regen stehen...

    Das hängt von der Gehäuseisolierung ab, aber die meisten nicht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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