Passen Brunnen und Pumpe überhaupt zusammen? Anfängerfragen zuhauf....

  • Hallo allerseits,


    ich habe leider nicht den richtigen Einstieg gefunden. In unserer abgelegenen Region scheint es keinen richtigen Brunnenbauer zu geben, und so war ich heilfroh, daß mir ein Mensch aus dem Nachbardorf eine gebrauchte Pumpe angeboten hat und auch jemanden kannte, der Brunnen in Spültechnik erstellt. Ohne jegliche eigene Erfahrung habe ich zugeschlagen, weil meine Bäume am Vertrocknen sind. Es kamen zwei Mann und haben für 500 Euro (!) in gut einer Stunde etwa 7-8m tief gespült, ein 2m langes fein geschlitztes Rohr (Filter) mit einem 1 1/4" PE-Schlauch verbunden und im Boden versenkt und für ein paar Minuten die mitgebrachte Motorpumpe angeschlossen. Der dicke Strahl schoß ca 5-6 m hoch, also scheint es ok zu sein. Von oben haben sie noch ein paar Beutel mit grobem Sand oder feinem Filterkies in das Loch geschüttet. Eine Beratung, wie es weitergehen sollte, wurde mir nicht gegeben.

    Der Grund besteht aus reinem Sand (Urstromtal Elbe), bei 2,5m bin ich auf Wasser. Ich habe ein ca 7000qm großes Grundstück mit sehr großem Baumbestand (ehem. Oberförsterei), von denen durch die Trockenheit letztes Jahr viele große und kleine Bäume vertrocknet sind. Ich wässere z.Zt. täglich stundenlang mit dem Gartenwasser der Gemeinde. Dazu habe ich eine zöllige Ringleitung um das Grundstück verlegt und wässere mit einem 3/4" Schlauch von Hand. Da ich aber auch noch Anderes zu tun habe, will ich jetzt Regner mit Sprühköpfen unter die Bäume und Büsche stellen und je nachdem, wieviel Druck ich habe, jeweils ein oder mehrere Segmente laufen lassen.

    Die Pumpe ist offenbar schon älter (angeblich nur 1x benutzt, danach sieht sie aber gar nicht aus. Hier die Daten, die auf dem Motor stehen:


    Fa. Leroy-Somer, Angouleme, France

    Type LS 90 L3

    kW 2,2 cos (und ein komisches Zeichen wie ein Y) 0,84

    220 V 8,5 A

    Ch 3 rd% 81 380 V 4,9 A

    tr min 2850 isol classe E amb 40 Grad C

    Hz 50 ph 3 S S1 IP44 79 (ist das das Baujahr?) Dann wäre sie ja 40 Jahre alt!


    Wenn ich das richtig sehe, hat der Motor 2200 Watt und wird mit Drehstrom betrieben. Ist jetzt inzwischen 3phasig angeschlossen und läuft auch (habe sie mal kurz eingeschaltet) . Wieviel Wasser er bei welchem Druck die Pumpe fördert? Keine Ahnung. Die Anschlüsse haben beide 2". Oben befindet sich eine Öffnung zum Befüllen, denn die Pumpe muß angegossen werden. Ich habe schon ein 1 1/4" Rückschlagventil zwischen PE-Schlauch und Pumpe eingebaut. Weiß jetzt aber gar nicht, wie es weitergeht und ob sich die Pumpe überhaupt eignet. Der Verkäufer hat sie nämlich dazu benutzt, um Einen Teich mit Sauerstoff zu versorgen, d.h. er hat vermutlich nur von einem Teich in den anderen gepumpt o.ä., aber keinen Brunnen betrieben.

    Was ich jetzt nicht weiß: Wie gieße ich an? Wie starte ich? Wie teste ich, ob es funktioniert? Was passiert, wenn ich die Pumpe, wenn sie einmal Wasser fördert, ausschalte? Hält das Rückschlagventil das Wasser in der Bohrung davon ab, wieder zurückzulaufen? Kann ich überhaupt an einen 2" Ausgang ein 1" Schlauch anschließen, oder geht die Pumpe dann kaputt? Was passiert, wenn meine Beregnung weniger Wasser verbraucht, als der Motor fördert? Wo lauern evt weitere Probleme?


    Bitte nicht hauen! Aller Anfang ist schwer. Ich bin aber lernfähig!

      

  • ein 2m langes fein geschlitztes Rohr (Filter)

    Also ist der Filter 2m lang.

    Du hast einen sogenannten Spülbrunnen, zu dessen Qualität (Förderleistung, Sandfreiheit) erst mal gar nichts gesagt werden kann.

    Das Problem, das ich zur Zeit sehe, ist die Pumpe. Hier sollte man erst mal in Erfahrung bringen, was diese leistet. Dazu bräuchte man die Pumpenkennlinie, die natürlich nicht zur Verfügung steht. Als muss die Pumpe getestet werden.

    Aber nicht an Deinem Brunnen, der könnte darunter leiden, wenn die Pumpe zu stark ist. Also wir erst mal ein grösserer Wasserbehälter gebraucht, das könnte z.B. ein sauberes Jauchefass sein oder als kleinste Möglichkeit eine saubere 200l Mülltonne.

    Steht sowas zur Verfügung?


    Schon mal ein paar Infos vorab:

    Kann ich überhaupt an einen 2" Ausgang ein 1" Schlauch anschließen, oder geht die Pumpe dann kaputt?

    Ja, da geht nichts kaputt.

    Was passiert, wenn meine Beregnung weniger Wasser verbraucht, als der Motor fördert?

    Dann müsste der Ausgang der Pumpe gedrosselt werden >>> kostet Strom.


    Wo lauern evt weitere Probleme?

    Hauptproblem wäre, dass deine geplante Bewässerung mehr Wasser erfordert, als der Brunnen sandfrei liefert. Aber das wird man sehen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Du solltest nicht in Zitate reinschreiben, sondern unter Zitate.

    Deine Antworten zeigen, dass Du Dich bis jetzt recht wenig mit der Physik des Brunnenbaus beschäftigt hast.

    Ich kann Dich jetzt nicht zitieren, da Dein Text in meinem Zitat steht, aber Deine Fragen zum Pumpendruck kann man nur beantworten, wenn man die Pumpe testet (oder das Datenblatt = Pumpenkennlinie hast) .

    Weiterhin wird eine Pumpe gedrosselt, indem man den Ausgang variiert. Das hat mit der Stromversorgung nichts zu tun.


    Auch wenn Du vielleicht nicht gern liest (denn viele Deiner Fragen wurden schon zig Mal im Forum beantwortet), empfehle ich Dir zum besseren Verständnis die beiden folgenden Artikel. Der erste beschreibt, was eine Pumpenkennlinie ist und der zweite, wie man eine Pumpe auswählt bzw. wie man mit einer vorhandenen Pumpe die Drücke berechnen kann.


    Pumpenkennlinie

    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar hat, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb.

    Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich.

    Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, so fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar.

    Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wird immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge.

    Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.


    Diese Pumpenkennlinie müsste man von Deiner Pumpe aufnehmen. Dazu bräuchte man keinen Turm!


    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Die entscheidende Frage ist dabei nicht, wieviel Wasser liefert der Brunnen, sondern wie viele Jahre. Es gibt da so eine Faustregel, die sich nach der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers an den Filterschlitzen richtet.

    Wenn ich aber jetzt danach frage, welche Filter verbaut wurden und welche Eintrittsfläche diese Filter haben, so werde ich wohl kaum eine Antwort von Dir bekommen.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,


    vielen Dank für die Artikel. Das ist mir aber teilweise zu kompliziert (bin kein Physiker).

    Ich habe nachgefragt:

    Das doppelte Filterrohr (2x1m) hat einen Durchmesser von 1 1/2" und die Schlitzweite beträgt 0,3mm.

    Der Brunnen kann 8000 l bei 5 bar pro Stunde liefern. Getestet hat er sie mit einer Honda-Pumpe, die 5 bar Druck liefert und 20 Kubikmetter Wasser fördert. Der Brunnen hätte nach seiner Aussage also mehr als ausreichend Kapazität.


    Leider hast Du auf meine Posts selbst keine Antwort gegeben. Der Brunnenersteller sagt, ich solle die Pumpe anschließen, angießen und laufen lassen. Man müsse alle Pumpen angießen. Wenn meine Pumpe aber nicht selbstansaugend sei, wäre sie für einen Brunnen nicht geeignet. Woran erkennt man, ob sie selbstansaugend ist? Der Verkäufer sagte ja, er hätte sie an seinen Fischteichen verwendet.

    Leider habe ich ihn noch nicht dazu befragen können.


    Du schreibst, man könne die Pumpe am Ausgang "drosseln". Ist es das, was ich mit dem angeschlossenen 1" Schlauch tue?


    Du schreibst, man solle die Pumpe testen. Wie, hast Du noch nicht verraten.

  • Der Brunnen kann 8000 l bei 5 bar pro Stunde liefern.

    ? ? ?

    Ein Brunnen hat überhaupt keinen Druck. Welche Bedeutung hat dann hier die Druckangabe?

    Wo kommt der Zahlenwert 8000L her, wenn der Brunnen mit 20000L (Honda Pumpe) getestet wurde?


    Wenn meine Pumpe aber nicht selbstansaugend sei, wäre sie für einen Brunnen nicht geeignet.

    Diese Aussage lässt mich an der Qualifikation des Brunnenbauers zu Pumpen etwas zweifeln. Hat er denn die Aussage begründet?

    Das ist mir aber teilweise zu kompliziert (bin kein Physiker).

    Das ist schade, denn zum Verständnis der Materie wäre es schon wichtig. Man muss übrigens kein Physiker sein, Mittelstufenkenntnisse der Physik reichen vollkommen.


    Du schreibst, man könne die Pumpe am Ausgang "drosseln". Ist es das, was ich mit dem angeschlossenen 1" Schlauch tue?

    Theoretisch ja, praktisch nimmt man dazu einen Schieber.


    Du schreibst, man solle die Pumpe testen. Wie, hast Du noch nicht verraten.

    Einerseits hast Du noch keine Bereitschaft erkennen lassen, die Pumpe testen zu wollen. Andererseits ist Dir das zu kompliziert (das ist Dein gutes Recht) und ich sehe nicht ein, eine ausführliche Testanleitung hier zu erstellen, nur "für die Füss", wie man hier bei uns sagt.

    Hättest Du den Artikel zur Pumpenkennlinie gelesen, wäre Dir klar, wie vorzugehen ist.

    Ich bin kein Freund von Rezepten nach dem Motto: Man nehme und mache, sondern ich erwarte, dass sich Hilfesuchende mit der Materie beschäftigen, um sich, ggf. mit meiner Hilfe, selbst ein Urteil zu bilden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich hatte an der Ansaugseite der Pumpe ein 1 1/4" Geradsitz-Rückschlagventil verbaut und es kam viel zu wenig Wasser. Leider habe ich dann nach dem Abschalten vergessen, die Hauswasserleitung, die ich zum Angießen angeschlossen hatte, zuzumachen, sodaß dann der Druck in der Pumpe wohl dazu geführt hat, daß der Deckel des Pumpengehäuses einen Riß bekommen hat, wo das Wasser mit hohem Druck herausgespritzt ist. So muß ich jetzt erstmal schauen, ob ich den aus Kunststoff bestehenden Deckel irgendwie wieder dicht bekomme. Hätte nicht erwartet, daß die Pumpe das nicht aushält. Da die Pumpe schon 40 Jahre alt zu sein scheint, brauche ich mir sicher keine Hoffnung auf ein Ersatzteil zu machen.

    Trotzdem habe ich jetzt mal das Rückschlagventil ausgebaut, und siehe da, jetzt kommt ausreichend viel Wasser. Eine alte Blechbadewanne mit Füßen habe ich im Garten stehen. Die war in 90 Sekunden voll. Ich schätze, daß sie um die 150 Liter faßt. Das wären dann pro Minute 100 Liter, und pro Stunde 6000 Liter. Rein rechnerisch könnte ich damit 35 Regner vom Typ "Hunter MP Rotator 1000-360 Grad" betreiben, die jeweils 0,17 m3 pro Std. bei 3 Bar verbrauchen. Da der Druck aber sicher an den Regnern dann geringer wird, rechne ich mal mit 25 Regnern, ich ich gleichzeitig betreiben kann. Da ich sowohl an jeder Abnahmestelle einen Kugelhahn habe als auch 12 verschiedene Regnerdüsen verfügbar sind, läßt sich zur Feinregulierung des Ganzen sicher alles so einrichten, daß es läuft. Die Zuleitungen zu den Regnerdüsen von der Versorgungsleitung (32mm) haben 20mm.

    Ich bin also guten Mutes, daß ich das System zum Laufen bekomme. Vorausgesetzt, ich bekomme das Pumpengehäuse dicht.

    Was ich noch nicht weiß:

    Kann die Pumpe Schaden nehmen, wenn ich statt des Rückschlagventils einen Kugelhahn einbaue, den ich schließen müßte, bevor ich die Pumpe abschalte. Selbst ein 2" Schrägsitz-Rückschlagventil soll nach Herstellerangabe den Kv-Wert sehr deutlich reduzieren, selbst wenn ich ein 2" Ventil nehme. Die Ansaugleitung hat ja nur 1 1/4". Ich hätte vermutet, daß ein zweizölliges den Verlust ausgleichen würde.

  • 1 1/4" Geradsitz-Rückschlagventil verbaut

    Selbst ein 2" Schrägsitz-Rückschlagventil soll nach Herstellerangabe den Kv-Wert sehr deutlich reduzieren,

    Du weisst, was ein Kv Wert ist bzw. was er aussagt? Ein 2" RV hat etwa einen dreifach grösseren Kv als ein 5/4" Ventil. Aber egal.


    Kann die Pumpe Schaden nehmen,

    Normalerweise nicht, aber ich kenne ja die Eigenschaften bzw. Anforderungen des Hydraulikteils nicht.


    Da die Pumpe für Fischteiche benutzt wurde und nach deinen Schilderungen des Einsatzes des 5/4" RV gehe ich davon aus, dass die Pumpe für Deine Zwecke einen viel zu geringen Druck aufbaut.

    Dein Test mit der Wanne besagt gar nichts, es sind die gleichen physikalischen Bedingungen wie bei einem Fischteich.

    Auch dass das Gehäuse bei Hauswasserdruck reisst, gibt zu denken.

    Ich empfehle dringend, die Druckverhältnisse an der Pumpe bei verschiedenen Fördermengen zu messen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

    The post was edited 1 time, last by kg49 ().

  • Du solltest nicht in Zitate reinschreiben, da Du dann nicht mehr zitierbar bist.

    Wie misst man den dynamischen Druck einer Pumpe? Indem man an den Ausgang der Pumpe ein Manometer anschliesst und das Wasser laufen lässt. Wenn man dann noch eine Wasseruhr an den Ausgang anschliesst und mit Hilfe eines Schiebers den Wasserfluss variiert, kann man die komplette Kennlinie aufnehmen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wie misst man den dynamischen Druck einer Pumpe? Indem man an den Ausgang der Pumpe ein Manometer anschliesst und das Wasser laufen lässt. Wenn man dann noch eine Wasseruhr an den Ausgang anschliesst und mit Hilfe eines Schiebers den Wasserfluss variiert, kann man die komplette Kennlinie aufnehmen.

    Der Ausgang hat 2" und wird zum Anschluß der Ringleitung auf 1" reduziert. Dadurch wird der Druck ja wohl schon erhöht. Ein T 2" habe ich aber nicht und schon gar keine Wasseruhr. In 2" werde ich die auch nirgendwo bekommen, abgesehen von den sicher hohen Kosten. Wo soll ich den Druck denn messen? Ich habe so kleine Nippel, die in die PE-Leitungen reingestochen werden, in die ich dann ein Manometer "injizieren" kann. So ein Teil habe ich. Das müßte mit der PE-Ringleitung 1" gehen. In den 2" Ausgang kann ich nicht reingehen.

  • Übrigens: Kann man das irgendwo einstellen, daß man bei neuen Antworten per Mail benachrichtigt wird?

    Keine Ahnung, habe ich noch nicht nach gesucht.


    Irgendwie hast Du Probleme mit der Physik.

    Wenn ich schreibe, dass Du an den Ausgang der Pumpe ein Manometer anschliessen sollst, dann bezieht sich das auf die Ausgangsleitung, und die geht bis zum Endverbraucher.

    Wo Du da Dein Manometer hinbaust, spielt überhaupt keine Rolle. Man muss nur das Ergebnis richtig interpretieren. Das ist dann alles berechenbar.

    Du kannst also erst auf 1" gehen, dann die Wasseruhr einsetzen, die es für ein Spottgeld mit abgelaufener Eichung bei ebay gibt, und dann Dein Manometer setzen, von mir aus direkt an die Wasseruhr, die ja eine Entleerungsöffnung haben dürfte. Ansonsten T-Stück setzen. Danach ein Schieber oder Kugelhahn. Das kostet alles weniger als Du Dir denkst. Für eine professionelle Bewässerung brauchst Du eh eine Wasseruhr.

    Du musst das ganze mal technisch physikalisch betrachten um abschätzen zu können, was man machen kann und welche Auswirkungen das auf eine Messung hat.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • .... Wo Du da Dein Manometer hinbaust, spielt überhaupt keine Rolle. ....

    Du kannst also erst auf 1" gehen, dann die Wasseruhr einsetzen, die es für ein Spottgeld mit abgelaufener Eichung bei ebay gibt, und dann Dein Manometer setzen, von mir aus direkt an die Wasseruhr, die ja eine Entleerungsöffnung haben dürfte. Ansonsten T-Stück setzen. Danach ein Schieber oder Kugelhahn. Das kostet alles weniger als Du Dir denkst. Für eine professionelle Bewässerung brauchst Du eh eine Wasseruhr.

    ....

    Im letzten Post hast Du von einem dynamischen Druck geschrieben. Wozu braucht es dann einen Schieber hinter der Uhr? Wenn der zu ist, hast Du doch den statischen Druck. Ob den das Pumpengehäuse aushält, ist ja noch die Frage!


    Bei Ebay habe ich keine abgelaufene Uhr 1" gefunden. Bei Kleinanzeigen werden zwei angeboten. Bei der einen (1") heißt es, sie hätte einen Durchlaß von max. 2,5 m3 pro Std. Meine Pumpe liefert aber 6 m3. Somit würde diese Uhr den Durchfluss erheblich reduzieren, so wie ein RV auch. Natürlich könnte ich sie nach der Messung wieder ausbauen. Aber natürlich wäre es gut, einen dauerhaften Überblick zu haben.

  • Wozu braucht es dann einen Schieber hinter der Uhr?

    Wenn Du meine Postings auch lesen würdest, müsste ich mir hier nicht die Finger wund schreiben. Der Schieber ersetzt den Turm. Ggf. mein Posting nachlesen.

    Aber vielleicht solltest Du auf einen User warten, der das alles viel lockerer sieht und Dir dann passend antwortet.

    Ein Wasserzähler mit einer Qn von 2,5 kann lt. Datenblatt der Hersteller bis zu 5m³/h belastet werden, ohne an Genauigkeit einzubüssen. (Nennbelastung, max. Belastung). Dabei geht es um geeichte Geräte mit einer Messgenauigkeit, die hier überhaupt nicht erforderlich ist.

    Druckverluste kann man herausrechnen, da diese ebenfalls im Datenblatt stehen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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