Kühlmantel für Tiefbrunnenpumpe in Schachtbrunnen

  • Hallo,


    Vielleicht hat ja einer von euch eine passende Idee dazu:


    Ich möchte in einem Schachtbrunnen eine Tiefbrunnenpumpe installieren. In der Anleitung steht nun, dass man bei Installation in einem Schachtbrunnen einen Kühlmantel erstellen sollte, damit die Pumpe nicht überhitzt.


    Die TBP soll also im unteren Bereich umströmt werden. Kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, dass das Wasser in einem 1m Durchmesser Schachtbrunnen so warm wird.


    Das Grundwasser muss doch kalt nachströmen ?!?


    Wie kann man solch eine Kühlung also erzwingen?


    Einfach in ein Stück KG Rohr stecken und dieses irgendwie an der Pumpe befestigen? Hat da jemand Erfahrung ?


    Mit freundlichen Grüßen


    Kurty

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, dass das Wasser in einem 1m Durchmesser Schachtbrunnen so warm wird.

    Es reicht der Temperaturanstieg an der Pumpe. Wenn Du natürlich kräftig umrührst, brauchst Du keinen Kühlmantel.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Also in unserer Gegend laufen eigentlich alle Tiefbrunnenpumpen ohne Kühlmantel

    in mehreren Schachtbrunnen.

    Da hat es auch nie Probleme gegeben.

    Die Kühlwirkung vom umgebenden Wasser + Erdreich ist doch schon sehr hoch.

    Wenn hier mal eine Pumpe den Geist auf gibt dann meistens wengen eingedrungenem

    Wasser und somit hohem Fehlerstrom.

    Am Hitzetot ist hier keine einzige gestorben.


    MfG Sebi

    Bohrbrunnen
    Tiefe: 29Meter
    Ausbau: DN80, 25M Vollrohr, 4Meter Filter SW0.75, Bodenkappe
    Die Pumpe hängt bei 25M
    Literleistung zur Zeit: 17L/Min steigend
    Wasserstand: Ruhe 9M unter Gok, Betrieb 24,5M unter Gok
    Bodenverhältnisse: 0 bis 8M Ton, 8 bis 29M Schiefer mit Kluften

  • Ok, danke erstmal für die Infos.


    In Sachen Schachtbrunnen habe ich null Erfahrung.


    Der Schacht in meinem Fall ist 17m tief und besteht aus 1m Ringen. Vorher würde es mit einem Hauswasserwerk samt Injektoren betrieben. Nachdem die Schrott ist, soll nun eine TBP installiert werden. So viel mal zum Hintergrund.


    Wasserstand ist knapp drei Meter. Unverändert, auch wenn gepumpt wird (~3m3/h). Strömt also dauerhaft und gut nach. Deshalb verstehe ich halt nicht so richtig wozu solch ein Kühlmantel erforderlich ist. Das nachströmende Wasser ist natürlich kalt und sollte die Pumpe doch auch kühlen.


    Jetzt baue ich gedanklich ein Kühlmantel: KG Rohr 125mm, 1m lang. Den stülpe ich über die Pumpe. Pumpe ist ca 50cm lang 4“. Also guckt das Rohr unten noch einen halben Meter tiefer. Rohr wird nach oben zwischen Rohr und Pumpe abgedichtet, so das nur von unten angesaugt werden kann......... also strömt das Wasser nun an der Pumpe vorbei (Ansaugung ist bei der Pumpe im oberen Bereich)


    So weit so gut. Aber das Wasser hat doch trotzdem die selbe Temperatur als wenn sie es direkt ohne Rohr ansaugt....


    Stehe da irgendwie gedanklich auf dem Schlauch.....

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Die Kühlwirkung vom umgebenden Wasser + Erdreich ist doch schon sehr hoch.

    Dazu sage ich jetzt mal gar nichts. Vor allem nichts zur Kühlwirkung des Erdreiches für die Pumpe. Das muss jeder selbst entscheiden.


    Zum warum:

    7.Beitrag

    Frostfest bei Tiefbrunnenpumpe

    Im übrigen verweise ich auf die Vorgaben führender Tiefbrunnenproduzenten zur Temperatur und Geschwindigkeit des an der Pumpe vorbeiströmenden Wassers.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • kg49 ... Jaaaa man kann durchaus laaaaaaaaaannge drüber sprechen...

    Es ging in meinem Beitrag auch mehr darum, das gewisse Dinge in der Praxis

    druchaus von der Theorie abweichen können.

    Fakt ist das hier noch keine Pumpe am Hitzetod gestorben ist.

    Mal abgesehen davon das Wicklungslack schon hitzebeständig ist...

    Ich habe hier noch in keinem Schachtbrunnen 20 Grad heißes Wasser verspürt weil die

    Pumpe 4 Stunden lang lief...

    Und auch der Motor selber war nie am kochen.

    Kann man aber auch sehr leicht simulieren die Geschichte ;)

    Da reicht ne handelsübliche Regentonne, die Pumpe und nen bisschen Kleinkram.

    Falls es mal jemand testen will...


    Lange Rede kurzer Sinn

    .. muss halt jeder selber wissen ;)

    by the way... es wird heisser gekocht als gegessen :)

    Bohrbrunnen
    Tiefe: 29Meter
    Ausbau: DN80, 25M Vollrohr, 4Meter Filter SW0.75, Bodenkappe
    Die Pumpe hängt bei 25M
    Literleistung zur Zeit: 17L/Min steigend
    Wasserstand: Ruhe 9M unter Gok, Betrieb 24,5M unter Gok
    Bodenverhältnisse: 0 bis 8M Ton, 8 bis 29M Schiefer mit Kluften

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