Hydrostatisches Paradoxon - in Schachtbrunnen plunschen?

  • Hallo liebes Forum,


    bitte den Beitrag verschieben, falls im falschen Bereich.


    Erläuterung:

    Ich habe einen Schachtbrunnen mit Betonringen auf dem Grundstück (63791).

    Gebaut wurde er vor ca. 20 Jahren und ist ca. 5,50 tief.

    Die letzten Jahre ist das Wasser abgesackt und es stehen nur noch ca. 20cm Wasser drin, also bei ca. 5,30.

    Allerdings sind die Betonringe ab ca. 2,50 feucht.


    Frage:

    Könnte es sein, dass das Hydrostatische Paradoxon bei dem unten offenen Brunnen nicht funktioniert?

    Selbst bei geringem Wasserdurchlass um die Ringe sollte doch wenigstens nach einiger Zeit der Wasserstand identisch

    zu außerhalb der Ringe sein, oder?


    Lösung 1) Löcher bohren

    Falls dies der Fall wäre, könnte ich ja Löcher in die Ringe bohren um das Wasser außerhalb reinlaufen zu lassen, allerdings

    würde dann wahrscheinlich nicht genug Wasser nachkommen.

    Ebenso haben die Nachbarn bei ca. 6-7m Wasser, welches dem nicht funktionierendem Paradoxon dagegenspricht.


    Lösung 2) Vertiefen

    Vertiefen will ich ihn wegen dem Aufwand nicht (Betonplatte und Halle auf den Schachtringen).


    Lösung 3) Schlagrohr

    Schlagbrunnen ist dort unten wegen dem geringen Platz zum hämmern und der gewünschten Entnahmemenge nicht möglich.


    Lösung 4) Brunnenrohr einplunschen

    Ist meine favorisierte Lösung, wenn 1) nichts bringt.

    Ich habe bereits ein 1m KG Rohr zur Rohrführung ca. 70cm eingeplunscht.

    Mit dem DN115 Brunnenrohr komme ich aber wohl wegen des geringen Gewichts dort unten auf der Zange (ich) nicht weiter bzw.

    fördere ich zwar schön Sand und kleinen Kies, doch manchmal ist ein größerer Stein dabei, welchen ich mit einem Steingreifer ziehe, doch das

    Rohr sinkt mangels Gewicht und aufstand auf Stein nicht ab?


    Ist wirklich schwierig in einem bestehenden Schachtbrunnen zu plunschen mit immer wieder rausklettern und ohne Gewicht ;-)

    Hatte bereits 2x 60l Kanister auf die Zange gestellt aber kam zum einen auch nicht weiter als wenn ich drauf stehe und zum anderen

    ist es dann fast unmöglich das Rohr gerade zu halten.


    Das Brunnenrohr bis oben verlängern ist wohl keine Option, da es sich auf die Länge mit Gewicht ohne Erdführung bestimmt biegt und bricht, oder?

    Wäre aber eh nicht wirklich möglich, da ich den Plunscher dann nicht mehr aus dem Rohr bekomme weil es nur eine 2,50 hohe Halle ist und den Dreibock

    nicht erhöhen kann.


    Hat jemand Tips, Ideen?


    Vielen Dank

    René

    Schachtbrunnen bis 5,50m

    GW bei 5,30m

    Bohrbrunnen soll im Schachtbrunnen entstehen

    DN115, 0,5m Sumpfrohr, 2m 0,3mm Filterrohr, 2m Brunnenrohr


    Aktuell nur das KG Arbeitsrohr bis 0,7m unter GW geschafft

  • Das Brunnenrohr bis oben verlängern ist wohl keine Option, da es sich auf die Länge mit Gewicht ohne Erdführung bestimmt biegt und bricht, oder?

    Das ist die einzige sinnvolle Option. Du musst oben nur eine (Holz) Platte hinlegen, die eine runde Öffnung in der Grösse Deines Brunnenrohres hat. Damit das Rohr lotrecht ausrichten und Du kannst dann eine entsprechende Auflast fahren.

    Sollte die Auflast so gross werden, dass man befürchten muss, dass sich das Rohr im Schacht biegt, noch einmal eine runde Platte in ca. 2,50m Tiefe anbringen oder stabile Halter für das Rohr herstellen (lassen), die dann im Beton verankert werden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Schon mal danke für die schnelle Antwort.

    Das löst nur leider nicht das Problem mit der niedrigen Hallendecke und dem Dreibock/Leiter.

    Aber mal gucken ob das irgendwie gehen würde.


    Jetzt komme ich halt noch runter und kann Steine bergen/verschieben und spare mir zusätzlich noch die weiteren 5m Brunnenrohr.


    Kann es wirklich am Gewicht liegen und sind 100kg ohne den Reibungswiderstand von 5m Erdschicht nicht genug?

    Komme ja gar nicht weiter runter, obwohl das Rohr quasi ohne Reibung im Führungs-KG Rohr auf dem Sand aufsteht.

    Schachtbrunnen bis 5,50m

    GW bei 5,30m

    Bohrbrunnen soll im Schachtbrunnen entstehen

    DN115, 0,5m Sumpfrohr, 2m 0,3mm Filterrohr, 2m Brunnenrohr


    Aktuell nur das KG Arbeitsrohr bis 0,7m unter GW geschafft

  • Auflasten von bis zu 500Kg sind durchaus normal.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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