Schachtbrunnen im Aurachtal

  • Nachdem wir einen Bohrbrunnen begonnen und aufgegebenhaben geht es jetzt als Schachtbrunnen weiter.


    Aus der "Probebohrung" (man kann sich alles schönreden) erwarten wir ab 3,3m Wasser. Das Erdreich ist aber stark lehmig und es wird auch viel weiter unten auch nicht besser. Mal sehen wie weit wir runter kommen/müssen...

    Die gewählte Stelle wäre eigentlich auch mit schwerem Gerät gut zugänglich - aber der Garten ist fertig angelegt und bepflanzt. Wir wollten möglichst viel erhalten - ein Schachtbrunnen mit dem Bagger fällt also raus. Dann also mit der Schaufel!


    Wir haben uns für 1m Schachtringe in 50cm Höhe entschieden. Im Betonwerk in der Nähe kann man die einzeln abholen, ca 33€. Vorgehen: Den Ring auf den Boden legen und ausgraben, der Ring rutscht dann nach. Je 50cm ergibt das etwa zwei Hänger voll Erde. Auf der Deponie kostet ein Hänger voll 5€ pauschal.


    Inzwischen sind 3 Ringe versenkt, ca 1,7m haben wir gegraben.

  • Die Berichte zum gegrabenen Schachtbrunnen sind seltener - ich erkläre gern mal ein paar Sachen die sich bewährt haben:

    Dreibein

    Zuerst haben wir versucht mit vorhandenen Leitern und Balken etwas zu bauen das auf dem Carport nebendran aufliegt. Das hat arg gewackelt und abenteuerlich schief ausgesehen. Das war nix.


    Bessere Lösung: Gerüststangen

    Über dem Loch haben wir ein Dreibein aus drei 3m langen Gerüststangen, mit zwei Gerüst-Gelenkverbindern zusammen geschraubt. Das hält wunderbar und war ohne Bastelei montierbar. Die Füße stecken in der Erde - an einer Stelle ist ein Holz drunter. Der Gerüsthandel in der Nähe verkauft gebrauchte aber auch neue Teile. Für eine Mischung (und eine Stange mehr) hab ich 115€ gezahlt. Ich glaube das war gut investiert.


    Die 3m Stangen sind lang genug um ans Loch ran zu kommen und hoch genug für Seilzug/Kettenzug. Neue Ringe passen gut zwischen den Stützen durch.

    Die Konstruktion erscheint uns auch stabil genug um einen Schachtring anzuheben (380kg) ohne dass was nachgibt.


    Kettenzug

    Um Ringe abzuladen / anzuheben haben wir einen günstigen 1Tonne Kettenzug (36€). Das funktioniert gut ohne Kraftakt.

    Die Ringe transportieren wir liegend auf dem Hänger. Mit dem Hänger geht es rückwärts in den Carport. Der Carport ist vollständig aus Doppel-T Stahlträgern - ideal um den Ring an Hebegurte zu hängen (vom Hausbau waren einige übrig) und den Hänger wegzufahren.

    Damit heben wir den Ring dann auch auf die Seite und Rollen ihn in den Garten. Neben dem Loch wird er mit dem Kettenzug ans Dreibein gehängt und gehoben/umgelegt und dann abgesenkt.

    Dann kommt ein Stück Holz dazwischen, der Gurt wird entfernt und das Holz gezogen. Der Ring sitzt...

  • Na, das scheint ja alles zu klappen. Dann wünsche ich gute Fortschritte beim Abteufen der Ringe.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hier mal wieder ein Zwischenstand: wir sind mit 5 Ringen, bei einer Tiefe von etwas über 2,5m angekommen.

    Für einen Hänger voll Erde brauchen wir ca. 3 Stunden - dann ist einige Tage Pause, bis Zeit für die Deponie ist. Pro Ring (1m Durchmesser, 50cm hoch) werden es etwa 2 Hänger voll.


    Um die Erde raus zu holen haben wir 2 Eimer 'kranbar' mit je 12l die wir über einen Flaschenzug (2:1) hoch ziehen. Einen größeren Eimer haben wir probiert - aber das wurde uns zu schwer. Für den Flaschenzug funktioniert eine Kletterseil-Rolle wunderbar. Eine elektrische Seilwinde haben wir nicht probiert - die erscheint mir dafür auch zu langsam (8m/min).


    Auch eine Belüftung gibt es jetzt - ein 120er PC Ventilator an einem KG Rohr - und das hängt von oben ins Loch rein. Das erzeugt unten einen leichten Luftzug.


    Die Betonringe haben eine Richtung - wir haben sie wohl falschrum reingelegt. An der Unterseite erschien es uns nützlich, wenn man die Vertiefung von innen sieht. Wir wollten verhindern dass sich ein Stein außen verfangen kann. Bei den ersten Ringen war das kein Problem - der 4. Ring ist jetzt aber mit Steigeisen. Diese zeigen leider mit der Trittfläche nach unten. Ich hoffe wir finden eine Lösung für einen Konus oder Deckel. Oder gibt es da Doppel-Nut Schachtringe?

  • Oder gibt es da Doppel-Nut Schachtringe?

    Nein.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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