zu tief gebohrt, salzes wasser

  • Wir haben unseren Brunnen wahrscheinlich bis in der Salzsole von Bad Sassendorf bohren lassen (40,8 mtr.). Die Wasseranalyse ergibt einen Chloridgehalt von 410. Das Wasser schmeckt auch richtig salzig. Der Brunnen ist für unser Haus gedacht, da wir nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden können. Wir haben vom Brunnenbauer jezt schon ca. 5,8 mtr mit Mikolit Tonpellets (ca. 7 Sack) plus ca. 1 m Quarzkies zuschütten lassen. Das Wasser ist aber immer noch salzig. Jetzt sind wir ziemlich verzeifelt. Wie können wir den Brunnen am besten abdichten, damit das tiefe Salzwasser sich nicht mehr mit dem Süßwasser aus den höheren Schichten vermischt?


    Viele Grüße


    Josinki

  • Wie können wir am besten unten z.B. 5 mtr abdichtten?

    Ist die Bohrung verrohrt bis zur Endteufe?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Nein, die Verrohrung geht nur bis ca. 11,50 m durch den Mergel. Danach wurde nur einfach in die Tiefe gebohrt. Direkt unter dem Rohr strömt 'süßes' Wasser rein. Das haben wir schon getestet.


    Gruss


    Josinki

  • Wir haben vom Brunnenbauer jezt schon ca. 5,8 mtr mit Mikolit Tonpellets (ca. 7 Sack) plus ca. 1 m Quarzkies zuschütten lassen.

    Es erschliesst sich mir nicht, wie Quarzkies abdichten soll. Als Auflagegewicht für die Tonpellets gibt es geeignetere Möglichkeiten.


    Direkt unter dem Rohr strömt 'süßes' Wasser rein. Das haben wir schon getestet.

    Tja, und wie hoch strömt Salzwasser hinein? Das müsste erst mal eindeutig geklärt werden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten !!!!!


    Der Quarzkies dient tatsächlich als Auflagegewicht. Der Brunnenbauer wollte eigentlich Zement in Plastiksäckchen auf den Boden lassen und die Säckchen dann auf dem Grund mit einem Metallspieß durchbohren, damit Wasser eindringen kann. Dann bleiben aber die Plastiksäckchen auf dem Grund liegen und sind im Grund in unserem Trinkwasser. Das hat uns absolut nicht gefallen. Daher der Quarzkies. Welche Möglichkeiten gibt es denn sonst?


    Wie hoch das Salzwasser einströmt, können wir nicht sagen. Das ist nicht festzustellen. Wir wissen jedenfalls nicht wie. Ab 17 m Tiefe bleibt eine dauerhafte Wassersäule trotz Abpumpens stehen. Da strömt dann offenbar auch noch einiges an Wasser zu, zum größten Teil ohne aber irgendwo auch mit Chlorid. Kann man denn herausfinden, in welcher Tiefe es einströmt und wenn ja wie ?


    Viele Grüße


    Josinki

  • Welche Möglichkeiten gibt es denn sonst?

    Wir wissen jedenfalls nicht wie.

    Kann man denn herausfinden, in welcher Tiefe es einströmt und wenn ja wie ?

    Ich bin eigentlich etwas erstaunt über diese Fragen. Du sprichst von einem Brunnenbauer, d.h. für mich dass die Bohrung bei der unteren Wasserbehörde angezeigt und genehmigt wurde sowie dass es sich bei dem Brunnenbauer um eine Fachfirma handelt. Diese Fa. ist vor Ort, sollte die örtlichen Gegebenheiten kennen und auch wissen, wie man so etwas handelt.

    Du fragst, was ihr machen könnt. Das ist doch gar nicht eure Aufgabe. Ihr bezahlt eine Fachkraft(?) dafür, dass sie ordentlich ihren Job macht.

    Hier vom Schreibtisch aus ist so etwas schwer zu beurteilen. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der Brunnenbauer nicht weiss, was er machen soll.


    Ohne dafür praktische Erfahrung zu besitzen, würde ich in den Brunnen bis ca. 1m vom Grund eine Tiefbrunnenpumpe versenken. Diese mit mässiger Pumpleistung betreiben und eine Leitwertmessung in jeder Meter Tiefe des Brunnens an den Rändern der Bohrung durchführen.

    Wenn die Ergebnisse nicht eindeutig sind, würde ich die Pumpe ziehen und den Versuch nach 48h wiederholen. Nur dass ich jetzt die Pumpe von oben langsam während des Pumpens absenken würde und gleichzeitig den Leitwert des gepumpten Wassers messen würde.

    Spätestens jetzt müsste eine Grenze zwischen Süss- und Salzwasser feststellbar sein.


    Hat man die Tiefe, die gesperrt werden muss, kann man weitersehen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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