Macht ein Brunnen bei mir sinn?

  • Hallo zusammen,

    Von 3 Jahren habe ich mir ein Haus gekauft mit ca 300qm Garten mit Teich und einugen Pflanzreihen. Nachdem ich vor kurzem auf unsere Anfang des Jahres installierte Wasseruhr für den Garten geschaut habe und da gute 40m3 Verbrauch abgelesen habe, hatt mich der Gedanke Brunnen gepackt.

    Unser Boden ist aber wohl nicht so toll.

    Bodenaufbau:

    Bis - 0,5m Erde

    Bis - 8,5m Lehm

    Bis - 53m Sandmergel

    Bis - 140m Kalkmergel

    (Angaben aus Erdwärmebohrung)


    Nächste Woche kommt ein Brunnenbauer zur Besichtigung und Angebot vorbei . Er würde im Spühlverfahren auf 20m gehen würde und ca 10m Filterstrecke 0,8mm setzen würde. Das kommt mir aber alles Spanisch vor.


    Mich würde eure Einschätzung interessieren was bei so einem Boden möglich ist, ob es unter Umständen auch selber machbar ist und was ihr schätzt ob da 3000L/h möglich wären.


    Gruß Dirk

  • Unser Boden ist aber wohl nicht so toll.

    Das ist richtig.

    (Angaben aus Erdwärmebohrung)

    Tiefe des Grundwasserspiegels fehlt.

    Frag ihn mal, welche Kiesschüttung er vorgesehen hat (Stärke und Grösse der Körnung)

    ob es unter Umständen auch selber machbar ist

    Wohl kaum, ohne Erfahrung und ohne die passende Ausrüstung.

    und was ihr schätzt ob da 3000L/h möglich wären.

    Das ist u.a. eine Frage der Filterlänge.

    Von hier aus ist schlecht zu sagen, wie wasserdurchlässig der Sandmergel ist.

    Wenn aber der Brunnenbauer schon 10m Filter setzen will, kann es nicht so doll sein. Frag ihn, welche Fördermenge er erwartet. Er(!) ist ortskundig, wir nicht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich gehe jetzt mal auf deine Überschrift ein:

    Du hast in dem Hitzejahr 2018 40m/3 verbraucht. Stellt sich die Frage: Ist das eine geeichte und abgenommene Wasseruhr von deinem Versorger, oder eine die du z. B. aus dem Baumarkt hast.

    Ist die Uhr von deinem Versorger zahlst du nur das Frischwasser, aber kein Abwasser.

    Frischwasser liegt bei uns z. Zt. bei ca. 1,60 €/ 1000l. Du würdest also 64 € zahlen.

    Mit Abwasser sind wir bei ca. 5 €/1000l = 200 €/Jahr

    Investitionskosten rechnen wir mal defensiv alles zusammen ca. 3000 €. Dazu kommen noch verschleißende Pumpen und Steuerungen, Ärger weil zu wenig oder gar kein Wasser kommt (bei deinem Schichtenprofil nicht unwahrscheinlich) Ärger weil evtl. Sand im Wasser ist. Stromkosten und was weiß ich noch.

    Und jetzt rechne Dir das mal selber aus......

  • Hallo ihr zwei

    Grundwasser laut Amt ab 6,5m wenn ich durch den Lehm bin.

    Filterkies hatte er glaub ich 4-6mm gesagt.


    Die Wasseruhr ist eine geeichte.

    Mein Verbrauch wird tendenziell eher steigen als fallen in den nächsten Jahren.

    Spätestens wenn ich den Bachlauf gebaut habe werde ich auf locker 100m3 Pro Jahr kommen. Bei uns liegt der Kubikmeter bei knapp 2€. Er würde ein 200er loch bohren bis auf 20m Tiefe. Er sagte was von 1000€ bei kg und etwas mehr für ordentliche rohre.


    Die Investition stell ich nicht in Frage sondern die Machbarkeit und ausgiebigkeit des Brunnens.


    Gruß Dirk

  • Ein Brunnenbauer der als billige Alternative KG Rohr anbietet ist für mich schon raus. Und “ordentliche Rohre“ sind im Vergleich zu KG schon erheblich teurer.

    So einen Spezialisten hatten wir in unserer Gegend auch mal, der hatte hier alle gutgläubigen (“ist ja schließlich ne Firma“) und Unwissenden abgegrast und war dann einfach weg.

    Und da habe ich dann viel Elend gesehen. Aber dein Eindruck zählt, du mußt ja auch bezahlen.

  • Ja genau das ist es halt.

    Von dem was man sonst so liest und so weichen seine Aussagen zum Teil halt ab.

    Für mich kommt auf jeden Fall nur nen brunnenrohr in Frage.

    Was mich halt irritiert ist das jeder Angst vor Mergel hat, als wäre das ein schwarzes loch in dem alles verschindet und nichts funktioniert.

    Die Dame vom Amt meinte vorhin am Telefon nur: "durch den Lehm müssen sie halt durch kommen." der Sandmergel wäre halt ne Grundwasserführendes Gestein.


    Ich denk mir halt wenn ich nen loch im Boden haben will wird trockenbohrung halt nicht wirklich durch kommen.

    Ne Spühlbohrung wird es dann wohl sein müssen.

    Die Trockenbohrfirmen haben alle direkt abgewunken.


    Er sagte auch das er hier in der Nähe auch schon 2 Brunnen gebaut hat. Er selbst ist von kg auf nicht überzeugt, das aber viele Kunden diese rohre unbedingt haben wollen. Wieso auch immer.


    Hat einer Erfahrung wie das mit Sandmergel aussieht? Ist das sickerfähig oder bau ich mir da nur den sammelloch?


    Gruß

    Dirk

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