Die Suche nach der Pumpe

  • Hallo zusammen,

    Ich bekomme Ende des Jahres endlich meinen Brunnen gebohrt.

    Nun stellt sich mir aber auch die Frage nach der Pumpe.

    Da es die erste Pumpe ist will ich da auch keine Unsummen für ausgeben. So 300€ sollten denke ich langen.

    Nach langer Suche und viel hin und her habe ich aber immer noch nicht die Pumpe gefunden, wie ich sie mir vorgestelle. Ich plane einen rückspühlfilter mit Druckminderer zu verbauen. Diesen möchte ich gerne auf 3,5 bar stellen. Die Pumpe sollte daher ein Leistung von etwa 3m3/h und einen Druck von 6-7 bar aufbauen, damit ich am Druckschalter (vor dem filter) 3,5-5 bar +- einstellen kann.

    Hat einer nen Tipp für mich welche Pumpe ich mir noch mal anschauen könnte?

    Vielen Dank

    Dirk

  • Hallo Dirk, die Frage wäre auch wie weit ist der Weg von der Pumpe bis zur Entnahmestelle und was für einen Rohrdurchmesser hast du verlegt? Wie ist der Wasserstand im Brunnen usw...

    Dann weißt du auch nicht was dein Brunnen an Wasserleistung bringt.

    Tip von mir, warte bis dein Brunnen gebohrt ist!

    Der Brunnenbauer macht einen Pumpversuch und kann dir sagen wie viel Liter rauszuholen ist.

    Das wäre sonst rausgeschmissenes Geld.

    Es kann auch sein, das der Brunnenbohrer tiefer Bohren muss und du eine Pumpe mit mehr Druck benötigst


    vg marg

  • Hallo marg,

    Ich orientire mich gerade an dem Brunnen meines Nachbarn. Wasserstand bei 6,5m.

    Versenktiefe der Pumpe auf etwa 8,5m.

    Mein Nachbar hat bei sich ne gardena 6000/5 drin hängen. Ich bin mir aber nicht sicher ob die nicht zu viel Leistung für den brunnen hat. (unten im Brunnen sammelt sich grade einiges an).

    Als steigrohr wird ein hdpe 40mm dienen und hinterher auf 1" adaptiert. Dahinter werden dann diverse 1" magnetventile kommen für die bewässerung.

    Die sprinkler werden an 25mm hdpe rohren hängen und eine verlegelänge von max 20m waagerecht haben.

    Mir ist aufgefallen das ich nicht geschrieben hatte wie der Brunnen im Durchmesser wird. Versenkt wird ein 115er mit 8m filterstrecke 0,75mm.

    Gruß Dirk

  • Die richtige Auswahl einer Brunnenpumpe ist gar nicht so einfach, weil sie von verschiedenen Faktoren abhängt. Vielleicht hilft Dir folgender Artikel:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg49,

    So kam ich auf die angefragten Werte.

    Die Pumpe wird auf etwa 8,5m hängen. Andere Höhenunterschiede habe ich nicht. Die steigleitung sowie der angrenzende 90° Knick wird mit 1 1/4 zoll realisiert. (sollte kein nennenswerter Verlust sein). Dann wird auf 1" adaptiert und es geht durch den Filter und das rückschlagventiel. An dieser Stelle benötige ich einen druck von etwa 5,5-6 bar für den Druckschalter. Nach dem filter soll der Leistungsdruck relativ konstant sein bei 3-3,5bar (enspricht der benötigten wurfweite) . Die 4 Beregner haben in Summe einen Verbrauch von 2,8m3/h.

    Durch den Höhenunterschiede von 8,5m liegt der Verlust bei etwa 200-300l.

    Daher suche ich eine Pumpe mit ca 3m3/h und 6-7 bar.

    Gruß Dirk

  • An dieser Stelle benötige ich einen druck von etwa 5,5-6 bar für den Druckschalter.

    ? ? ?

    Ein Druckschalter kann individuell auf verschiedene Drücke eingestellt werden und benötigt an und für sich einen Druckkessel.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • ? ? ?

    Ein Druckschalter kann individuell auf verschiedene Drücke eingestellt werden und benötigt an und für sich einen Druckkessel.

    Gruss

    kg49


    Druckschalter werden auf einen einschaltdruck und einen abschaltdruck erstellt das ist mir klar.

    Ein druckkessel ist hierfür doch nicht erforderlich. Der einschaltdruck soll ca 0,5bar über dem Druck nach dem filter/Druckminderer liegen, damit dieser konstant bleibt. Da der abschaltdruck meist 1,5 bar über dem einschaltdruck liegen muss (Konstruktionsbedingt bei den meisten Druckschaltern) lande ich Angaben technisch da.

    Bei 3-3,5bar eingestellt am Druckminderer komme ich halt auf diese Angabe von 6-7 bar.

    Lieg ich da falsch?

    Gruß Dirk

  • Ein druckkessel ist hierfür doch nicht erforderlich.

    Bei der kleinsten Undichtigkeit bricht der Druck sofort zusammen, mit den entsprechenden Folgen. Aber jeder so, wie er möchte.


    An dieser Stelle benötige ich einen druck von etwa 5,5-6 bar für den Druckschalter.

    Dieser Satz ist so nicht nachvollziehbar, deswegen mein Hinweis zur Einstellbarkeit.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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