Verständnisprobleme Ansaughöhe etc.

  • Wertes Forum,

    falls ich nicht die richtige Ecke für meine Laienfrage gewählt habe, bitte ich um Entschuldigung.

    Eine kurze Einleitung: Wir haben uns vor wenigen Tagen einen Brunnen vom Fachbetrieb bohren lassen. Nach der Bohrung stand das Grundwasser bei 5,50 - 6,00, verrohrt mit DN 80 wurde er bis 13 m Tiefe. Die erste Messung ergab eine Entnahmeleistung von 700 l/h. ?(

    Im Anschluss lief die Tiefenbrunnenpumpe des Brunnenbauers für gut 12 Stunden mit Zeitschaltuhr alle halbe Stunde für 30 Minuten. Die Messung im Anschluss ergab nun gut 2m²/h. Das Grundwasser steht jetzt bei 4 m. :)

    Die Ansaugstelle soll bei 11 m hängen.



    Nun die eigentliche Frage. Uns wurde eine Tiefenbrunnenpumpe empfohlen. Bisher hatten wir mittels Hauswasserwerk gelegentlich Wasser aus unserem Flüsschen entnommen. Dieses kann betrieben werden mit einer Ansaughöhe bis 8 m.

    Kann nun unser Hauswasserwerk weiter benutzt werden? Entnahme bei 11 m, Grundwasserspiegel derzeit bei 4 m (plus ca. 1 m Leitungslänge über Gelände).


    Ich wäre für ein paar erleuchtende Worte dankbar.

    Beste Grüße, Thika.

  • Moin.


    Entscheidend für die Ansaughöhe ist der reine Höhenunterschied zwischen Grundwasserstand im Pumpbetrieb und der Pumpe, plus der Druckverlust in der gesamten Leitung bis zur Pumpe.


    Bei deinen ca 5m Höhendifferenz sollte das Hauswasserwerk problemlos betrieben werden können.


    Gruß

    Lumpi

  • Die Ansaugstelle liegt viel zu tief.

    Wenn die Bohrung 13m beträgt und der Brunnenbauer 0,5m Sumpfrohr gesetzt hat, denkbar sind auch 1,0m, er (geschätzte) 2m Filterrohr verbaut hat, so liegt die Ansaugstelle genau im Filterbereich, wo sie auf gar keinen Fall liegen sollte.

    Die Ansaugstelle sollte 1m über dem obersten Filter liegen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ah ok.

    Meines Wissens nach ist der Aufbau bei uns so: 13-12m Sumpfrohr, 12-11 m Vollrohr, 11-10 m Filterrohr. Wo soll jetzt die Entnahmestelle sein?

    (Unterlagen des Brunnenbauers erhalten wir erst nächste Woche).


    Nachtrag: Möglicherweise habe ich das Rohr 12-11 m falsch verstanden?


    Aber dennoch - Wenn angenommen das Filterrohr bei 10 m endet, sollte die Entnahmestelle bei 9 m liegen?

    Sorry....

  • Wenn angenommen das Filterrohr bei 10 m endet, sollte die Entnahmestelle bei 9 m liegen?

    Sorry....

    Richtig.


    12-11 m Vollrohr,

    Das Vollrohr zwischen Sumpf und Filterrohr ist unverständlich.

    Sollte es aber so sein, könnte die Ansaugöffnung des Schlauches auch am unteren Ende dieses Rohres liegen. Nur eine Tiefbrunnenpumpe darf man dort nicht hinhängen.

    Lass Dir ein Schichtenverzeichnis und einen Brunnenausbauplan geben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Bitte sehr mir nach, dass ich ungeduldig bin - wir wollen den Brunnen am WE nutzen...

    Die 9 m wären aber auch (vorerst) in Ordnung? Das Filterrohr endet in jedem Falle bei 10 m).


    Was kann einem Brunnen passieren, wenn man die falsche Höhe der Ansaugöffnung wählt?

  • Die 9 m wären aber auch (vorerst) in Ordnung?

    Ja, der Wasserstand ist in Ruhe hoch genug. Hoffentlich auch beim Pumpen, aber das merkt ihr dann.

    Was kann einem Brunnen passieren, wenn man die falsche Höhe der Ansaugöffnung wählt?

    1. Dass Sand durch die Schlitze eingezogen wird.

    2. Das es durch Turbulenzen langfristig zu Verockerungen kommen kann.


    Das Wasser soll möglichst langsam und gleichmässig durch die Filterrohrschlitze strömen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Vielen Dank für die ersten aufhellenden Worte. Mein Problem ist, dass das Lesen im Netz oder auch hier zu totaler Verwirrung führt - wenn man so gar keine Ahung hat und das Grundverständnis fehlt. Dessen war ich mir nicht bewusst.

    Ich dachte so blauäugig, da bohrt jemand den Brunnen und fertig....


    Denkste, Puppe....

  • Ich dachte so blauäugig, da bohrt jemand den Brunnen und fertig....

    Das ist sehr häufig der Fall. Die wenigsten sind bereit, sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen.

    Einen Brunnen zu bohren und in Betrieb zu nehmen ist ein Projekt, bei dem viel falsch gemacht werden kann.

    Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht sagen.

    Die Berichte hier im Forum über gescheiterte Brunnenbohrungen (auch von Firmen) sowie Versuche, den Brunnen einwandfrei in Betrieb zu nehmen, sprechen eine zu deutliche Sprache.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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