Gemauerter Brunnen soll wieder Funktion haben.

  • Hallo Brunnengemeinde,


    mein Name ist Tom, ich komme aus dem Nordosten und habe in den vergangen Tagen (mit Unterstützung) den beigefügten Brunnen wieder hochgemauert. Zuvor war er nur bis knapp über die Geländeoberkante. Im Zuge der Sanierung (vorwiegend optischer Natur) kam mir die Idee, den Brunnen als offene Regenwasserzisterne zu nutzen. D.h. ich würde das Wasser filtern (bspw. in einem Fallrohrfilter mit Sieb und Gewebe) und dann in den Brunnen einleiten wollen. Dort sollte es gemächlich versickern bzw. gepuffert werden.

    Dazu meine Gedanken wie folgt:

    Was der Brunnen gibt, das "nimmt" er ja sicher auch. Um das Ganze zu verbessern, wollte ich dieses WE in den Brunnen hinabsteigen und Ihn von Schlamm & Co. reinigen. Sicher finden sich am Rand noch verkalkungen/Oxidansammlungen. Diese wollte ich entfernen. Um da auch lebend raus und rein zu kommen, habe ich mir beim Maschinenverleih meines Vertrauens eine Abluftanlage bestellt, mir dieser möchte ich - über eine 300mm Leitung - Luft in den Brunnen leiten.


    Gibt es Bedenken? Rechtlich ist die Ableitung von Regenwasser in "oberflächennahe" Brunnen wohl nicht sonderlich gern gesehen. Mich interessiert dazu jedoch eher die funktionelle Natur.
    Durchmesser ist knapp über 2m, tiefe gut 6,5m.



    LG

    Tom

  • Hallo Tom,

    Rein technisch gesehen hast du mit der Aussage "er nimmt" recht. Nach dem gleichen Prinzip werden Brunnen ja auch gegengespühlt.


    ABER

    Alles was ich deinem Schacht an unrat ist wird durch dieses Vorgehen in das Grundwasser geleitet ja regelrecht schon gepresst. Daher solltest du von diesem Gedanken Abstand nehmen.

    Solltest du durch die Aktion des einleitens das Grundwasser Verunreinigungen wirst du richtig Probleme mit den Behörden bekommen.

    Gruß Dirk

  • Hallo Dirk,


    danke für deine Rückinfo.


    Gestern war ich unten und habe mich bemüht die organischen Anteile bestmöglich zu entfernen. Leider war das ganze sehr mühselig (Eimer am Seil).

    Das Prozedere würde ich gerne wie folgt wiederholen:

    1. Lüftungsanlage erneut beschaffen
    2. Wasserzulauf in den Brunnen legen, Wasser einleiten und Brunnensumpf aufwirbeln
    3. Schmutzwassermembranpumpe mit Saugleitung/Korb führen und so den Schlamm abpumpen


    Unten im Brunnen habe ich dann nur Schlamm und Ziegel/Ziegelreste vorgefunden, die Ziegel sollten nach der Pumpaktion übrig bleiben und mittels Eimer am Seil abtransportiert werden.


    Wie gesagt, beabsichtige ich das Regenwasser vollständig und dezentral (Fallrohrfilter) zu reinigen, ehe ich es in den Brunnen einleite. Allein schon um mir die Arbeit für die nächsten Jahre zu sparen.

    Durch Baumbestände kommt doch einiges auf dem Dach zusammen, zumindest wie ich das in den Regentonnen beobachten konnte.


    Eine Zentrale Filterung halte ich für unsinnig, da auf dem Grundstück keine Abwasserleitung vorliegt und ich alles per Hand abführen müsste. Zudem muss ich knapp 120m Rohr verlegen, da scheinen mir die Fallrohrfilter sinnvoller und besser zu überwachen.


    Aufgrund der ländlichen Lage und des Alters nehme ich nicht an, dass irgendjemand Kentniss von dem Brunnen hat, insbesondere da er auch keinen Unterlagen (ALP, etc.) auftaucht. Es ist auch nicht auszuschließen dass Bestandteile von draußen (oben) in den Schacht gelangen, selbstverständlich auch Regen ... natürlich ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass nur ins Grundwasser kommt, was auch dort "reingehört". Drum würde ich es gerne bestmöglich machen.

  • Was du da betreiben willst, ist eine Schachtversickerung. Ich weiß nicht, wie die Bestimmungen im Nordosten des Landes sind, aber hier in NRW ist unter einer Schachtversickerung ein Mindestabstand zum Grundwasser >1,50m einzuhalten!


    Gruß

    Lumpi

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