Zisterne Brunnen Zisterne meine Erfahrungen

  • Hallo Forum,


    ich hatte vor bei mir hinterm Haus bei beengten Platzverhältnissen eine Zisterne zu bauen. Zuerst waren die Überlegungen wie was usw. Ursprünglich sollten es min. 5000l werden. Die Art war lange offen. Kunststoff : nein, weil Behälter teuer und große Grube mit Abböschung notwendig was wegen das Platzes nicht geht. Schachtringe und diese wie beim Schachtbrunnenbau absenken (hier bin ich auf der Suche im letzten Winter auf dieses Forum gestoßen. Wegen der guten Anregungen usw. will ich Euch mit diesem Beitrag was zurück geben) Also Schachtringe haben aber das Problem, dass diese bei rund 2m Durchmesser verdammt schwer werden, und ich an die Stelle mit keinem schweren Gerät rankomme. Ich hätte die Ringe auch stehend rollen müssen und dann umlegen und aufsetzen... Kran mit 20m Ausladung war mit zu teuer. Kleinerer Durchmesser bedeutet aber bis ich 5000l habe mehr Tiefe und davor hatte ich Respekt. Lösung vor Ort Beton. Ich habe dann hier im Forum mal ein Bild von einer Brunnenschalung gesehen... Ich hab dann angefangen zu graben und hatte irgendwann beim Erreichen meiner Zietiefe hatte ich eine Wasser getränkte Schicht und in einer kleinen Kule haben sich über Nacht ca. 2l Wasser gesammelt==> Wenn ich Grundwasser habe dann wird es ein Brunnen und keine Zisterne. Bei uns in der Gegend gibt es Grundwasser erst bei ca. 55m, es sind aber lokale wasserführende Schichten in allen Tiefen zu finden. Aufgrund der Hoffnung so eine Schicht gefunden zu haben habe ich noch etwas weiter gegraben: Kein Erfolg an dieser Stelle. Weil das Projekt abe rganz gut lief hab ich weiter gegraben immer mit der Überlegung entweder doch noch Wasser oder eben eine größere Zisterne. Bei 7m Tiefe und und 11000l Nutzinhalt der Zisterne hab ich dass aufgehört und endgültig eine Zisterne draus gemacht.


    Soviel zur Vorgeschichte. Hier nun meine Erfahrungen:

    1. So Sah der Schacht am Ende aus. Tiefe 7m, Innendruchmesser 1,6m


    2. Baustelle von oben: Ich habe die oberen 50cm nur ausgehoben und mit Brettern 6eckig abgestütz. Die sind später nachdem der Deckel mit Einstiegsschacht drauf war wieder rausgekommen und alles wurde verfüllt.


    3. Baustelle unten:


    4. Rohboden meines Schachtes und unsere Untergrund: Mergel, Kalksteine: Für den Ausbruch mit Abbruchhammer, Material sortieren, mit dem Gerüstaufzug rausholen, ... haben wir zu zweit für einen Abschnitt von 85cm ca 6-7 Stunden gebraucht unten ging es langsamer, weil der Aufzug das limitierende Element war.


    5. Am Rohboden der immer mindestens 5cm unter meiner Solltiefe war habe ich außen rum, aus dem feineren Material (siehe rechter Haufen im Bild 4) eine saubere Ebene im Wasser erstellt.


    6. meine Schalunsgelemente (Eigenbau), zwei Ringe übereinander der obere Ring 15 konisch + 35 zylindrisch und später um einen zweiten 35cm zylindrischen Ring unten ergänzt. Pro Ring 4 Teile, 3 große die imme rfast ein Drittel das Umfanges abdecken und ein kleineres Teil. Beim Kleinen Teil sind die die Seiten nicht radial zur Zylinderachse ausgerichtet, sondern nach außen keilförmig um das Teil beim Ausschalen als erstes nach innen hin ausbauen zu können


    7.Einbau der Schalung


    8. komplette Schalung eingebaut. Einzelteile mit Zylinderscharuben und Flügelmuttern verschraubt. Hier sieht man auch den kleinen keilförmigen Teil


    9. Mein Beton Einfüllsystem: Zwei aus LKW-Plane geklebte ineinander gesteckte Schläuche. Der untere Schlach hatte oben zwei angeklebte Schlaufen die ich an meinem Gerüstaufzug angehängt habe, damit ich den Schlauch beliebe Verlängern und Verkürzen konnte.


    10. Beton Einfüllsystem oben: kleine Holzecke und ein kürzes Stück altes 110er KG-Rohr, das wiederum im Einfüllschlauch steckt

  • 11. Hier noch mein Schalungsrüttler zum Beton verdichten: Ein alter abgebrochender Meisel mit angeschweißter kleiner Platter in meiner TE-35 Hilti. Und damit es der Schalung nicht ganz so weh tut eine kleine Gummi Zwischenlage. Zuerst habe ich diese immer mit einer Hand gehalten und dann irgendwann mit einen dauerhaften Provisoriumsdraht angebunden.

Brunnen selber bauen