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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenpumpen

Korrossion der Antriebszähne einer Motorwelle

  • pumpenprofi
  • December 16, 2009 at 10:33 PM
  • pumpenprofi
    Beginner
    Posts
    5
    • December 16, 2009 at 10:33 PM
    • #1

    Bei Tiefbrunnenpumpen (Rohrpumpen) kann es nach 1 bis 2 Jahren zu folgendem Problem kommen:

    Der Motor dreht mit normaler Drehzahl aber die Pumpendruckstufe steht. Wenn man jetzt den Motor von der Druckstufe trennt, findet man die Zähne auf der Motorwelle völlig wegkorrodiert. Dadurch kommt keine kraftschlüssige Verbindung zur Druckstufe mehr zustande.

    Was ist der Grund?

    Viele Brunnen gerade auch in Rheinnähe haben elektrochemisch überdurchschnittlich aktives Wasser.

    Die Elektrochemie kennt eine Abstufung aller Metalle („sehr edles Metall“, „edles Metall“, „weniger edles Metall“, „unedles Metall“, „sehr unedles Metall“) nach ihrem Bestreben, sich in Säuren oxidieren zu lassen. Die Standardpotentiale der edlen Metalle haben ein positives Vorzeichen, die der unedlen dagegen ein negatives.


    Dadurch fließt ein permanenter Strom zwischem dem "unedlen" Metall, welches in der elektrolytischen Spannungsreihe weiter unten steht und den weiter oben stehenden Metallen. Da die Motorwelle nicht so hoch legiert ist mit ca. -0,3 V tiefer in der Spannungsreihe als z.B. Chrom +1,33 V und höher legierter Stahl +0,77 V und Kupfer +0,52V liegt, fließt ein permanter Strom von der Motorwelle zu den höheren Metallen, die elektrochemisch im Plusbereich liegen. Die unedlen Metalle lösen sich dabei auf, weil Säuren H+ enthalten.

    Wie kann das Problem vermieden werden?

    Zink liegt z.B. mit -0,7 Volt sehr tief in dieser Spannungsreihe. Wenn man jetzt ein Stück Zink als sogenannte Opferanode in die Nähe der Motorwelle montieren könnte, würde das Zink das Schicksal der Motorachse erleiden und abgetragen werden. Die Motorwelle selbst bliebe dabei unversehrt.

    Wie und wo kann das Zink montiert werden?

    Man nehme ein rundes Stück Zinkblech mit ca. dem Durchmesser der Pumpe. In dieses werden die 4 Löcher an der Position der Verschraubung zwischen Motor und Pumpe gebohrt und zwischen den Motor/ Druckstufenflansch verschraubt.

    Wenn die Motorwelle schon verschlissen ist, hilft nur noch ein Austausch des Motors. Versuche, die korrodierte Motorachse an das innenverzahnte Gegenstück zu schweissen führen zum schnellen Tod der Druckstufe da jetzt keine axiale Bewegung der Druckstufenachse mehr möglich ist.

    Edited once, last by pumpenprofi (December 16, 2009 at 10:36 PM).

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