Anschluss Druckkessel an DDR Hauswasseranlage

  • Liebe Brunnenfreunde,

    ich habe im Keller eine alte Hauswasseranlage aus DDR-Zeit. Sie funktioniert und wird zur Gartenbewässerung verwendet.

    Was ich nicht verstehe ist, wie der Kessel angeschlossen ist. Auf den Bilder ist folgendes erkennbar:

    0: Zulauf von der Pumpe (Oranienburger Kreiselpumpe)

    1: Zulauf von der Pumpe zum Kessel

    2: Abgang zu den Wasserhähnen

    Wie man erkennen kann, wird das Wasser von der Pumpe kommend parallel sowohl in den Druckkessel gepumpt als auch direkt in das Rohr zu den Wasserabnehmern.

    Ist die Pumpe eingeschaltet baut sich im Kessel ein Druck auf, bei Erreichen des Abschaltdrucks schaltet sie ab. Werden die Wasserhähne geöffnet sinkt der Druck und die Pumpe schaltet wieder wie vorgesehen ein.


    Ich hätte allerdings erwartet, dass die Zufuhr zu den Abnehmern vom Kessel abgeht und nicht wie hier verbaut direkt von der Pumpe. Wäre es nicht logischer, dass eine Kesselseite Zulauf und auf der anderen Kesselseite der Abgang angeschlossen ist?


    Danke für eure Hilfe.


    Stephan

  • Wäre es nicht logischer, dass eine Kesselseite Zulauf und auf der anderen Kesselseite der Abgang angeschlossen ist?

    Nein, physikalisch ist der Druck im Prinzip überall gleich.

    Hygienisch gesehen kann ein nennenswerter Unterschied bestehen.

    Wenn sich die Pumpe relativ früh einschaltet (kleine Hysterese), kann es sein, dass das Wasser im Kessel nicht ausreichend gewechselt wird.

    Bei ausschliesslicher Verwendung des Wassers im Garten sehe ich aber kein Problem, wenn die Anlage bis jetzt einwandfrei gelaufen ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ja das verstehe ich.

    Allerdings könnte man bei laufender Pumpe das Ventil zum Kessel schließen und das Wasser würde direkt an die Abnehmer gepumpt, ohne dass der Druckkessel incl. Ein- und Ausschalter im System integriert sind. Die Pumpe würde sich also nicht abschalten, da der Druck im Kessel nicht mehr steigt, da quasi abgedreht?


    Danke & Gruss

    Stephan

  • Die Pumpe würde sich also nicht abschalten, da der Druck im Kessel nicht mehr steigt, da quasi abgedreht?

    Im Prinzip schon, aber überflüssig. Wenn der Druckschalter richtig eingestellt ist, schaltet sich die Pumpe sowieso nicht ab, wenn die max. Wassermenge im Garten benötigt wird.

    Bei kleiner Wasserentnahme taktet die Pumpe, aber nur mit niedriger Frequenz, wenn das Luftpolster und der Druckschalter richtig dimensioniert wurden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die Antworten!

    Noch eine letzte Frage:

    Sollte man den Kessel mit Druckluft vorbefüllen? Oder reicht es aus wenn die darin vorhandene Luft (bei Normaldruck und ohne Wasser) durch die Pumpe komprimiert wird und sich dadurch das Luftpolster aufbaut.


    Beste Grüße

    Stephan

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