Brunnen bohren Wasser versickert

  • Guten Tag,


    bin neu hier, verfolge das Forum aber schon ein paar Monate und habe schon wertvolle Tipps gefunden, danke dafür!


    Mein Brunnen:

    Schrebergarten, also kein Zugang zu Strom oder Wasser.

    Gebohrt mit 150er Erdbohrer auf 6m Tiefe, ab dann grober Kies mit Lehm, konnte nichtmehr weiter bohren.

    110er KG Rohr mit 1m Sumpfrohr und 2m Filterrohr (ja, ich weiß, nicht die richtige Wahl) 7m eingesetzt, mit Zwinge Gewicht aufgebracht (ca 250kg) und Kiespumpe gebaut. Funktioniert ansich ganz gut, habe ca 0,75m Fortschritt gemacht.


    Problem:

    Bin jetzt auf einer Sand/Kies Schicht, für die Kiespumpe brauche ich einen Wasserstand, der sie mindestens vollkommen bedeckt, aber das Wasser versickert schneller als ich nachschütten kann und meine Reserven belaufen sich nur auf ca 500l, also fällt meine Akkupumpe mit 15l/min auch raus, da die Fässer sehr schnell leer sind.


    Habt ihr evtl einen Tipp wie ich weiter kommen könnte? Die Nachbarn haben Schlagbrunnen auf 8m Tiefe und eig genug Wasser, einer wird die Wochen mal eine Benzinpumpe anschließen und mir direkt in den Brunnen pumpen, evtl komme ich damit weiter, aber wenn das nur langsam voran geht frisst mich der Sprit auf.


    Das ist ein Hobby Projekt zum lernen, ich werde den Garten nicht lange haben, da ich Student bin und nach dem Studium wo anders hinziehen werde. Mit mehr Geld würde ich vieles anders machen (Arbeitsrohr, richtiges Brunnenrohr, etc.), aber daran mangelt es halt und demnach alles diy und möglichst billig, bitte nicht verurteilen. Mir geht es um die Erfahrung und darum, dass ich ggf irgendwann mal Hausbesitzer oder Dauermieter bin und mir dann was für den Garten bauen möchte, was ordentlich ist und nicht so ein "Pfusch :D" wie momentan.


    Danke im Voraus und liebe Grüße,

    Rob

  • Danke schonmal für die schnelle Antwort.


    Was für einen Sand muss ich denn da nehmen? Ich dachte ich habe gerade dieses Problem weil ich auf einer Sandschicht bin und das Wasser einfach durch den Sand läuft.


    Habe selbst aber auch schon überlegt das Rohr quasi zu verstopfen, nur geht es generell langsam voran (mit Glück 1cm pro Anwendung, manchmal garnicht) und ich hol idR. ca 2-3 Hände Material pro Anwendung raus, jetzt hätte ich Angst wenn ich Material zuführe, welches ich auch wieder abtragen muss, ich kaum noch voran komme.

  • Ja ist mir klar, Verstopfung ist hier unerwünscht :P. Trotzdem finde ich deine Idee recht gut, werde mir mal einen Sack feinen Sand organisieren, der sollte dann das Wasser evtl ein wenig hemmen, aber auch durch den Sog leicht aufsaugbar sein.

    Probieren geht ja bekanntlich über studieren.


    Vllt kommt aber noch jemand mit DEM Geheimtrick, hab hier ja schon einige kuriose Einträge bewundern dürfen. ^^

  • So, haben heute mal zwei Sachen probiert, einmal mit Sand, Kiespumpe rein, Wasser rein, hat leider nicht funktioniert. Sobald ich einmal gepumpt habe war der Sand weg und das Wasser dann auch. Dann haben wir mit einer großen Pumpe dauerhaft Wasser in das Rohr gepumpt, verschiedene Reihenfolgen und Methoden probiert, aber leider auch kein Material gefördert.

    Sieht so aus als müsste ich wohl warten bis der Grundwasserstand mal wieder höher ist, was besseres fällt mir leider nicht ein.

  • Ohne Wasser kann man nicht plunschen, dann muss man im Rohr bohren bzw., wenn die Bohrung nicht zusammenfällt, ohne Rohr bohren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ja das ist mir bewusst, das Material bleibt nur leider nicht auf dem Bohrer sondern rutscht immer wieder runter, den Versuch haben wir auch schon gemacht :( Und sobald ich das Rohr ziehe fällt unten alles zusammen. Aber danke für die Idee :)

  • sondern rutscht immer wieder runter,

    Sollte eigentlich bei trockenem Bohrgut nicht der Fall sein.

    Falls doch, besitzt der Bohrwendel eine zu grosse Steigung.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • ...oder du mußt dir was einfallen lassen, wie du sehr schnell viel Wasser ins Bohrloch bekommst..

    Was hast du für ein Fass? Großer Ablauf? Das Fass dann so hoch stellen, daß das Wasser direkt ins Bohrloch fließen kann. Am Besten sogar noch einen dicken Schlauch bis kurz über der Kiespumpe einführen.

  • Um auf kg49 zurück zu kommen: das mit der Steigung kann gut sein, die Bohrer die ich verwende kursieren schon seit Jahrzehnten in der Schrebergarten Gemeinschaft, gut möglich, dass die nicht das Gelbe vom Ei sind :/


    Und zu Lumpi: Wir haben den Brunnen vom Nachbarn über eine Pumpe angeschlossen und direkt in meinen Brunnen gepumpt, nach seiner Aussage macht die Benzinpumpe ca 2000l/h, wüsste nicht wie ich noch mehr Wasser in den Brunnen kriegen sollte ||


    Bevor die Frage kommt, die Nachbarn die Wasser haben, habe alle bis zu meiner Schicht gebohrt und dann Rammbrunnen gesetzt, ich wollte aber gerne eine Tauchpumpe probieren, da ich das für später einmal favorisiere und den Umgang mit Kiespumpe etc einfach mal testen/üben wollte.


    Vielen Dank für die Tipps :)

  • Und zu Lumpi: Wir haben den Brunnen vom Nachbarn über eine Pumpe angeschlossen und direkt in meinen Brunnen gepumpt, nach seiner Aussage macht die Benzinpumpe ca 2000l/h, wüsste nicht wie ich noch mehr Wasser in den Brunnen kriegen sollte

    Das ist natürlich dann zu wenig (wie du selber ja schon bemerkt hast), wenn du sehr durchlässigen Boden unten im / am Rohr hast.

    Die Antwort, bzw eine Lösung, habe ich dir doch genannt. ;-)

  • Ich hab halt nur 2x 250l Fässer, selbst wenn ich die entsprechend bewegt bekomme (und ein großes Loch reinbohre) sind die schneller leer als ich die Kiespumpe bewegt bekomme :|

  • Wenn dein Nachbar eine Benzinpume hat, dann fördert die aber doch garantiert wesentlich mehr als 2m³/h, wenn das Wasser nicht hoch gesaugt werden muß?!? Angaben zur Pume wären hilfreich... Evtl könntest du die an die vollen Fässer anschließen und damit dann schnell, viel Wasser ins Bohrloch pumpen...

    Wenn selbst das zu schnell versickert, um mit der Kiespumpe Erfolg zu haben, hast du ja anscheinend reinen Kies unterhalb deines Rohres?!

    Da könnte dann aber evtl der althergebrachte Plunscher, wenn auch mit viel Mühe, ein Weiterkommen ermöglichen.


    Wenn du dir die Kiespumpe schon selber gebaut hast, dann kannst du dir bestimmt auch noch ein paar andere Werkzeuge bauen. ;)

    Wie kg49 schon schrieb...ein Bohrer mit flacher Steigung. ..evtl mit einem Stück Rohr drum herum... Ausprobieren und verfeinern... Beim Anheben auch austesten...evtl ganz langsam. um Wasser (falls dort schon vorhanden) ganz langsam ablaufen zu lassen, ohne alles vom Bohrer zu schwemmen, oder evtl kurz ruckartig, um den Sand ein wenig zu verdichten... Du wirst wohl probieren müssen. :)

Brunnen selber bauen