Eisen- und Manganfilter

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen Brunnen mit Tiefenpumpe. Oben am Ausgang ist eine Presscontroleinheit mit 1" Abgang.

    Daran angeschlossen ist meine Bewässerungsanlage.

    Nachdem ich nun alles hab pflastern lassen und die Bewässerung fast vollständig fertig gestellt habe, musste ich feststellen, dass ich leider eine ziemlich hohe Eisen- und Manganbelastung habe.

    Da denkst man man hat es fast geschafft und dann sowas. ||

    Bevor sich nun die Filter an den Düsen oder die Magnetventile zusetzen und meine Granitborde und Terassenplatten zu sehr ins gelb-bräunliche übergehen, möchte ich schnell handeln und einen passenden Filter installieren. Um genau zu wissen wie groß die Belastung ist, habe ich eine Wasseranalyse machen lassen:


    Nitrat < 3,0 mg/l

    pH-Wert 7,5

    Leitfähigkeit 593 µS/cm

    Eisen 2,01 mg/l

    Mangan 0,44 mg/l

    Nitrit 0,02 mg/l

    Phosphat < 0,2 mg/l


    Der maximale Durchfluss beträgt 2 m³/h. Hauptsächlich werden regelmäßig 1,5 bis 1,7 m³/h fließen.


    Der Filter sollte auch mit in dem Pumpenschacht platziert werden.


    Hat hier jemand eine ähnliche Situation (gehabt)? Kann mir jemand einen Filter empfehlen?


    Danke und Gruß

  • Wie tief ist der Brunnen? Wenn viel Eisen im Wasser ist kannst Du den Brunnen vielleicht 2 oder 3 Meter hochziehen. Manchmal hat man im oberen Bereich der Wasserleiter weniger Eisen. Wenn Du nur genügend Wasser im Rohr lässt, dann kannst Du mit diesen geringen Fördermengen doch noch gut arbeiten.

    Wenn ich einen Brunnen gebohrt habe, dan rieche ich schon sofort ob viel Eisen im Wasser ist. Leider in 60 Prozent der Fälle ist das der Fall.


    Filtersysteme sind sau-teuer und bei mehr als 1,5 m3 /h werden die schon richtig gross.


  • Der Brunnen ist etwa 20m tief. Dann kommen 4m Filter und die Pumpe hängt die auf 15m Tiefe. Habe auch schon gehört, dass bis 7m Tiefe diese Probleme nicht so sehr sein sollen, da sich dort mehr Luft im Wasser befindet und dort das Eisen schon im Boden vorher oxidieren kann. Aber von 7m bin ich ja weit entfernt.

    2 oder 3m hochziehen? Das Wasser sauge ich doch dann immernoch von den unteren 16-20m, oder nicht?

    habe es so verstanden, dass bis 16m Tiefe ein Rohr runtergeht und dann die letzten 4m ein perforiertes Rohr ist in dem sich Filterkies befindet. Nur durch diese Löcher im perforierten Rohr dringt das Grundwasser in das Brunnenrohr und wird nach oben befördert. Das heißt egal ob ich die Pumpe auf 15m hängen habe oder auf 2m , das Wasser wird immer aus mindestens 16m Tiefe angesaugt, oder verstehe ich da was falsch?

    Ja das seltsame ist ja, dass es damals bei der Bohrung laut Brunnenbohrer das klarste Wasser war und auch der Schnelltest auf Eisen nichts angezeigt hat.

    Kurz zur Historie:


    Bohrung 10/2019

    dann kaum eine Abnahme bis 03/2020

    04/2020 Brunnenschacht gesetzt. Also 2 Ringe gesetzt und das Brunnenrohr um gut 1m gekürzt und die Pumpe wieder reingehangen.

    Ab 05/2020 fing die eigentliche Nutzung des Brunnens dann an.

    Ab 06/2020 startet dann sukzessive (nach Baufortschritt) meine Bewässerungsanlage


    Aufgrunddessen, dass letztes Jahr bei der Bohrung nichts von Eisen zu sehen war, dachte ich auch erst das die Pumpe jetzt villeicht ein Stück zu tief hängt oder zu hoch. Aber s.o. kann ich mir das logisch nicht erklären. Viele sagen ja dass ein Brunnen 10 Jahre eisenfrei sein kann und dann auf einmal nicht mehr. Von daher habe ich wohl einfach Pech gehabt?


    Ja ich habe jetzt auch schon erste Preise gehört. 8-10k€ und Abmaße von 2x1x2m usw.

    Das Labor wo ich die Probe machen lassen habe hat als Empfehlung eine einfache Sandfilteranlage für Pools empfohlen.

  • Es ist halt kompliziert, der Brunnenbau :)
    Wie ich arbeite: Wenn der Brunnen 20 Meter tief ist, ( mit Bodendeckel und oft auch extra Filterstrumpf um Feinsandteilchen zu wehren ). Die Brunnenpumpe steht bei mir immer ganz unten. Sie hängt nicht, sondern steht und ruhet unten auf dem Boden. Weil ich mit Stahlrohren arbeite, kann ich die gesammte PVC-Rohrtour absinken. Die Stahlrohre werden nachher hochgezogen. Ein Sumpfrohr kennen wir hier nicht, weil wir dieses nicht brauchen in diesem Verfahren.
    Die Brunnenpumpe saugt entweder ganz unten an, oder irgendwo halbwegs. Wenn der Brunnen gut angelegt ist, dann kann diese Pumpe ohne weiteres in der Filterstrecke stehen.

    Sie braucht nicht irgendwie in dem Vollrohr zu stehen.

    Wenn eine Brunnenpumpe hängt, dann gibt es bei jeder inbetriebnahme einen ruckartigen Start, die Pumpe kann sich zu viel bewegen. Sie sollte bestens am Boden stehen.

    Bei Ansaugepumpen gilt das gleiche: Der Ansaugeschlauch oder die feste Ansaugeletung aus PVC Druckrohr solle immer am Boden stehen, egal wie tief der Brunnen ist.

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