Rammbrunnen Wassersäule

  • Hallo alle,


    Ich habe einen Garten übernommen mit einem Rammbrunnen. Aufbau 5/4" Rohr, t-stück für e Pumpe und Schwengelpumpe.


    Aktuell benutze ich keine e Pumpe.


    Problem:

    Wassersäule bleibt nicht im Rohr.


    Geprüft (mit Kamera Befahrung):

    - Wasserstand: OK Boden bis Wasserstand ca. 3,2 m tiefe.

    - Filtereinsatz fängt bei ca. 4 m an.

    - Selbstgebauter Filter: Löcher ins Rohr gebohrt. Spitze angeschmiedet

    - Durchgehendes 5/4" Rohr ohne Muffen.


    Ich hab folgendes getan:

    - Neue Schwengelpumpe installiert

    - Rückschlagventil eingebaut

    - neues t-stück für e Pumpe oberhalb RV

    - neuer Schwengelpumpen Flansch installiert


    Verhalten:

    Wasserstand oberhalb RV bleibt. Angießen nicht nötig. Sobald Wasser oberhalb des RV verpumpt wurde folgen einige leere Pumpenhübe bis dann wieder Wasser kommt.


    Ich gehe davon aus das die Wassersäule unterhalb des RV abfließt. Gartennachbarn meinen sie müsste stehen bleiben.


    Was ist richtig und welche e pumpe ist zu empfehlen? 600 - 900l/h ?

  • Gartennachbarn meinen sie müsste stehen bleiben

    Da hat er recht.

    Mal die Anschlüsse des RV bis Brunnenrohr fotografieren. Nahaufnahme der Verbindungen.

    welche e pumpe ist zu empfehlen? 600 - 900l/h ?

    Ohne Drosselung (Regelung) gibt es keine solche Pumpe.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich gehe davon aus das die Wassersäule unterhalb des RV abfließt.

    Habe ich im Moment auch, da meine Pumpe derzeit nur provisorisch montiert ist und die untere Verschraubung des RV nicht dicht ist – ist mir im Moment aber egal, da ohnehin noch einmal umkonstruiert wird.


    Nach deiner Schilderung gibt es ab RV nach unten nur zwei Verschraubungen: einmal zwischen Rohr und Filter und einemal zwischen Rohr und RV. Da die untere Verbindung im Wasser ist, kann eigentlich nur die Verschraubung des RV mit dem Rohr undicht sein (oberhalb des RV bleibt das Wasser ja stehen). Diese Verbindung würde ich mir einmal genau ansehen.


    Zweite Möglichkeit: Wenn das RV eins mit zwei Entlüfterschrauben ist, würde ich die untere mal mit dem Schlüssel richtig anziehen. Die Schrauben sind im Auslieferungszustand nicht immer so weit drin, dass sie komplett dichten.

  • Danke erstmal für die Tipps.


    Ich habe nun folgendes getan:


    - Gewinde zwischen altem Rohr und neuem Rohr neu aufgehanft, vorher Gewinde angerauht mit Sägeblatt, Hanf mit Drahtbürste eingehanft und Fermit drauf. (siehe Fotos).


    Ich brauche ungefähr 30 bis 35 Hübe um ein 5 l Eimer voll zu bekommen.


    Das Problem gab es mit dem Alten Pumpenaufbau auch schon. Daher glaube ich, dass es unten am Filter hängt? Das Pumpenrohr im Boden ist kein Standard Satz aus dem Baumarkt. Es ist ein durchgehendes Rohr mit selbstgebohrte Löcher als Filter.


    Ich vermute das früher eine e pumpe dran hing.


    Da ich aber beim alten Pumpenaufbau die Fittinge bzw. Schwengelpumpen Flansch nicht herunter bekam. So habe ich das alte Rohr abgeschnitten. Muffe drauf und neu aufgebaut. Daher denke ich auch, das es irgendwie im Boden die Ursache liegen muss.


    Schrauben am RV habe ich nachgezogen.

  • Ich brauche ungefähr 30 bis 35 Hübe um ein 5 l Eimer voll zu bekommen.

    Wenn dabei der Schwengel schwer geht, evtl. sogar zurückfedert, ist der Wasserzufluss unten verstopft.

    Geht der Schwengel leicht, so wird Luft gezogen. Entweder durch eine undichte Stelle oder der Wasserspiegel ist zu weit beim Pumpen abgesunken.

    Gruss

    kg49

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    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Zurück Federn tut der Schwengel nicht. Am Anfang ist das Pumpen leicht. Man merkt aber das die Pumpe zieht. Ich brauche dann auch so 10 bis 12 Pumpenhübe um die 3,2 Meter hoch zu fördern.

  • Ich brauche dann auch so 10 bis 12 Pumpenhübe um die 3,2 Meter hoch zu fördern.

    Ab dem RV abwärts ist etwas undicht. Evtl. der Teller des RV.

    Mal das RV säubern, kontrollieren ob Teller (sollte Kunststoff sein) noch o.k., dabei mit Lupe Sitz kontrollieren.

    Ansonsten das RV gegen ein Schrägsitz RV mit Gummiteller austauschen.

    Gruss

    kg49

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  • Hallo, danke für den Hinweis.


    Ich habe jetzt alles nochmal neu eingedichtet aber ohne Erfolg. Da der Fehler ja auch schon vorher beim alten Brunnenaufbau da war.


    Ich habe mich nun entschieden ein komplett neuen Brunnen zu installieren.


    Nun habe ich vorbohren wollen und bin leider bis ca. 2m tief gekommen. Danach bricht mir das Bohrloch zusammen. D.h. Kies (ca 1 bis 2 cm Steine mit Sand). Ich müsste ca auf 4 bis 5 m runter kommen.


    Bohrer habe ich einen 80 mm Bohrer.


    Jetzt habe ich gelesen. Entweder Schutzrohr oder mit Lehm die Bohrlochwandung sichern.

    Oder kann ich versuchen ab jetzt den Filter mit Rohr rein zu rammen?


    Oder evtl. andere Ideen?

  • oder mit Lehm die Bohrlochwandung sichern.

    Quelle?

    Da habe ich noch nie von gehört oder gelesen. Wie soll denn das funktionieren?

    Gruss

    kg49

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  • Quelle hab ich jetzt keine. Habe es über googeln raus. Also Bohrloch mit Lehm auffüllen, verstampfen und dann nach bohren.


    Da ich ein absoluter Laie bin wäre ich für brauchbare Tipps sehr dankbar :-)

  • Also Bohrloch mit Lehm auffüllen, verstampfen und dann nach bohren.

    Danke für die Info.

    Interessante Technik, müssen unsere Altvorderen angewandt haben. Wird aber anscheinend heute in unseren Breitengraden nicht mehr gemacht.

    Oder kann ich versuchen ab jetzt den Filter mit Rohr rein zu rammen?

    Das ist eigentlich zu früh und ginge höchstens bei ganz leichten Böden.

    Du musst versuchen, ein Schutzrohr bis auf den Grundwasserspiegel abzuteufen.

    Dann kannst Du versuchen, den Filter des Rammbrunnens 2-3m einzurammen.

    Wenn Du die Möglichkeiten hast ist es ideal, ein Rohr ohne Schraubverbindungen einzurammen, also ein Rohr, was nur mit dem Filter verschraubt ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Das mit dem Schutzrohr dachte ich mir auch schon. Ich würde das Schutzrohr dann auch drinnen lassen. D.h. im unteren Ende würde ich, wie beim Filter, auch Löcher einbohren. Ca. 10 mm und auf ein Meter Länge. Sobald ich auf Schlamm / nasse Erde oder ähnliches treffe, würde ich dann anfangen den eigentlichen Filter ca 2 m tiefer einrammen. Also Schutzrohr hört quasi bei Beginn der Wasserschicht auf.


    So mal mein Plan.

  • im unteren Ende würde ich, wie beim Filter, auch Löcher einbohren. Ca. 10 mm und auf ein Meter Länge.

    Wozu? Das Schutzrohr ist ja nicht im Wasser.

    Ergänzende Frage: kann ich neben dem alten Brunnenrohr neu runter bohren,

    Also innerhalb des alten Absenkungstrichters.

    Wenn sich der Untergrund nicht verdichtet hat, sollte es kein Problem geben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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