25 X 25 oder 30 X 30 Bohrgestänge

  • Ich bin völliger Neuling, habe mich viel eingelesen und möchte mir jetzt selbst einen Brunnen bohren. Jetzt stosse ich allerdings schon bei der Bestellung des Bohrers auf Probleme. Ich finde nirgends eine Erklärung was der Unterschied zwischen einem 25 x 25 und einem 30 x 30 Bohrer ist. Ich vermute mal, dass es die Stärke der Vierkantrohre ist. Aber wann ist dann ein 25 x 25 Bohrer oder ein 30 x 30 Bohrer zu empfehlen?


    Welche Spindel ist zu empfehlen, wenn in meinem Bodenprofil profil von Schluff, stark sandig, weich, hellgrau, Torflage, stark feucht, schwach tonig, schwach kiesig die Rede ist. Diese Begriffe tauchen auf von o bis 6,00 m. Bei 6 Meter steht Schluff, starksandig, schwach tonig schwach kiesig, steif, schwach feucht, hellgrünbraun.

    Hat jemand hier erfahrung? Was könnte mich da erwarten?


    Gruß von einem absoluten Anfänger

  • Was könnte mich da erwarten?

    Ein Boden, bei dem sich ein Brunnenbau kaum lohnt.

    Die entscheidende Frage ist: wie tief liegt der Grundwasserspiegel und welches Bodenmaterial befindet sich dort.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo,

    habe mich weiter eingelesen und einfach angefangen zu bohren. Mein Grundstück liegt neben dem Grunstück auf dem dieses Bodenprofil gemacht wurde (habe ich vom Landratsamt). Es handelt sich um eine Feuchtwiese. Mein Grundstück wurde beim Bau meines Hauses um ca. 1,5 Meter aufgeschüttet. Ich habe neben dem Entwässerungsgraben der Feuchtwiese gebohrt. Auf meinem Grundstück wurde der Graben damals verrohrt.

    Ich bin jetzt bei ca. 5 m also ca. 3,5 m auf dem Bodenprofil. Die Qualität der Erde entspricht so ungefähr dem Bodenprofil. Wasser habe ich wie auf dem Bodenprofil. Das liegt ca. 30 cm unter dem Entwässrungsgraben. Im Sommer ist der Entwässerungsgraben zeitweise trocken, deshalb möchte ich tiefer gehen. Das Bohren geht trotz Wasser sehr zäh wegen dem Ton, aber immer noch mit Bohrer. Da läuft noch nichts von der Bohrwendel. Mit dem Material könnte man sicherlich auch eine Töpferei aufmachen.

    Ich möchte auf alle Fälle weiter machen. Wie groß ist die Chance auf mehr Grundwasser?

    Wie tief sollte ich gehen?

    Kann mir irgendjemand einen Rat geben? Wie schon erwähnt möchte ich auf alle Fälle weiter machen. Ich habe Zeit und betrachte das Bohren als Freizeitvergnügen und um frische Luft zu schnappen. Noch darf ich das ja ohne Maske.

  • Wie tief sollte ich gehen?

    habe mich weiter eingelesen

    Dann solltest Du gelesen haben, dass Du so tief bohren musst, bis der Boden aus Grobsand, Kies oder einem Gemisch aus beiden besteht.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Danke für die Antwort. Ich merke schon, dass man sich hier sehr genau ausdrücken muss.

    Meine Fragen:

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Bodenprofil gemacht. Wie ist er vorangekommen? Besondere Tipps?

    Wie groß ist bei diesem Profil die Gefahr, dass das Bohrloch "zusammenfällt" wenn man einige Wochen nicht daran arbeitet? Erfahrungen? Wie schon erwähnt, ab ca. 1,80 m Wasser. Dann fast purer zäher Ton in allen möglichen Farben.


    Grüße und im Vorraus Danke

  • Ich merke schon, dass man sich hier sehr genau ausdrücken muss

    Das trifft eigentlich auf alle Fachforen zu, man kann nur Antworten auf das erwarten, was gefragt wurde.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Kg49 ist meines Erachtens der Fachmann. Wenn du weiter bohren möchtest und den Einsturz der Bohrung befürchtest arbeite zur Sicherheit mit einem Arbeitsrohr (Brunnenrohr) welches du später wieder rausziehen kannst.

    Mit der Bohrergröße 25x25 oder 30x30 hast du dich scheinbar entschieden.

    Du musst auf jeden Fall durch den Ton durch, das können 5m aber auch 20m werden.

  • Hallo,

    ich arbeite mit einer 14,5 cm Bohrschnecke. Der Bohrer ist ein Modell, bei dem nur die Bohrschnecke hochgezogen wird, das Bohrgestänge bleibt im Schacht. Die Schnecke ziehe ich mit einer Elektroseilwinde hoch. Das klappt alles erstaunlich gut. Ab und zu muss ich das Gestänge etwas herausziehen, da die Schnecke wohl manchmal nicht sofort greift bzw. mitläuft. Bei den Bodenverhältnissen wohl kein Wunder. Die Schnecke saugt sich so in den Ton, dass selbst nur nach 2 Umdrehungen meine Seilwinde (Zug 300 kg) nicht mitmacht. Aber man bekommt mit der Zeit etwas Routine. Ist sehr mühsam, aber 5 cm sind pro Durchgang immer drin. Ich habe mir schon überlegt, zwischen der 1. und 2. Spirale eine senkrechte "Schneide" anschweisen zu lassen, damit der Aushub vom übrigen Ton abgeschnitten wird. Das müsste dann so denselben Effekt haben wie ein "Apfelschneider". Sollte es mal zu wässerig werden, könnte ich ja noch eine Aufkanntung anschweisen lassen. Bevor ich dann hoffentlich irgendwann eine Kiespumpe benötige.


    Vielen Dank für Dein Interesse

  • Mach das mit der senkrechten Schneide, das ist absolut richtig. Ich wundere mich, dass die bewegliche Spindel nicht einfach von der Tonschicht nach oben geschoben wird. Das ist bei dem Bohrer meistens der Fall wenn es kein idealer Kiesboden ist.

    Vielleicht kannst Du mehr herausholen wenn du die Wendel mit einem Gewicht belastest oder Zacken an der Schneide einflext.

    Der Bohrer wäre ideal, wenn er so eine Art Schnäpper hätte der die Spindel unten hält und mit eine weiteren Schnur gelöst werden könnte

Brunnen selber bauen