Lehmschicht siehe Video - wie am besten weiter bohren ?

  • Hallo liebe Brunnenbohrer,


    ich habe mich mal neu angemeldet um euren Rat zu erfragen wie man am besten weiter macht.

    Weiterhin habe ich auch ein Video vom Brunnenloch gemacht, damit man sich ein Bild machen kann wie es aktuell aussieht.


    Allgemeine Info:


    Brunnenrohr 115 (kein Arbeitsrohr vorab)

    Ab ca 5,5 m steht Wasser ( ggf. nur Schichtwasser), es ist aber eigentlich zu wenig zum födern da nur ca. 5-10 l pro min. kommen.


    Gebohrt wurde mit einem normalen Bohrer bis zur Wasserschicht. Danach geplunscht bis zur Lehmschicht, und danach mit Riverside Bohrer bis zum aktuellem Stand.

    Rohr haben wir mit ca 500-600kg. beschwert aber es geht nicht weiter runter :(

    Ich stehe jetzt bei ca. 8,50 m mit dem Rohrende.


    Macht es Sinn das Rohr nochmal etwas zu ziehen ( 50cm -1m) um die lehmschicht abzutragen um dann noch tiefer zu kommen oder wie sollte man am besten vorgehen?


    Hier noch der link zum Video:

    https://www.transfernow.net/dVfRRq022021


    Vielen Dank vorab...

  • Macht es Sinn das Rohr nochmal etwas zu ziehen ( 50cm -1m)

    Auf jeden Fall. Nicht nur um eine Lehmschicht abzutragen, sondern auch um festzustellen, ob das Rohr mit dem Rand evtl. auf einem Stein aufsitzt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg49,


    Danke für deine Rückmeldung.

    Wir haben jetzt nochmal versucht das Rohr ein Stück herauszuziehen, aber leider erfolglos.

    Hatte ganz oben noch ein 0,5m gekürztes Rohr mit Bohrung um es besser ziehen zu können, hat leider nicht geklappt. Das Ziehrohr hat leider durch die Zugkraft direkt am Gewindeanfang nachgegeben und ist gebrochen. (Zum Glück nur das kurze Rohr am Gewinde gebrochen) Glück gehabt. Ich lass es jetzt wie es ist, da ich nicht irgedwo das Rohr abreissen möchte. Das scheint irgendwie in der Lehmschicht wie festgeklebt zu sein. Also kein raus und auch kein weiter runter mehr.. schade :(

    Naja, trotzdem Danke für den Tip und eine Gute Zeit.


    Viele Grüße

  • Hallo Toenne,

    ab wo die Lehmschicht beginnt kann ich aktuell nicht mehr ganz genau sagen, ich schätze so ab ca. 8m. Bedeutet bin jetzt ca. +/- 50 cm im Lehm. Wir hatten auch schon mit Wagenheber versucht das Rohr zu ziehen, aber keine Chance.

    Also aktuell habe ich 3m Filterrohr im Wasser stehen.

    Wasser startet ab ca. 5,5m , erstes Filterrohr kommt dann ab Meter 6. Ganz unten hab ich noch ein halben Meter Vollrohr (nach innen angeschliffen).

    Gesamtaufbau:

    5m Vollrohr,dann 3m Filterrohr (0,5 geschlitzt), ganz unten noch 0,5m Vollrohr.


    Falls noch jemand eine Idee hat ... gerne her damit ;)


    Hier nochmal der letzte aktuelle Stand:

    https://www.transfernow.net/CGmHZb032021


    VG

  • Ein im Ton feststeckendes Rohr ist übel, aber dass es sich bei gerade mal 1/2m Tiefe nicht mehr ziehen lässt? Hast du denn beim Ziehen auch versucht das Rohr gleichzeitig im Uhrzeigersinn (also festziehend) zu drehen?

    Und wie hast du gezogen? Die Zugkraft muss wirklich möglichst parallel zur Rohrlängsachse erfolgen, auf gar keinen Fall nur von einer Seite oder deutlich assymetrisch. Das killt das Gewinde.

    Gut funktioniert das mit einem Kettenzug am Dreibein mit zwei gleichlangen Gurtschlaufen rechts und links um die Holzzarge. Damit kann man auch erstmal eine gewisse Zugkraft als 'Preload' aufs Rohr geben und dann versuchen es etwas zu drehen, die Haken der Kettenzüge haben ja Wirbellager die das Drehen möglich machen. Mit Wagenhebern ist das halt nicht möglich.

    Zugkraft plus Drehkraft sollten eigentlich schon dafür sorgen dass der Ton bei der geringen Eindringtiefe irgendwann nachgibt und sich das Rohr langsam wieder nach oben bewegt.

    Ist einfach etwas Gefühls- und Geduldsache, speziell um beim Drehen das Gewinde nicht zu überdrehen.

    Ich habe es auch mal geschafft bei einer ähnlichen Situation mein TNA-Gewinde auseinanderzureissen, allerdings steckte ich ein gutes Stück tiefer drin und mein Rohr wurde offensichtlich auch noch durch verkeilte Steine blockiert. Letztlich funktionierte es wie beschrieben aber doch.

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