Grundsatzfragen

  • Hallo zusammen,


    habe mich eben registriert, da zum Wochenende bei mir ein Brunnen gebohrt werden soll.

    Der "Brunnenbauer" scheint aber nur bedingt Ahnung zu haben oder ich zu wenig Vertrauen.


    Das Loch soll in Mahlow, südlich von Berlin gebohrt werden.


    Ich habe/sollte 9 Meter Brunnenrohr und 3 Meter Filterrohr mit 0,5er Schlitzbreite in 6 Zoll kaufen, dazu einen Sack Kies in 10mm Größe.


    Gebohrt wird wohl mit einem Handbohrer und ich bekomme eine Schmutzwasserpumpe geliehen, mit welcher ich zwei Tage später ca 2000 Liter aus dem Brunnen pumpen soll.


    Nach dem ich von vielen Leuten gehört habe, dass die Körnung vom Kies viel zu grob ist bekomme ich langsam Bedenken über das Projekt.

    Laut "Brunnenbauer" wird um das Filterrohr ein Flies gelegt, dass kein Sand in das Rohr kommt.


    Eine passende Tiefbrunnenpumpe muss ich mir dann besorgen und einhängen.


    Hört sich das für euch realistisch an oder was sollte anders gemacht werden?


    Vielen Dank, mir raucht langsam der Kopf:|


    Viele Grüße,

    Marcel

  • ich bekomme eine Schmutzwasserpumpe geliehen, mit welcher ich zwei Tage später ca 2000 Liter aus dem Brunnen pumpen soll

    Ein professioneller Brunnenbohrer pumpt den Brunnen selbst klar und protolliert danach sowohl die Fördermenge als auch den Wasserpegelabfall bei dieser Entnahme. Alleine obige Aussage kann nur heissen: Besser gar nicht erst aufs Grundstück lassen...

  • Was willst Du denn mit einem 6" Brunnen? Soll das ein Feuerlöschbrunnen werden?

    Wenn der Boden aus Sand besteht, wird das Fördervolumen primär über die Länge des Filters und nicht über den Durchmesser erreicht.

    Ich kenne mich im Berliner Umland nicht so aus, aber falls es ein Gebiet ist, in dem von "märkischen Sand" gesprochen werden kann, oder ähnliche Bodenverhältnisse vorliegen, so gibt es hier im Forumarchiv Berichte, wie man unter diesen Bedingungen erfolgreich einen Brunnen erstellen kann.

    Vor dem Brunnenbau sollte man folgende zwei Punkte klären:

    1. Tiefe des Grundwasserspiegels

    2. Aufbau der Bodenschicht(en) im Grundwasserbereich.

    Sollten diese Informationen nicht vorliegen, sollte man ein Arbeitsrohr verwenden.

    Zur Aufgabe und Aufgabe eines Brunnenfilters mal folgende allgemeine Darstellung:

    Filterrohre und Kiesschüttung

    Es wird viel zu viel gebuddelt und viel zu wenig nachgedacht beim hobbymässigen Brunnenbau. Und manche "Profis" denken auch zu wenig.

    Im Prinzip gilt grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel, die zu schildern wäre zu umfangreich):

    Ein "profimässig" erstellter Bohrbrunnen wird immer mit einem Arbeitsrohr errichtet, damit eine Kiesschüttung auf das Schichtenverzeichnis abgestimmt werden kann.

    Das Filterrohr hat dabei nicht die Aufgabe zu filtern, sondern ist Gerüst für die filternde Kiesschicht. Zwischen Arbeitsrohr und Brunnenrohr muss genügend Platz sein, um eine wirksame Filterkiesschicht schütten zu können.

    Alternativ dazu gibt es im Fachhandel (kein Baumarkt) sogenannte Kiesklebefilter oder Kiesbelagfilter (sehr teuer, aber gut), die man statt einer Kiesschüttung verbauen kann.

    Die Abstimmung von Filterkies oder Kiesklebefilter auf die Bodenschicht ist eine komplexe Überlegung, die sehr umfangreich werden kann, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

    Da hobbymässig erstellte Brunnen nicht der Wasserversorgung von Stadtteilen dienen, können hier Abstriche an das maximal Mögliche gemacht werden.

    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.

    Generell gilt:

    Ist der Boden um die Filter zu fein, so gehen die Körner durch die Filterschlitze und der Brunnen wird ständig Sand führen.

    Haben die Bodenkörner die gleiche Grösse wie die Filterschlitze, so werden diese in einem hohen Umfang verstopfen und den Wassereintritt stark verringern.

    Nur wenn die Körner grösser als die Filterschlitze sind, können sie sich wie eine Filterkiesschüttung an das Filterrohr anlegen.

    Nun besteht der Boden ja nicht aus gewaschenem und gesiebten Sand bzw. Kies, sondern es sind alle möglichen Korngrössen in einer Probe zu finden. Deswegen muss man einen Esslöffel getrockneten Boden auf mm-Papier streuen, um ihn beurteilen zu können.

    Die grösseren Körner sollten grösser als die Filterschlitze sein, die kleineren, das sogenannte Unterkorn, sollte kleiner als die Schlitze sein.

    Falls Filterkies geschüttet wird, muss dieser unter Berücksichtigung dieser Überlegungen ausgewählt werden. Filterkies ist idealerweise fast kugelförmig, Splitt ist auf jeden Fall ungeeignet.

    Beim Klarpumpen eines Brunnens wird im Idealfall das Unterkorn durch die Schlitze abgepumpt, im Laufe der Zeit immer weniger und der Brunnen wird sandfrei.

    Ob man nun ein Arbeitsrohr setzt, mit Kiesschüttung oder Kiesklebefiltern arbeitet, oder das Rohr direkt abteuft, muss jeder Hobbybrunnenbauer selbst entscheiden.

    Manchmal sind Erfahrungen der unmittelbaren Nachbarschaft oder Schichtenverzeichnisse der zuständigen Ämter nützlich. Sie sind aber nie(!) eine Garantie für den Boden,den man dann tatsächlich antrifft. Innerhalb weniger Meter können sich die Bodenverhältnisse massiv verändern.


    Sollte Dir das alles zu kompliziert sein, kannst Du natürlich Dich gegenüber dem Brunnenbauer absichern: mach keinen Dienstleistungsvertrag sondern einen Werkvertrag, in dem alles steht, wie Du den Brunnen haben möchtest. (z.B. Sandfreiheit, Fördervolumen, Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan). Es sollte mich allerdings wundern, wenn sich der Brunnenbauer darauf einlässt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ein professioneller Brunnenbohrer pumpt den Brunnen selbst klar und protolliert danach sowohl die Fördermenge als auch den Wasserpegelabfall bei dieser Entnahme. Alleine obige Aussage kann nur heissen: Besser gar nicht erst aufs Grundstück lassen...

    Verstehe. Es sind für mich als totaler Laie einfach viel zu viele pauschale Aussagen im "Angebot" enthalten.

    Ein bekannter hat einen Brunnen, wo im Rohr das Wasser bei ca 6 Metern steht... Allerdings Luftlinie ca 1,2km und daher möchte ich seine Bauart nicht einfach übernehmen.

  • Dank dir für den ausführlichen Text.

    Die Größe des Rohrs wurde durch den Brunnenbauer bestimmt, da er wohl nur ab DN150 bohren kann.


    Welche Fördermenge ist benötigt bzw welche der Brunnen liefert weiß ich nicht. Es geht nur um die Bewässerung von ca 400qm, nichts anderes.


    Ich schaue mal wo ich das Archiv finde und ob es dort passende Antworten gibt.


    Gibt es den eine Art "normale" Kiesgröße, wo es wahrscheinlich passt?

  • Gibt es den eine Art "normale" Kiesgröße, wo es wahrscheinlich passt?

    Die Korngrösse einer Kiesschüttung richtet sich ausschliesslich nach dem Bodenmaterial, aus dem Wasser gefördert werden soll. Nach dieser Korngrösse wird dann die Schlitzgrösse des Filterrohres gewählt.

    Professionelle Brunnen haben mehrere Kiesschichten mit unterschiedlichen Korngrössen, das entfällt aber praktisch immer bei Kleinbrunnen im Gartenbereich.

    Wenn man gar keine Ahnung hat, was einen unten erwartet, muss man mit Arbeitsrohren zuerst bohren. Dann kann alles auf den Boden abgestimmt werden.

    Ich frage mich, warum Dein Brunnenbauer, wenn er erst ab 150mm bohrt, keine Arbeitsrohre verwendet. Wenn er um die Filterrohre ein Vlies legen will, muss er das doch sowieso machen.

    Die Arbeitsrohre muss natürlich er stellen und zur Bohrstelle mitbringen. Erst nach der Bohrung mit Arbeitsrohren kann das passende Filterrohr ausgewählt werden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Die Frage ist ob er wirklich ohne Arbeitsrohr bohrt? Denn die Frage mit dem Filterfliess habe ich mir auch gestellt. Und wo soll der Kies dann hin? Einfach nur in den Ringspalt bis zu der Tiefe wo er das plunschen begonnen hat?

    Und welcher Profi bohrt solche Durchmesser von Hand? Oder besser gefragt: Wer bohrt überhaupt von Hand?

    Alles höchst merkwürdig.

  • ....könnte mich tot lachen 😂!...


    6“ / 3m Filter / ein Sack Kies 😂😂😂. Was will er mit einem Sack Kies ? Vielleicht will er den ja als Deckel unten in das Rohr kippen ?!


    Als Filterkies in jedem Fall absolut ungeeignet. Da kommt irgendwas in Betracht um die 0,7-1,25mm.


    Was kostet so nen Loch von deinem Profi ?


    Ein Fließ um den Filter ? Geht er von Feinsand aus ? Und wozu eine Schmutzwasserpumpe? So ein kurzer Text und fragen über Fragen.

    Es bleibt spannend !

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Der Kerl möchte 390€ haben für alles außer Rohre, Pumpe und Kies


    Das mit dem Fließ verstehe ich auch nicht, da ich denke das setzt sich schnell zu. Ein Arbeitsrohr wird er auch wahrscheinlich nicht verwenden.

  • Ohne Arbeitsrohr kein Fliess möglich. Mit dem Fliess baut er sich quasi selber einen Feinsandfilter....


    Wirkt alles ein wenig „komisch“ .

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Das mit dem Fließ verstehe ich auch nicht, da ich denke das setzt sich schnell zu.

    Das ist nicht der Punkt, die Verwendung von solchen Fließen ist durchaus üblich. Nur wenn du das ums Rohr wickelst und dann das Rohr ohne Arbeitsrohr direkt ins Erdreich treibst dann pellt sich das gleich wieder ab wie eine Wursthaut...

    Aber 390EUR für eine 12m tiefe Bohrung, kein Schreibfehler? Lass ihn machen, gerne auch mit dem 6" Rohr. Der Preis ist ein Witz, dafür würde ich kein Wochende DIY opfern. Das Ergebnis nutzt du dann als Arbeitsrohr und stellt da eine DN125 Rohrtour rein die du dann auch gerne mit Filtermatte umwickeln kannst. Falls das überhaupt notwendig ist, möglicherweise reicht 0.3er Filter. Das 6" Rohr ziehst du dann wieder und vertickerst es, da wirst du schon noch einige Euronen dafür bekommen.

    Hast du dich denn schon mal informiert wie bei euch die Grundwasserstände sind und ob es vielleicht sogar Brunnen in der Nähe gibt? Denn wenn das im Bereich 6m unter GOK liegt dann machst du mit der Bohrung nix falsch, das würde etwa 3m Filterüberdeckung bedeuten.

    Bloss eines würde ich rigoros ablehnen: Vorkasse.

  • Das ist nicht der Punkt, die Verwendung von solchen Fließen ist durchaus üblich. Nur wenn du das ums Rohr wickelst und dann das Rohr ohne Arbeitsrohr direkt ins Erdreich treibst dann pellt sich das gleich wieder ab wie eine Wursthaut...

    Aber 390EUR für eine 12m tiefe Bohrung, kein Schreibfehler? Lass ihn machen, gerne auch mit dem 6" Rohr. Der Preis ist ein Witz, dafür würde ich kein Wochende DIY opfern. Das Ergebnis nutzt du dann als Arbeitsrohr und stellt da eine DN125 Rohrtour rein die du dann auch gerne mit Filtermatte umwickeln kannst. Falls das überhaupt notwendig ist, möglicherweise reicht 0.3er Filter. Das 6" Rohr ziehst du dann wieder und vertickerst es, da wirst du schon noch einige Euronen dafür bekommen.

    Hast du dich denn schon mal informiert wie bei euch die Grundwasserstände sind und ob es vielleicht sogar Brunnen in der Nähe gibt? Denn wenn das im Bereich 6m unter GOK liegt dann machst du mit der Bohrung nix falsch, das würde etwa 3m Filterüberdeckung bedeuten.

    Bloss eines würde ich rigoros ablehnen: Vorkasse.

    Kein Schreibfehler all incl. für 390€. Die Rohre habe ich für 270€ gekauft...

    Problem ist, selbst wenn er denn Brunnen schafft zu bauen, weiß ich nicht welche Pumpe. Glaube nicht das er irgendwelche Parameter testet und daher ist auch dieses Thema reines Glück...

  • weiß ich nicht welche Pumpe

    Zum Klarpumpen leihst Du Dir eine Pumpe aus einem Baumarkt aus, Deine eigene Pumpe dimensionierst Du nach folgender Anleitung:


    Pumpenstärke


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:


    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.


    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.


    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.


    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.


    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.


    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.


    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:


    PH + Ps + PB = PA


    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.


    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.


    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.


    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern. Aber das hast Du ja beim Klarpumpen überprüft bzw. festgestellt.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Filterkies ist idealerweise kugelförmig. Je mehr er von dieser Idealform abweicht, umso ungünstiger das Filterverhalten.

    Aus meiner (schon sehr lang) zurückliegender Aquarienzeit habe ich Aquarienkies in Erinnerung, der in groberer Körnung nicht so rund war. Kann heute anders sein.

    In Baumärkten sollte es wieder "Rollkies" geben, musst Du mal schauen, ob der brauchbar ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen