Bohrbrunnen im Münsterland

  • Hallo,


    ich möchte gerne in Zusammenspiel mit meiner Erdwärmebohrung einen Brunnen erstellen lassen.

    DN 150. Mein Nachbar ca. 5m weiter hat seit Jahren einen gespülten Brunnen und

    hat ausreichend Wasser. Wasser ist ab ca. 60cm vorhanden. Im Sommer immernoch bei

    Ca. 120 cm. Ich würde das Sumpfrohr in den Mergel legen und darüber 2m Filter und darüber 1m Vollrohr. Wie würdet ihr vorgehen? Unterm Mergel ist kein Wasser mehr!


    Gruß Christian

  • Bei der geringen Tiefe würde ich sagen: Einfach machen, das ist bei dem Boden ja fast an einem verlängerten Wochenende erledigt :).

    Woher hast du das Bodenprofil? Wurde die Erdwärmebohrung schon erstellt und das ist das Resultat daraus? Dann wären Bilder von Bodenproben gut, denn vom reinen Beschrieb her bewegst du dich zwischen "0.3er Filter langt" und "Feinsandfilter notwendig". Was dann den Unterschied ausmacht zwischen grosser Bohrung mit Arbeitsrohr oder direktem Abteufen der endgültigen Rohrtour.

  • Hallo Toenne,


    das Bodenprofil habe ich vom Bodengutachter. Das brauche ich,

    da ich mein Haus dort errichte. Und da ich eine oder zwei Tiefenbohrungen für meine Wärmepumpe benötige, würde

    ich das Bohrunternehmen damit beauftragen den Brunnen gleich mitzumachen. Würdet ihr denn ein Sumpfrohr in den Mergel legen

    oder habt ihr noch andere Vorschläge?

  • Würdet ihr denn ein Sumpfrohr in den Mergel legen

    Schaden wirds nicht, und ob die Tiefenbohrfirma nun einen Meter mehr oder weniger bohrt spielt bei deren Equipment keine Rolle. Wirst das Rohr halt vorsichtshalber unten verschliessen müssen da Mergel ja nicht vollkommen wasserdicht ist.

    Also 0.3er DN150 Rohrtour rein, unten ein Tonpfropfen, und dann vorsichtig anpumpen. Als Pumpe eine gängige 4" Pumpe. Bekommst du den Brunnen sandfrei: Prima.

    Wenn nicht: Den Sandeintrag prüfen wie fein er ist. Dann entscheiden ob du reinrassige Feinsandfilter benötigst oder ob du mit Filterstrümpfen arbeiten kannst. So oder so nutzt du dann deine DN150 Rohrtour als Arbeitsrohr in die du eine neue Rohrtour einstellst. Selbige kannst du dann unten mit einer Kappe direkt verschliessen, brauchst also keinen Tonpfropfen. Durchmesser der neuen Rohrtour richtet sich natürlich nach der Technik, beim Filterstrumpf sind Durchmesser möglich in der du dann deine 4" Pumpe weiterverwenden kannst. Bei Feinsandfiltern leider nicht.

    Das Arbeitsrohr ziehst du dann und verkaufst es wieder, ebenso wie ggf. die 4" Pumpe.

    Noch idealer wäre natürlich eine noch grössere Bohrung mit noch grösserem Arbeitsrohr um dann eine optimale Kiesschüttung ums Brunnenrohr einbringen zu können. Nur die Beurteilung wie die auszuschauen hat ist aus der Ferne fast unmöglich, da bräuchte es schon einen professionellen Brunnenbauer vor Ort.

  • Hallo Toenne,


    danke für deinen Rat. Ich hoffe das ich den Brunnen klargepumpt bekomme. Ansonsten versuche ich es wie von dir beschrieben.

    Allerdings weiß ich nicht was Feinsandfilter sind und warum ich dann keiner 4“ Pumpe verwenden kann.


    Nur rein theoretisch. Könnte ich einen zweiten Brunnen daneben bohren (ein paar Meter Abstand) um ein bisschen mehr Ergiebigkeit zu haben. Das Grundstück hat 1500 m2 und da muss ich wohl ein bisschen bewässern. Oder macht es mehr Sinn eine ca. 8000l Zisterne als Zwischenspeicher zu nutzen und über den Brunnen wieder langsam zu füllen. Somit könnte ich über einen gewissen Zeitraum mehr Wasser ziehen und müsste nicht alles hintereinander bewässern. Nur ne Idee. Aber ne große Zisterne bei meinen hohen Grundwasserstand einzugraben sollte mit großem Bagger auch schon schwierig werden. Vielleicht ist da ein zweiter Brunnen günstiger, ist ja auch nicht tief bei mir. Dann noch eine Pumpe von Grundfos oder KSB dran und beide zusammen anschließen?

  • 1500m² Rasen ist etwas anderes als 1500m² Obstbäume, über die benötigte Wassermenge sagt das rein gar nix aus.

    Warum darüber jetzt schon den Kopf zerbrechen? Erst schauen was der Brunnen hergibt, dann ggf. überlegen wie man seine Bewässerung optimieren kann (ich habe z.B. elf Magnetventile die ich nacheinander ansteuere da mein Brunnen max. 900l/h zuverlässig liefert, bewässere damit aber 850m²) und erst wenn alles nix hilft über weitergehende Maßnahmen nachdenken. Es ist irgendwie in den Köpfen dass man Flächen innerhalb von Minuten mit einer Springflut unter Wasser setzen muss, dabei hat man doch alle Zeit der Welt? und kann auch mit geringen Entnahmemengen gut wässern?


    Allerdings weiß ich nicht was Feinsandfilter sind

    Google kennst du?

Brunnen selber bauen