Schachtbrunnen aus den 60er wie in Betrieb nehmen (wurde nie benutzt)

  • Hallo,

    ich habe hier einen Schachtbrunnen auf dem Grundstück. Dieser wurde in den 60ern gegraben und ist ausgebaut mit Schachtringen. Im Winter steht ca. 1,5m das Wasser, im Hochsommer 0,5m. Der Brunnen ist ca 4,5m tief und die untersten 2,5 m der Schachtringe sind gelocht. Am Schachtboden steht in der Mitte ein Rohr nach oben. Der Brunnen wurde noch nie benutzt (Wurde vom Erbauer wegen Kriegserfahrungen errichtet...).



    Im Sommer 2019:

    Hier ein Bild aus dem Sommer 2019 - nachdem es hier ewig heiß war und meine Regentonne leer war. In der Mitte sieht man gut das Rohr - scheint ein Keramikrohr zu sein.


    http://www.rockthenight.com/Bilder/20190706_150256.jpg

    Es stand noch im letzten Ring Wasser.

    Ich habe dann den Schacht mit der Tauchpumpe ausgepumpt, ca. 400Liter. Er hat dann drei Tage zum nachlaufen gebraucht...

    Vermutlich hat sich nie so recht ein Filter aufbauen können.


    Der Brunnen wurde seither nicht benutzt.



    Anforderung:

    Ich entnehme aus dem Brunnen ca. 100-150l Wasser zum gießen.



    Ich habe nun seitlich angebohrt und eine Schwengelpumpe installiert. Leider ziehen ich viel „Dreck“ mit an.


    Fragen:


    Auspumpen?

    Mehrmals auspumpen um Leitsung zu erhöhen?

    Reinigen? (Richtig dreckig ist er nicht)



    Mir geht es darum, wie man eigentlich einen "neuen" Schachtbrunnen anpumpt, um ihn nicht am Anfang zu "überfordern".

    Zudem ist die Frage wofür das Rohr in der Mitte ist.

    Ich habe "historische" Brunnenzeichnungen gesehen, da ist auch dieses Rohr eingezeichnet.


    Grüße,

    Michael

  • und die untersten 2,5 m der Schachtringe sind gelocht.

    Welchen Durchmesser haben die Löcher?

    Was ist denn auf der "anderen Seite" der Löcher? Kies, Sand, Erde?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Die Löcher sind ungefähr Daumendick. Ich weiß nicht welcher Boden in der Höhe ansteht. vermutlich kiesiger Lehm...


    Grundstück liegt im Hang.

    der Nachbar unter mir hat erzählt, dass er beim Hausbau sehr viel Wasser hatte und es auch gefasst hat.

  • Ich weiß nicht welcher Boden in der Höhe ansteht

    Das sollte man zuerst mal herausfinden. Versuche Proben aus unterschiedlichen Tiefen und Richtungen zu nehmen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Das klingt für mich nach "Notwasservorrat" in einer unten offenen ,"erdbodenberührenden" Betonringzisterne zum Sammeln des oberflächennahen Wassers.

    Weniger nach einem echten Brunnen.

    In das Keramikrohr in der Mitte würde ich den Ansaugschlauch mit Filterkorb hängen.

    Bzw. Steigleitung Schwengelpumpe.

    Bei Strompumpe: Schwimmergesteuerte Schaltung zu einem unterirdischen Tank.

    Im Tank auch eine Füllstandsbegrenzung ( Stromunterbrechung der Pumpe ), und/oder natürlicher Überlauf, falls starke Hangneigung in der Nähe.

    Für den Tank wird eine zweite Pumpe benötigt, da geht zum Beispiel Tauchdruckpumpe, wenn es nur für Garten sein soll zum Giessen bei einer Abnahmestelle.

    Je nach Tankgrösse wäre dann ein weit grösserer Vorrat möglich.

    Wenn das Wasser im Sommer 50 cm tief im Brunnen steht ( ein Ring mit 1000mm Innen), was soll das bringen?


    In den unterirdischen Tank könnte dann, entsprechende Filterung ratsam, auch Regenwasser von Dachflächen geleitet werden.

    Daumendicke Löcher sind früher mal industriell vorhanden gewesen,.heute eher40mm und nur 4 pro Ring teilweise bei 50 cm Höhe.

    Wenn es 5 Ringe übereinander mit Löchern hat, deutet es auf wenig Wasser.

    Ganz vielleicht könnte es jedoch auch ein Entlastungsschacht gewesen sein ursprünglich, dieses jedoch wohl nur wenn es grössere Grundwasserspiegelabsenkungen gegeben hat.

    Zu guter letzt noch der Hinweis von mir:

    Um bessere Antworten zu verfassen, wären mehr Detailinfos gut, wie Grundwasserstand z.B.


    P.S. 4m tief is gar nichts, Das Keramikrohr könnte doch auch dazu dienen, da hinein zu vertiefen, ca. 3-4 m, und mit Glück den Nachschub zu steigern.

    Falls es dann im Rohr versickert, etwas Quellton rein.

    Glück Auf!

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