Ergiebigkeit Sandbrunnen

  • Hallo zusammen,


    auch ich habe mich an ein Brunnenbauprojekt gewagt und bei mir im Garten einen Bohrbrunnen angelegt. Dank der vielen tollen Beiträge hier hat das erstaunlich gut funktioniert. Inzwischen kann ich knapp 1500 l/h fördern, das ist nicht so viel wie ich erhofft habe und könnte etwas knapp werden, wenn im Sommer die förderbare Menge zurückgeht.

    Ich würde gerne von Euch wissen, ob das bei meinen Bodenverhältnissen die 1500 l/h akzeptabel sind, oder ob ich an meinem Brunnen noch etwas basteln sollte.


    Da mein Boden im Wesentlichen aus Sand besteht, war das Erstellen des Brunnens mithilfe eines Erdbohrers und einer Kiespumpe recht schnell erledigt. Mein Brunnen ist 7,5m tief und besteht aus 0,5 m Sumpfrohr (bis in die Schluff/Tonmergelschicht versenkt), 3m Filterrohr mit Schlitzweite 0,3 mm, und 4 m Vollrohr bis zur Oberfläche. Alle Rohre sind DN 125.


    Der Wasserstand liegt ca. bei 2,15m Tiefe, die Ansaughöhe liegt bei 3,5 m (50 cm über der Filterstrecke). Damit habe ich jetzt eine Wassersäule von 1,35 m über der Ansaugstelle. Im Sommer ist der Wasserstand bei uns ca. 80 cm tiefer, womit ich dann nurmehr ca. 0,5m Wassersäule über der Ansaugstelle habe. Gepumpt wird mit einer normalen Gartenpumpe mit Saugschlauch. Ich habe den Brunnen klar gepumpt und nachdem ich festgestellt habe, dass das Sumpfrohr sich wie erwartet etwas gefüllt hat, habe ich den Feinsand und Schluff noch einmal mit der Kiespumpe herausgeholt. Das erneute Klarpumpen war schnell erledigt. Das Wasser ist sandfrei, hat einen hohen Eisen und Mangangehalt, pH-Wert von 8 und ist einwandfrei. Dauerhaft fördern lassen sich knapp 1500 l/h.


    Meine Bodenschichtung ab 2 m Tiefe sieht ungefähr so aus:

    2 bis 3,8 m: Mittelsand mit Schluff

    3,8 bis 6,8m: Mittelsand mit Feinsand

    6,8 bis 7,2: Mittelsand, Feindsand mit Schluff

    ab 7,2m Schluff/Tonmergel


    Das stimmt ziemlich gut mit Bohrungen aus der Gegend überein, darunter kommt wahrscheinlich eine mindestens 2 m dicke Schicht Tonmergel und darunter Kalkgestein.


    Sollte ich mich mit den 1500 l/h zufriedengegeben oder hat jemand eine Idee, wie ich mich meinen Brunner überzeugen kann mehr Wasser zu geben?


    Ach, noch nebenbei: Nach Auskunft der Unteren Wasserbehörde in Münster braucht man weder eine Genehmigung noch muss man den Brunnen anmelden, so lange man nicht in einem Wasserschutzgebiet bohrt. § 46 des Wasserhaushaltsgesetzes erlaubt offenbar die geringfügige Nutzung des Grundwassers.


    Mit vielen Grüßen aus dem sandigen Münsterland


    Der Sandbrunnen

  • Sollte ich mich mit den 1500 l/h zufriedengegeben

    Ja, der Brunnen scheint mir nach den geschilderten Bodenverhältnissen ziemlich optimiert zu sein.

    Eine Filterrohrverlängerung scheidet aus,

    eine tiefere Bohrung wäre Glückssache, ob noch Kies kommt.

    Mehr ist dann einfach nicht drin. Mache wären froh, wenn sie 500L/h hätten.

    Gruss

    Kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Inzwischen kann ich knapp 1500 l/h fördern, das ist nicht so viel wie ich erhofft habe und könnte etwas knapp werden, wenn im Sommer die förderbare Menge zurückgeht.

    Wieso? Wollt ihr Häuser damit löschen?

    Im Ernst, wieso alle immer xx-m³/h fördern wollen erschliesst sich mir nicht, was habt ihr beim Bewässern immer für einen Streß? Dauert bei weniger Menge halt etwas länger und ggf. muss man wg. geringerer Wurfweite die Sprenger zwischenzeitlich mal umsetzen. Wem das aber schon zuviel Arbeit ist sollte das Thema Garten mal generell überdenken und vielleicht nach einer Wohnung Ausschau halten ;).

Brunnen selber bauen