Förder- und Schluckbrunnen - 0,3 oder 0,5?

  • Hi


    Ich habe mir Brunnenrohr mit einer Schlitzweite von 0,5 geholt, und bin mir mittlerweile nicht mehr sicher ob ich nicht 0,3 verwenden sollte. Anbei mal der Schichtenplan vom Nachbarn, der leider nicht weiß was sein Brunnenbauer verwendet hat.


    Ich hab jetzt schon häufiger gelesen das man den Sand auf der Höhe der Filter messen soll. Wie soll ich das bei einem Bohrbrunnen machen, das Filterrohr wird ja bereits mit Bohrung eingeführt?


    Ich habe einen Schluck- und einen Förderbrunnen. Was für eine Schlitzbreite wäre für einen Schluckbrunnen ideal / worauf ist zu achten? Könnte ich hier auch problemlos größere Breiten wie 1mm nehmen und nur einen Meter ins Grundwasser gehen?


    Gruß und Dank 🙂

  • Wie soll ich das bei einem Bohrbrunnen machen, das Filterrohr wird ja bereits mit Bohrung eingeführt?

    Indem man zuerst mit einem Arbeitsrohr bohrt, wenn die Körnung der wasserführenden Schicht unbekannt ist.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hi,


    Ich habe mir einen Diesel Pkw gekauft und bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob ich nicht besser einen Benziner verwenden sollte.


    Anbei mal das Fahrprofil von meinem Nachbarn. Der weiß allerdings auch nicht, was er für einen Motor hat.


    Ich hab jetzt schon öfter gelesen, das LPG viel besser sein soll ?! Was soll ich machen ? 😂😂😂



    WAS BITTE MÖCHTEST DU VON UNS ERFAHREN ?


    Was hast du vor ?

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Die Frage an sich ist ja legitim, stellt sich ja letztlich jeder. Und immerhin hat er ja einen Schichtenplan aus unmittelbarer Nähe, nicht mehrere hundert Meter oder gar x-Kilometer entfernt.

    Die nassen Schichten sind ja in erster Linie als kiesig beschrieben, dass auch Sand enthalten ist dürfte da ja recht normal sein (wo gibt es schon reine Kiesböden ohne Sandanteil?). Von daher könnte 0.5er Schlitzung durchaus funktionieren. Das sandfrei pumpen könnte halt u.U. etwas länger daueren bis sich eine ausreichend homogene Kiesfilterschicht ums Brunnenrohr ausgebildet hat und die Sande ausgewaschen sind. Ob der Brunnen dann aber wirklich tatsächlich sandfrei wird ist Kaffeesatzleserei, das kann aus der Ferne niemand beantworten.

    Ergo: Entweder das Restrisiko eingehen und die Rohre verwenden oder versuchen die gegen 0.3er umzutauschen, wobei auch die natürlich keine Garantie für Sandfreiheit sind (Stichwort Feinsandanteile).

    Im Idealfall bohrst du natürlich tatsächlich mit Arbeitsrohr und bringst dann zwischen diesem und Brunnenrohr eine Filterkiesschüttung ein, dein Bohrdurchmesser vergrössert sich dadurch aber um mindestens 10cm damit es Sinn macht. Also höhere Kosten, mehr Arbeit und mehr Abraum. Dafür aber alles richtig gemacht.

  • Danke kg49, Toenne, das war eine hilfreiche Antwort. Und es reicht bei der wasserführenden Schicht zu kontrollieren, nicht


    Kurty hol Dir einen Tesla, da gibt es keine Unterschiede beim Treibstoff.


    Da sich nach 2,5m ein Hohlraum gebildet hat, habe ich mir eh ein Arbeitsrohr (KG ist dafür ausreichend?) besorgt, und einen Bohrer der durchs Arbeitsrohr passt.


    Meine Frage bzgl. Schluckbrunnen habt ihr mir leider nicht beantwortet.


    Bisher 165 Erdbohrer

    Jetzt 160er KG und 145er Erdbohrer

    DN 115 Brunnenrohr (blau)


    Viele Grüße

    Sebastian

  • Das Thema Schluckbrunnen stellt sich ja normalerweise bei Erdwärmebohrungen, die sind aber weitaus tiefer. Für einen Brunnen zur Brauchwasserförderung (Gartenbewässerung etc.) brauchts keinen Schluckbrunnen, was also hast du eigentlich vor?

    Zum Thema KG-Rohr: Als Arbeitsrohr zwar generell denkbar, es zuverlässig wieder ziehen können musst du es aber trotzdem. Dafür ist KG-Rohr nicht gemacht, zumal die Muffe den Bohrfortschritt hemmt.

    Und zum Durchmesser: DN115 Brunnenrohr hiessen >200mm Arbeittsrohr um eine ausreichend dicke Kiesfilterschicht schütten zu können.

  • Toenne ich will drei Brunnen bohren. 1x Gartenbewässerung, 2x Grundwasser Wärmepumpe. Wir haben hier Konstante 12°C im Grundwasser. Das ist schon wesentlich besser als Luft. Bei Erdwärme nutzt Du Sole, soweit ich weiß benötigt man da keinen Schluckbrunnen.



    Hab bisher nur 3m Filterstrecke in 0,5 gekauft, kann also noch was ändern bzw. die 0,5 notfalls als Lehrgeld sehen. Bei den Gesamtkosten fällt das nicht weiter ins Gewicht, ggb. einem Profi ist es eh schon eine gewaltige Ersparniss.


    Aktuell versuche ich mich zum Üben am Schluckbrunnen. Der ist beim Nachbarn tatsächlich nur 7m tief.


    Das Grundwasser - siehst Du ja oben - liegt bei 5,5m, ich will also Förder und Gartenbrunnen 13m runter. Den als einen Brunnen für Beides zu nutzen ist keine Option, rein rechtlich muss das Brunnenwasser für die Wärmepumpe nach der Wärmepumpe direkt wieder ins Erdreich. Ich nehme an um Verunreinigungen des Grundwassers auszuschließen. Stelle man sich vor das macht jeder, wohl auch ne sinnvolle Regelung 🙂.

  • Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Ich habe das mit dem Rohr sein lassen, weil als ich es drin hatte ich irgendwie gar nicht mehr weiter gekommen bin. Also wieder raus. Dann hab ich vorsichtig weiter gebohrt, und fest gestellt das zwar immer wieder was zufällt, aber ich mit jedem mal ein paar cm tiefer rein komme. Gefühlt maximal 1 cm 😅.

  • Warum?

    Ohne Arbeitsrohr ist keine Kiesschüttung möglich, genauso wenig wie ein Filterrohr mit Kiesbelag.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hast Du dich denn schon mal mit der rechtlichen, bzw. genehmigungspflichtigen Seite deiner geplanten Aktion beschäftigt?

    Hi Pumpenheini


    natürlich habe ich das. Ich beantrage die Brunnen auch bei zuständigen Amt bei der Stadt München, daher weiss ich auch das ich nicht den Förderbrunnen und Gartenbrunnen zusammenlegen kann:


    Bohranzeige für Brunnen zur thermischen Nutzung des Grundwassers




    • Die Bohrungen für den Bau von Entnahme- und Versickerungsbrunnen sind nach § 49 Wasserhaushaltsgesetz wasserrechtlich anzeigepflichtig. Die Anzeige hat möglichst mindestens 1 Monat vor Beginn der Bohrung bei der Landeshauptstadt München im Referat für Klima- und Umweltschutz zu erfolgen.

    • Es wird empfohlen, mit den Bohrungen bzw. dem Brunnenbau Fachfirmen zu beauftra­ gen, die im Besitz der DVGW-Bescheinigung W 120 sind bzw. eine entsprechende Qua­lifikation nachweisen können.

    • Die Lage des Brunnens im freien Gelände muss deutlich sichtbar sein. Ein Überdecken der Brunnenabdeckung mit Erde oder sonstigem Bewuchs ist zu verhindern.

    • Die spätere Entnahme und Versickerung von Grundwasser bedarf einer wasserrechtli­ chen Erlaubnis, die beim Referat für Klima- und Umweltschutz zu beantragen ist.

    • Für die Versickerung von Niederschlagswasser sind in der Regel gesonderte Versicke­ rungsanlagen vorzusehen.


    Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb einer Grundwasserwärmepumpe mit einer Leistung von weniger als 50 kW kann auf Grundlage von Artikel 70 BayWG erteilt werden. Die Erlaubnis ist beim Referat für Klima- und Umweltschutz zu beantragen. Der wichtigste Teil der Antragsunterlagen ist ein Gutachten eines privaten Sachverständigen in der Wasserwirtschaft (PSW).

  • Also sorry, komme noch nicht so ganz klar was du überhaupt vor hast. Aber entweder stehe ich massiv auf dem Schlauch, oder du hast 0,0 Plan.


    Du redest hier ständig von irgendwelchen Brunnen......


    Du möchtest eine Sole-Wärmepumpe betreiben ? Dann wieder redest du von Schluckbrunnen. Dann wieder von einem Gartenbrunnen?!


    Bei einer Wärmepumpe (Sole) benötigt man Tiefenbohrungen. An die tiefste Stelle werden Sonden verschweißt. Diese Kreisläufe werden mit Sole gefüllt und haben nichts mit einem Brunnen zu tun ! Das währen Tiefenbohrungen, keine Brunnen. Die geringsten mir bekannten Tiefen liegen dabei minimal um gute 40m tiefe ! Alternativ währe ein Flächenmollektor, welche in der Regel um 2m tiefe verbaut werden.


    Also Keim Plan aber ohne konkrete Angaben wirst dunkler schnell an deine Grenzen stoßen.

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Nee, nee, das gibts schon: https://www.stiebel-eltron.de/…undwasserwaermepumpe.html oder https://www.energie-fachberate…edingungen-und-kosten.php

    Es wird tatsächlich normales Grundwasser umgewälzt. Es wird aus einem Bohrbrunnen entnommen, ihm per Wärmetauscher die Wärme entzogen und das erkaltete Wasser über einen Schluckbrunnen dem Erdreich wieder zugeführt. Und die Tiefen der Brunnen liegen im normalen Bereich eines Brauchwasserbrunnens - Grundwasser hier ist das gleiche wie Grundwasser dort.

    Wichtig dabei halt Ergiebbigkeit des Brunnens und die Wasserqualität, es gibt halt doch häufig hohe Eisen- und Mangananteile.

  • Nee, nee, das gibts schon: https://www.stiebel-eltron.de/…undwasserwaermepumpe.html oder https://www.energie-fachberate…edingungen-und-kosten.php

    Es wird tatsächlich normales Grundwasser umgewälzt. Es wird aus einem Bohrbrunnen entnommen, ihm per Wärmetauscher die Wärme entzogen und das erkaltete Wasser über einen Schluckbrunnen dem Erdreich wieder zugeführt. Und die Tiefen der Brunnen liegen im normalen Bereich eines Brauchwasserbrunnens - Grundwasser hier ist das gleiche wie Grundwasser dort.

    Wichtig dabei halt Ergiebbigkeit des Brunnens und die Wasserqualität, es gibt halt doch häufig hohe Eisen- und Mangananteile.

    Na jetzt wird mir einiges klar. Von sowas hab ich ja noch nie gehört. Das wundert mich. Scheint dann zumindest in unserer Region überhaupt nicht angewandt zu werden.


    Danke für die Aufklärung !

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

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