21m Spülbohrung selbst geschafft - wie tief nun weiter bohren / plunschen?

  • Hallo meine Lieben!


    Erstmal danke für das Forum!


    Ich habe mir ein Spülbohrgerät gebaut und habe mit einem 180er Bohrer nun auf 21m gebohrt und habe folgendes Bodenprofil,


    0-7m Lehm

    8-15m Lehmiger Schotter

    ab 15m dann Kies

    eine feine (dichte Sandschicht) auf 17m

    dann habe ich nochmals bis 18,5m gröberen Kies (3-20mm)


    Bilder Folgen


    derzeit steht das Loch ohne Arbeitsrohr auf 18,5m


    ab 17m gibt es Grundwasser (im Pumpversuch habe ich 45-50L/min gemessen) lief ne Stunde oder 90 Minuten durch wurde auch ganz klar das Wasser - scheint mit der Pumpleistung unerschöpflich zu sein - unser Gebiet ist auch bekannt für sehr viel Grundwasser.


    Beim Nachbarn ist der Schachtbrunnen 19m tief - es gab noch nie Probleme mit zu wenig Wasser.


    Wenn ich das nun richtig verstanden habe sollte die Pumpe min. 1m im Wasser hängen, geringster Wasserstand beim Nachbarn waren 18m also sollte meine Pumpe auf 19m ansaugen einen Meter unter der Pumpe sollte dann eine Filterstrecke von 2m kommen und ein Sumpfrohr von 1m richtig?


    das Heißt ich sollte auf 21-22m runter oder wie?


    ich plunsche morgen mal bis 20m und schaue was dort noch für Boden zu finden ist. Sollte wieder feinster Sand kommen mache ich erstmal Schluss, denn der trennt den Grundwasserleiter von der nächsten Bodenschicht und sollte dann wieder grober Kies kommen sickert mir das Grundwasser dort ab denke ich...


    denn beim erstellen der Bohrung kam kein Wasser bis zu dieser dünnen Sandschicht, es sickerte auch kein Wasser ab bis ich da durch war.


    GoPro Video vom Bohrloch gibt es auch falls das wen interessieren sollte :)


    LG und GN8

  • derzeit steht das Loch ohne Arbeitsrohr auf 18,5m

    Das ist sehr ungewöhnlich für die Kies- und Sandschichten. Wurde mit Spülzusatz gebohrt?


    ich plunsche morgen mal bis 20m und schaue was dort noch für Boden zu finden ist.

    Genau, arbeite mal weiter bis eine Änderung der Bodenzusammensetzung auftritt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg :)


    danke für deine Antworten, hatte bisher leider keine Zeit um zu Antworten,


    was bisher geschah...


    wir hatten leider ein dezentes Unwetter mit Windböhen 200++ km/h mir hat es das Grundstück und die Gebäude verwüstet - damit war beim Brunnen erstmal halt...




    gestern dann starkregen,

    unter meinem Bohrrohr (DN200 mit T Stück um Wasser abzuführen in die Sammelgrube) hat es einen wassereintritt gegeben der vom Rinsal zum Bach wurde, Klarerweise hat das herabrinnende Wasser dann den Bohrschlammkuchen abgewaschen und das Loch ist immer weiter eingebrochen...


    habe dann in einer Verzweiflungshandlung im Regen die Brunnenrohre versucht reinzustecken um das einbrechen zu verhindern, das Loch war schon bis 16m zugeschüttet,.. das hätte ich mir original sparen können,.. kurzer "einplusch" versuch heute ist auch kläglich gescheitert,..


    achja, bei der Regenaktion sind 7m Rohr in die Tiefe gestürzt - habe dann "schnell" mit einem Football und ein bisschen Druckluft ein hebewerkzeug gebastelt das ich in das Rohr abgelassen habe den Ball von oben aufgeblasen und dann das Rohr wieder hoch gezogen - reden wir darüber bitte nicht mehr *grml*


    heute dann alle Rohre wieder rausgezogen, diesmal mit dem Gabelstapler gleich 8m auf einmal,.. das war angenehm!


    Bohrgestänge wieder auf 16m abgelassen, Spülbecken wieder gefüllt, den ganzen Ton/Lehm/Sand aufgerührt und noch 40kg Bentonit dazu eingerührt und wieder auf exakt 20,4m gebohrt, da komme ich dann scheinbar auf Stein / Fels oder riesen Steine,


    Damit steht das loch derzeit auf ca 19m frei, Wasser Sickert langsam ab, aber mit dem ganzen Ton / Lehm / Bentonit sollte ich wieder ein Stabiles Bohrloch haben.


    Bohrgestänge steht frei auf 19m ist also aus dem Schlamm/Kies/Sand heraußen, morgen werde ich nochmal mit dem Bohrer bis 20,5m "Umrühren" noch lange nachspülen dass der ganze feine Sand hoch kommt und dann gleich mit der Kieselpumpe versuchen zumindest bis 20m frei zu pumpen, habe gemerkt dass wenn ich direkt nach dem Bohren mit der Kiespumpe beginne ziehe ich zwei mal und die 1m lange Kiespumpe ist voll.


    nun hier mal wie versprochen ein paar Bilder


    Bilder vom Kies über dem Wasserleiter




    dann kam ne feine Sperrschicht bei 16m circa



    und im Grundwasserleiter sieht das Material dann wieder so aus,...




    wobei man sagen muss, der Bohrer rührt dort drin schon stark um und das feinere Zeug schwimmt durch den Wasserstrom halt auch auf,.. also wie genau wo welches Material war kann man eigentlich schwer sagen...


    Dann habe ich noch diesen Stein gefunden, hübsch oder?



    Hier noch ein Bild meines Bohrturms, die Motorpumpe ist mittlerweile einer 3,5kW elektrischen Pumpe gewichen, den Nachbarn und meinem Gehört zur Liebe!



    bis man die Technik raus hat, herrscht auch mal rohe Gewalt






    Ja, mit großen Hoffnungen auf Morgen mit folgendem Plan,


    In der Früh nochmal Spülbohren bis 20,5m um alles nochmal zu Lockern, Bohrgestänge ganz raus, dann gleich mit der Kieselpumpe frei machen wo weit wie es geht und das Brunnenrohr versenken, und dann einpluschen,


    übrigens, als Gewichte habe ich die genommen,.. hab mal 17 Stück hier, sind 35kg schwer also knapp 600KG dann noch die Gabeln und der Verschub des Staplers 250kg und zur Not finde ich noch etwas Schweres,


    [Blocked Image: https://cdn.hornbach.at/data/shop/D04/001/780/491/384/100/DV_8_6756121_01_4c_AT_20210510073917.jpg]


    ich hoffe allerdings das Rohr auf Endhöhe einfach einstecken zu können, das letzte Bohrloch war bis zum schweren Regen Stabil, und ich habe nun die Einsickerung unterbunden, indem ich aus dem Schotterkoffer das Wasser durch einen nahegelegenen Schacht bis 2m abpumpe,.. bis jetzt klappt das,... daumen drücken!


    werde ich dann mal ein Feierabendbier genießen,...



    schönen Abend Jungs!



    PS ein kleiner Frosch ist ins Bohrloch gesprungen, habe ihn gestern mit der Gopro gesehen am Grunde des Loches - Gott habe ihn Seelig!

  • Video vom Bohrloch bevor es eingestürzt ist, der Wassereintritt war da schon recht massiv, doch als es nochmals zu regnen begann wurde daraus ein Bach!


    Der untere Wasserstand ist bei ca 16m und ist der Grundwasserstand - da ging es noch weiter...


    das ist jetzt erstmal gefixt!


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  • achja, und seinen Brunnen aus freude wärend dem Bohren Pumpen ect freizuspülen ist nicht die beste Idee gewesen, zwar hatte ich dann die Sicherheit auf Grundwasser zu sein, habe mir damit aber das Leben schwer gemacht da beim Freipumpen klarerweise das Loch auch ausgespült wurde und auch instabil wird dabei,.. also diesmal erst freipumpen wenn das Brunnenrohr auf Endhöhe ist,..


    Was ich noch fragen wollte, rührt ihr da Bentonit vorher an und lasst es quellen oder schüttet ihr es ins loch und der Bohrer und die Spülpumpe machen den Rest,... habe beim ersten mal 40kg mit dem Betonrührer aufgerührt und beim zweiten mal einfach ins Loch gekippt.


    Dadurch dass ich anfangs ja soviel Ton und Lehm hatte hatte ich ne super Bohremulsion, nun ist mein Spülbecken voll mit Sand deswegen habe ich heute nochmal auf Anraten eines Brunnenbauers 40kg Bentonit nachgefüllt,..

  • So meine Lieben, der Nachwelt hier noch die restliche Story, und auch mal eine Geschichte wo mal was schief geht :)


    Ich habe es dann geschafft auf 22,5m zu bohren, dann ist die Storzkupplung aufgesprungen und die Spülung war dann schlagartig unterbrochen und 5-6m in Bewegung befindliches Bohrklein haben sich um den Bohrer verdichtet.

    Da hat der Spaß dann begonnen - Bohrer hat sich keinen Millimeter mehr bewegen lassen weder drehen noch ziehen. Damit begann dann die Baustelle nervenzehrend zu werden.


    als erstes habe ich versucht mit Druckluft, 12 Bar, versucht das Bohrklein aufzulockern - keine Chance! dann musste schwereres Gerät her!



    mein Vater war so nett und hat mir geholfen da ich zu 90% alleine gearbeitet habe und es emotional alleine nicht mehr schaffbar war.


    für den Stapler musste ich extra eine Fahrbahn zur Bohrstelle aufschütten diese verdichten und ich habe noch große Rampen untergelegt da der Stapler gut 3,5t hebt, und knapp 3t wiegt. 3h lang haben wir auf dem Gestänge rumgerissen um das Gestänge 10cm hochzubekommen, dann wieder das Bohrgerät daran angeschlossen und ruckartig zu drehen bekommen, am Ende ging es dann den Bohrer freizudrehen und hochzuarbeiten... OHNE SPÜLUNG da kam kein Tropfen durch!


    also nen ganzen Tag in 0,5 Sekunden vernichtet!


    Ein Zugstück mit Druckluftanschluss für das Bohrgestänge musste her,






    [ganzes Bild fehlt leider - am Ende wurde noch ein U-Profil 40-60-40-8 angeschweißt um an dem Bohrgestänge ziehen zu können... ] sehr ihr auf dem Bild mit dem Stapler...


    am nächsten Tag dann erstmal einen Splint in die Storzkupplung eingebaut dass diese nicht mehr aufgehen kann, hier ist auch zu sagen, dass das gar nicht so ungefährlich ist, die Pumpe macht gut 70m³/h das ist ein massiver Lehmwasserstrahl, wenn einen die Kupplung vl nicht erschlagt, den Wasserstrahl in die Augen zu bekommen braucht wohl niemand!


    nächster Tag wieder bei "null" beginnen :) bohren auf 22,5m - Kiespumpen - und dann kam die Ernüchterung! die 100mm Kiespumpe zieht nichts mehr! Loch bei 18m... ach habe ich mir noch einen Meter gewunschen!


    Abends habe ich mir noch überlegt wie ich eine größere Kiespumpe zusammen bekomme mit wenig Aufwand,



    zwei alte Radlager ein paar Fittings und Gummi - alles was mir fehlte war ein Mantelrohr.


    nächster Tag dann shopping Tour - die Winde am Bohrgerät hatte sich verabschiedet - dauernd Gehäuseschluss - und ich brauchte noch ein Mantelrohr für meine Kiespumpe!

    Bei meinem Buntstahllieferanten bin ich dann fündig geworden 129x2 ein Meter verschnitt mir einer Delle am Ende! - 30€ mit Rechung danke und zurück nach Hause in die Werkstatt

    der gesamte Tag ging für die Kiespumpe drauf.











  • neuer Tag neuer Versuch - erstmal wieder auf 22,5m bohren - dann kam die neue Kieselpumpe zum Einsatz - und hurra das Ding geht gut! in 4-5h von 17,5m bis 21m das Bohrloch ausgeräumt.


    Dann kam das Brunnenrohr in das Bohrloch und mit jedem Meter stieg die Angst dass es nicht weiter versinken oder stecken würde - und ich im Brunnenrohr nochmals kiespumpen müsste... aber um 21:55 war das Ende erreicht - ich hatte 21m vorbereitet und musste noch extra Rohr vorbereiten da es sich so problemlos in das Loch stecken lies.



    zum Brunnenrohr - heute würde ich das blaue Brunnentohr mit Gewinde nehmen, als ich Material bestellt hatte habe ich mich noch nihct so tief in die Materie eingearbeitet - zu meinem KG Rohr ist zu sagen dass es sich dabei nicht um ein Baumarkt KG Rohr handelt sondern um ein Poloplast PVC-U Rohr dass Blei Weichmacher und Füllstofffrei ist! Eventuell ist hier die Krux begraben wieso manche Brunnenbauer ein KG Rohr verwenden und kein blaues Brunnenrohr - normales KG Rohr mit geschäumtem Kern und nicht Weichmacher- und Bleifrei wäre bei mir definitiv nicht in den Brunnen gekommen - da hätte ich ein blaues Rohr bestellt - aber nach ein bisschen googlen und Datenblätter vergleichen unterscheidet sich das Polo Plast PVC-U Rohr nicht von einem 5mm Brunnenrohr außer in Farbe und Form - Material ist das Selbe!

    Dam Arbeitsablauf zur Liebe würde ich mir das nicht nochmal mit nem Steckrohr antun!

    Alle Wulste schneiden das Rohr mit Tangit verkleben und 8 mal verschrauben ist ein ziemlicher Aufwand - und auch das Trennen macht keinen Spaß!


    gestern habe ich die Baustelle abgebaut, das Arbeitsrohr ausgegraben und den Ringraum die ersten 3-4m (150 kg gewaschener runder Kiesel (4-8mm Korngröße)) verfüllt - dann kam göberer Kieselpumpenaushub in den Ringraum und dann der ganze feine Sand aus dem Bohrloch zur Abdichtung - ich habe versucht so gut es geht das alte Bodenprofil das ich mir beim Bohren so mitgeschrieben hatte wiederherzustellen. 5 Scheibtruhen feiner Sand haben den Ringraum komplett abgedichtet - es sickert kein Wasser mehr ein - für den Abschnitt der Baustelle erstmal genug - wenn ich die Brunnenstube grabe werde ich das Rohr 1m tief einbetonieren um es komplett abzudichten und diese Abdichtung gleich als Fundament für die Schatringe nutzen - meine Brunnenstube soll mit WU Beton dicht sein - ich habe sehr viel Flächenwasser und das soll sich nicht in meiner Brunnenstube wiederfinden!


    das schönste Geräusch nach 15 Tagen des Graben und Bohrens. - rieselnder Kiesel in den Ringspalt



    falls es jemandem auffällt - das Rohr ist wie gesagt - nicht geschäumt da sieht man es schön im Schnitt.

    und ich habe den ersten Anpumpversuch gestartet - hier die Notizen dazu..

    [die Pumpe hängt beim Pumpversuch ganz unten in der Filterstrecke]



    nach vier Rückspülungen kann man "unendlich" habe mal 1,5m³ getestet mit rund 70L/min entnehmen das sind grob rüber 4.200l/h und das Maximum der Födermenge meiner Pumpe.


    beim 4. Intervall konnte ich nach 250L hören wie die Pumpe begonnen hat das nachlaufende Wasser wegzusaugen (also etwas Luft gezogen hat) mein Reservoir im Ringspalt ist damit in etwa 250L groß


    beim letzten Intervall konnte ich zwar hören dass die Pumpe es schafft den Spiegel bis zur Pumpe abzusenken aber es kommen kontinuierlich 65-70L Wasser nach.


    Ich habe gestern und heute circa 12-15m³ Wasser aus dem Brunnen entnommen, habe den Wasserspiegel vom See des Nachbarn damit um circa 10cm angehoben :)


    Alle Werte sind einerseits mit dem Durchflusszähler als auch mit Kübel und Stoppuhr gemessen. Immer wieder Witzig wenn sich die Mathematik beweist.



    Hier noch mein Bohrprofil und Ausbau meines Brunnens,




    Ja Leute - was soll ich sagen? Ich bin SUPER SUPER happy und komplett wasted - das waren 16 Tage 12h am Tag buckeln - ich habe sooooooo viel gelernt und es hat mega spaß gemacht! Ein tolles sehr interessantes Handwerk - Glückwunsch jedem der das in Profession Ausführt!


    Entgegen aller Aussagen der Nachbarn war mein Boden dann doch nicht 18 meter nur Lehm - worauf die ganze Aktion eigentlich ausgerichtet war :)


    eine Frage noch zum Schluss!


    was schaffen eure Brunnen denn so an Förderleistung?

    wie oben beschrieben habe ich ein DN160 Rohr mit 3m Filterstrecke und 1,5mm Schlitzbreite - und einer Einströmfläche von rund 30.000mm² was dem 1,5 fachen Rohrdurchmesser entspricht plus es ist unten auch noch offen.


    ich bin mit meinen derzeitigen 4000l/h sehr zufrieden, vermutlich ist da auch noch Luft nach oben - andere Pumpe und noch mal Rückspülen - die Filterstrecke schluckt ja weit mehr als 10m³/h ich überlege bereits eine Schluckbohrung zu bohren und eine Grundwasserwärmepumpe zu installieren - ich finde Grundwasser Spitze! eine genauere Versickungsmessung wäre möglich wenn ich vom Hydranten einen C oder B Schlauch zum Brunnen lege - jedoch ist mir der Aufwand dazu noch zu groß da ich ja bei der letzten Messung auf rund 10m³/h gekommen bin wird es nicht an der Filterstrecke sondern eher am Zufluss des Grundwassers scheitern.


    unglaublich cooles Projekt gewesen! meine Bohrmaschine mit alles drum und dran verborge ich sehr gerne in Österreich - für jemanden der sich ein 5-10m Loch bohrt ist das einfach - 22m ist ne ziemliche Ansage und es wird mit jedem Meter exponentiell nerviger!


    Vielen Dank auch an das Forum und KG für die ganzen schlauen Beiträge - habe mir hier sehr viel Wissen geholt ! vielen Dank!

  • Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

    ... da ... es emotional alleine nicht mehr schaffbar war.

    Das glaube ich Dir gerne.

    Gut wenn man dann so eine Hilfe hat und vor allem über eine so umfangreiche technische Ausrüstung verfügt. Da wird Dich mancher Brunnenbauer beneiden.

    Viel Spass mit dem Brunnen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • und vor allem über eine so umfangreiche technische Ausrüstung verfügt. Da wird Dich mancher Brunnenbauer beneiden.

    danke :)


    hat sich ausgezahlt über die Jahre all mein Geld in Werkzeug statt Alkohol umzusetzen :)


    kannst du vl. noch was zur Liefermenge sagen? Was liefert so ein Brunnen wenn die Bodenverhältnisse gut sind? oder was wäre eine akzeptable Liefermenge wenn das ein Professionist gebohrt hätte? Oder womit rechnet man wenn man nen DN160 Brunnen bohrt?


    habs nicht lassen können und eben nochmal 3m³ am Stück gepumpt - das Reservoir im Ringspalt vergrössert sich scheinbar (ohne weiteren wirklich nennenswerten Austrag an Lehmigem Wasser) - bekomme nun fast 1m³ bis die Fördermenge von 70l/min auf 65l/min zurück geht - dort bleibt sie dann aber Stabil für weitere 2m³ - wie viel ist "normal" womit kann man glücklich sein - schon klar dass das vom Boden und dem Grundwasserleiter abhängt aber was bezeichnet man als nen gut liefernden Brunnen und was eher ein schlecht liefernder Brunnen?


    meine Eltern haben nen sehr großen Pool mit 130m³ - die haben Ortswasser und die Thematik nicht - aber da hätte ich schon etwas Schiss den Nachbarn das Wasser für ein paar Tage zu nehmen bei so einer Aktion :P


    man ließt ja nur wenn jemand zu wenig Wasser hat von 200-300L/h aber wo liegt denn das obere Ende?

  • Was liefert so ein Brunnen wenn die Bodenverhältnisse gut sind?

    Da Du ja keine Brunnenrohre verarbeitet hast, beschreibe doch mal, welche Filterrohre Du gesetzt hast

    Durchmesser

    Länge

    Schlitzweite

    und in welchen Bodenschichten sich diese Filterrohre befinden.


    Du hast so viel geschrieben, dass ich diese Informationen nicht auf Anhieb finde.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • So Brunnenfilter habe ich noch nie gesehen. Wurden die Schlitze selbst geschnitten?

    und in welchen Bodenschichten sich diese Filterrohre befinden.

    Diese Info fehlt leider noch.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • ja die Schlitze habe ich selbst eingebracht, alleine die Arbeit zahlt sich schon nicht aus zu machen,.. abgesehen von der sauerrei steht der Aufwand nicht dafür!


    Die Filterrohre stecken 50cm in gröberem Kies und sind im Ringspalt (hoffentlich) auf der gesamten Filterstrecke mit 4-8mm gewaschenem Kiesel umschlossen, der Boden scheint mittelkörniger kies zu sein - wie oben geschrieben ist es halt schwer genau zu sagen welches Bohrklein woher stammt wenn man da mit dem Bohrer stunden lang drin rum rührt...


    generell ist abgesehen vom feinerem Sand der größte Teil des Aushubes dieses Material (80%)




    man bekommt ja mit der Zeit auch ein Gefühl worin der Bohrer gerade rotiert - ich schätze ab 22,5m große Steine oder gar Fels da der Bohrer ab dieser Tiefe nicht mehr weiter kommt.


    - ein Paradebeispiel von how 2 NOT gab es bei einem direkten Nachbarn, der hat in der Bauphase zwei Sickerbohrungen gemacht - erstellt von einem Unternehmen - weniger als 5m neben dem Brunnen des nächsten Nachbarn - dieser hat noch während dem Bohren Einwände gebracht - ein Kontrastmitteltest hat nach 2h bereits seine Badewanne mit Farbwasser befüllt... da musste der Bauherr dann auch gleich den Ortswasseranschluss vom geschädigten Nachbarn bezahlten,... irre oder? Welcher Professionist bohrt denn bitte an einer Stelle die günstig für einen Dacheinlauf ist?


    ich bin mit meinem Brunnen 30m von allen anderen Brunnen in der Umgebung weg - aus gutem Grund!


    Sollte ich noch Sickerbohrungen erstellen werde ich dazu (im Gegensatz zur gängigen Praxis in Österreich) ein volles Genehmigungsverfahren machen, schon alleine - was wenn da wirklich mal was schief geht? Zahlt die Versicherung keinen cent - ich verstehe die Leute nicht,.. das ist wie ein "alles auf die Null" beim Roulette.

  • eine Frage noch zum Schluss!


    was schaffen eure Brunnen denn so an Förderleistung?

    wie oben beschrieben habe ich ein DN160 Rohr mit 3m Filterstrecke und 1,5mm Schlitzbreite - und einer Einströmfläche von rund 30.000mm² was dem 1,5 fachen Rohrdurchmesser entspricht plus es ist unten auch noch offen.

    Damit hast du durch deine selbstgemachte Schlitzung leider nur die offene Fläche eines Meters 4" Brunnenfilter.

  • und nach Unten ist das DN160 Rohr auch offen, sag ja - selbst in ein Rohr schlitze schneiden ist komplett bescheuert - da hätte ich mich vorher besser einlesen sollen, kostenmäßig war das niemals ne Frage...


    der nächste Entnahmebrunnen bekommt definitiv ein Brunnenbaurohr :) sofern ich mir noch nen Brunnen bohre... Das Grundstück wäre definitiv groß genug für nen zweiten Brunnen, und Redundanz ist ja nie was schlechtes :)


    Filterstreckenprobleme habe ich bisher ja noch nicht - schlucken tut der Brunnen ja weit über 180L/min - mehr gibt mein derzeitiger Schlauch (50m lang) vom Hydranten garnicht her - ich schaffe es nicht durch einfüllen den Wasserspiegel wirklich anzuheben - vorher verschwindet das Wasser im Grundwasserleiter - beim zweiten Rückspülvorgang konnte ich den Brunnen noch bis zum Überlaufen befüllen - jetzt fülle ich 1m³ in den Brunnen und bevor ich mein Maßband im Brunnen habe ist das Wasser schon wieder weg :)


    ich GLAUBE dass der Grundwasserleiter sehr "dick" ist - beim Bohren kam ich bei 15m durch ne Sandschicht dann nur Kies bis 22m...


    wenn ich das richtig zusammengetragen und gelesen habe ist das offen lassen solange kein Problem - solange man keinen feinen Sand hat -


    heut mal das erste Glas aus dem eigenen Brunnen gekostet :) Schmeckt gut :)


    Wasser von meinem Brunnen und des Brunnens des Nachbarn auf dem ich bisher mitgenascht habe gehen diese Woche noch zur Analyse - bin schon gespannt :)

Brunnen selber bauen