Spülbrunnen und seine Feinde :-)

  • Moin zusammen,

    mein Name ist Martin und ich habe mich vor einiger Zeit in diesem Forum angemeldet, da meine Göttergattin mir die Glorreiche Aufgabe gegeben hat, wir bräuchten unbedingt einen Brunnen:-) Kein Problem dachte ich mir, krieg ich hin.

    Was ich nicht wollte/will ist ein Hauswasserwerk mit einer Saugleitung. Damit gehen mir schon täglich meine Nachbarn auf den Geist…. Überall brummt es unüberhörbar durch die Gegend. Ergo kam nur eine Tiefbrunnenpumpe in Frage.

    Wie durch einen Zufall gabs bei Amazon ne Ibo 3-11 3,5 Zoll Pumpe im Angebot für 70 Euronen….günstiger gehts kaum, also her damit….besonders clever ist das nicht, ich weiß.

    Wie auch immer. Grundwasser steht hier bei uns in Hamburg/Kirchwerder 70cm unter der Oberfläche, schon mal ganz gute Vorraussetzung dachte ich. Ein Bodengutachten liegt auch vor (zumindest 2 Meter neben der Bohrung)

    Der Schichtaufbau ist wie folgt:


    50 cm Mutterboden

    5,50 Meter Schluff/Klei

    Ab 6 Meter Tiefe Feinsandig/Mittelsand


    Die Schichten haben sich bei der Bohrung 1:1 bestätigt.


    Nun zur Rohrtour:

    6m Vollrohr

    6m 0,3mm Filterrohr

    1m Vollrohr als Sumpfrohr


    Das ganze soll 50cm im Boden versenkt sein. Ergo 13,5m -OKFF Bohrtiefe.


    Leider hab ich kein TMR Rohr verwendet, da das normale belastbarer ist vom Gewicht her, möglicherweise ein Fehler.


    Aktuell bin ich bei -10 Meter. Runtergebracht habe ich das Rohr in dem ich einen 1 Zoll Rohrnippel 1,5M an einer DN32 PEHD Leitung angeschraubt hab. Als Pumpe verwendet habe ich eine Jung Niro 6U Schmutzwasserpumpe, die aus einer Spülgrube saugt. Das Spülwasser kommt aus dem Graben meines Nachbarn, ist somit unendlich vorhanden.

    Ich muss sagen, ne ziemliche Sauerrei, aber egal. An 2 Wochenenden soweit runterzukommen ist für mich OK.

    Nun zum Problem: Ich komme nicht weiter runter :/ Nicht, weil die Lanze nicht in den Boden geht, sondern weil das Rohr nicht absackt. Als Gewicht lagen bereits 20 Gehwegplatten 50x50x5 auf dem Rohr, was denke ich so ziemlich das Ende der Fahnenstange ist ohne das es bricht.

    Runtergespült bekomme ich die Lanze easy noch 3 Meter weiter. Geht garantiert auch noch weiter. Der Sand drückt dann auch noch oben aus dem Rohr.

    Hat vielleicht jemand eine Idee wo das Problem liegen könnte?

    Oder meint ihr ich kann so schon die Pumpe reinhängen?

    Wenn ich ne Bohrmaschinenpumpe mit 1/2 Zoll Saugschlauch reinhänge kommt sandfreies leicht braun getrübtes Wasser. Der Wasserstand bleibt konstant.

    Die braune Färbung liegt wahrscheinlich daran, das 3 Meter Filter im Schluff und 3 im Sand hängen.

    Würde man das mit der IBO klargespült bekommen?

    Für jede Ratschläge von Euch bin ich sehr dankbar.

    Viele Grüße und danke fürs lesen.

    Martin

  • Leider hab ich kein TMR Rohr verwendet

    Was ist das? Ich kenne kein TMR Rohr.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Sorry verschrieben, meinte Glattwand TNA Rohr.

    Kann es sein, das die Spülerei am Besten funktioniert, wenn man ordentlich spült und unter dem Rohr 1-2 Meter auflockert, dann ein paar Stunden wartet bis sich alles gesetzt hat und evtl. der WasserDruck vom Rohr weg ist? Danach kurz reinspülen und Rohr runterdrücken.

    Rohr ging so jedenfalls eben problemlos nen halben Meter weiter.

  • Physikalisch kann ich Dir das nicht erklären, aber wenns funktioniert...

    Versuch macht kluch!

    Einfach weiter machen, dabei immer versuchen, das Rohr beim Abteufen etwas zu drehen. (An der Holzzange dabei anfassen)

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Aber Vorsicht bei steinigem Boden, Gefahr der Rohrbeschädigung ohne Schneidschuh.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Langt das Gewicht?

    Keine Ahnung, Gewichtsangaben erfolgen üblicherweise in kg, nicht in Plattenstückzahlen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Du kannst mir doch bestimmt beantworten, was passieren würde wenn ich da jetzt die Pumpe reinhänge.

    Meine Idee wäre, unten in das Sumpfrohr einen 0.14mm Filterstrumpf (hab ich da) mit Filterkies einzubringen und diesen dann mit 16/32 Drainkies (auch vorhanden) zu beschweren.

    Theoretisch sind jetzt 4m 0.3mm Filterrohr im Sand und 2m im Schluff. Darüber ca. 3.3m Wassersäule.

  • Das Auflagegewicht sollte mehr als reichen.

    Bei Verdacht auf einzelne Steine keine Gewalt anwenden, Rohr ca. 0,5m ziehen und erneut versuchen es abzuteufen.

    Du kannst mir doch bestimmt beantworten, was passieren würde wenn ich da jetzt die Pumpe reinhänge.

    Leider nein, da der Filterbereich zwei verschiedene Bodenschichten umfasst.

    Meine Idee wäre, unten in das Sumpfrohr einen 0.14mm Filterstrumpf (hab ich da) mit Filterkies einzubringen und diesen dann mit 16/32 Drainkies (auch vorhanden) zu beschweren.

    Das geht aber nur für Testzwecke, nicht langfristig.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Ok, Danke erstmal für die Antwort.

    Zum Ziehen fehlt mir das Equipment. Insofern werd ich das ganze mal testen.

    Wieso funktioniert das mit dem Filterkiesstopfen nicht langfristig? Wenn der sich zusetzt ist es ja quasi wie ein Quelltonstopfen. Rauskriegen tut man ihn ja eh nicht. Zumindest weiß ich nicht wie.


    Könnte man langfristig anstatt einer Tiefbrunnenpumpe das Brunnenrohr mit Filterkies auffüllen und eine Saugleitung mit Hauswasserwerk draus machen? Für den Fall, dass die IBO das zeitliche segnet. Nur so als Idee….man muss ja kreativ bleiben

  • Tja, einfach mal ausführlich im Forum lesen, dann beantworten sich viele Fragen von alleine. Vor allem erfährt man dann vieles über die Randbedingungen, unter denen etwas funktioniert oder nicht.

    Nicht alles, was sich kreativ anhört, ist praxisbewährt...

    Rauskriegen tut man ihn ja eh nicht. Zumindest weiß ich nicht wie.

    Genauso wie einen Quelltonstopfen, mit einer Kiespumpe.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


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