Luft im System

  • Hallo zusammen :)

    Wir haben eine Laube mit Brunnen übernommen.

    In der Rechnung von 1998 steht leider nicht welche Brunnenart.


    Versorgungsbrunnen 3" Ausbau, 14m tief mit 1" Einhänger und Rückschlagventil.


    Die alte Gardena 5000 LCD hat immer wieder Aussetzer gehabt, Druck war dürftig. an den Wasserhähnen kam es zum stottern. Das Display war defekt, dann gab es eine Fehlermeldung (unlesbar) und es ging nix mehr.

    Wenn man in der Laube die Klospülung betätigte, kam aus dem Rasensprenger nur noch die Hälfte.

    Das Wasser ist sehr eisenhaltig.


    Ich habe nun eine Scala 2 angeschlossen . Lässt man sie aus einem Faß ansaugen, pumpt sie gleichmäßig und es gibt weder Luftblasen noch Druckschwankungen.

    Schließe ich sie an den Brunnen an, sammeln sich immer mehr Luftblasen im Vorfilter (Einhell 25 cm).

    Ohne Vorfilter hört man wie sich die Pumpe abrackert und der Druck schwankt von Tröpfchen-Bewässerung bis mäßig ausreichend (bei einem geöffneten Hahn).


    Das HWW liegt 1,2m unter dem Hauptzimmer in einem Schacht, der Brunnen ist gut 2m außerhalb ungefähr auf selber Tiefe (schwer zu ermitteln da Wand und Sträucher dazwischen) mit einem 32mm PE Rohr angeschlossen

    Das Rohr ist in Richtung HWW abfallend verlegt :/.

    Dann kommt mein Vorfilter, 25mm Panzerschlauch, Scala, 25mm Panzerschlauch, T-Stück einer ins Haus und ein Abzweig in den Garten.


    Der Brunneneingang war mit einer Folie umwickelt und ist mit jeder Menge Tape "verziert". Ist das eine gängige Praxis?

    Sollte das PE Rohr nicht Richtung Pumpe leicht steigend verlegt sein?


    Danke schon mal!


  • Das Rohr ist in Richtung HWW abfallend verlegt

    Ein sehr wichtiger Hinweis!


    Sollte das PE Rohr nicht Richtung Pumpe leicht steigend verlegt sein?

    Richtig! So wie es jetzt ist, sammelt sich Luft am höchsten Punkt.

    Der Brunneneingang war mit einer Folie umwickelt und ist mit jeder Menge Tape "verziert". Ist das eine gängige Praxis?

    Auf gar keinen Fall. Das ist pfusch hoch drei!

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Kann das abfallende Rohr auch für die Luft im Vorfilter und in der Pumpe verantwortlich sein?

    Es wird ja auch nach 5 Minuten pumpen nicht weniger Luft, wo kommt die Luft überhaupt her?

    Sobald am Montag die Baumärkte aufmachen, Schraub ich das alles auf!


  • und in der Pumpe verantwortlich sein?

    Bei der Konstruktion kann alles sein.


    wo kommt die Luft überhaupt her?

    2 Möglichkeiten:

    1. Aus dem Filterbereich angesaugt wegen zu wenig Wasser.

    2. Jedes Wasser, vor allem Brunnenwasser, gast aus.


    Sobald am Montag die Baumärkte aufmachen, Schraub ich das alles auf!

    Das Aufschrauben ist gut, aber mit dem Bauhaus würde ich mir noch etwas Zeit lassen.

    To do:

    1. HWW höher stellen oder Brunnenanschluss tiefer legen.

    2. Die rechtwinklinge Verbindung muss aus Messing sein, Kunststoffmuffen sind nicht unterdrucksicher. Die Messingmuffen gibt es nicht im Baumarkt. Am besten welche mit Stützrohr verarbeiten.


    So, das wäre das, was man sieht. Wie sieht es aber unten aus? Du schreibst, dass das Wasser sehr eisenhaltig ist. Bei dem Alter des Brunnens könnte es durchaus sein, dass der Filterbereich verockert ist.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Danke für die Antworten.


    Das neue HWW hatte ich instinktiv 60cm "aufgebockt". Die abfallende Leitung müsste dann aber dennoch erneuert werden, richtig?!

    Gibt es einen Trick wie ich 2m horizontal durch Erde bohre?

    (ich mein nicht, wie ich am richtigen Punkt raus komme, sondern, wie ich ein 40mm Loch in Erde bohre :/)

    Oder wäre es einfacher den Brunnenanschluss tiefer zu legen?

    Wobei das Rohr dennoch ein falsche Gefälle hätte...


    Immer wenn die Pumpe neu ansaugt (Anschlüsse überprüft, Vorfilter aus-eingebaut) wird gebundenes Eisenoxid (?) hoch gesaugt. Wenn Wasser in der Leitung bleibt, kommt auch kein neues dazu.

    Ungebundes Eisen hat die Keramiken allerdings über die Jahre bereits leicht angefärbt.

    Je nach Machbarkeit baue ich eh so viel aus wie möglich (wenn ich eh da dran bin).

    Der versiffte Kunststoff Kram fliegt dann natürlich auch raus. Habe bereits alles andere auf Messing umgerüstet :thumbup:.


    Verockerung.... :rolleyes: bitte nicht, ich hab da grad echt genug andere große Baustellen.

    Lässt sich ein verockerter Brunnen langfristig und sicher regenerieren? Mit welchen Kosten ist ganz grob zu rechnen (falls man das nicht selber machen kann). Oder ist ein neuer Brunnen dann ggf. sinnvoller?

  • Lässt sich ein verockerter Brunnen langfristig und sicher regenerieren

    Das kann keiner sagen, denn das hängt von zu vielen Faktoren vor Ort ab. Erst mal wäre festzustellen, ob er überhaupt verockert ist.


    Mit welchen Kosten ist ganz grob zu rechnen (falls man das nicht selber machen kann).

    ca. 50,-€, wenn man es selbst probiert.

    Handwerkerpreise und Qualität in der jetzigen Zeit: ? ? ?

    Aber der Handwerker kann auch nichts anderes als Du selbst machen.

    Neubau? Nur wenn der alte Brunnen nicht zu retten ist.

    Dann ist es aber das Vernünftigste.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Die abfallende Leitung müsste dann aber dennoch erneuert werden, richtig?!

    Richtig, zumindest neu verlegt.


    Gibt es einen Trick wie ich 2m horizontal durch Erde bohre?

    Hab ich noch nie gemacht, evtl. mit Hauswasseranschluss (hoher Druck) spülen?

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Kann das abfallende Rohr auch für die Luft im Vorfilter und in der Pumpe verantwortlich sein?

    Kann, muss nicht. Ich kenne Anlagen, bei denen die Saugleitung auf halber Höhe in den Keller geht, dann erst an die Decke geführt wird um im nächsten Raum nach unten zur Pumpe angeschlossen zu werden.


    Ich schlag dann jedes mal die Hände über dem Kopf zusammenzusammen wenn ich sowas sehe, muss mir aber dann sagen lassen, dass die Anlage seit 10 Jahren funktionierte. (bis jetzt)


    Wenn sich dann doch mal soviel Luft angesammelt haben sollte, dass es zu Fehlfunktionen kommt, hilft zumindest eine Entlüftungsmöglichkeit an oberster Stelle.


    Eine weitere Schwachstelle ist der Filter. Wenn mit den Jahren der Dichtgummi spröde werden sollte, wird da Luft angesaugt.


    Um den als Ursache auszuschließen würde ich den versuchsweise demontieren.


    Dann den PE-Anschluss an den Brunnen "fachgerecht" so ändern, dass er 100% unterdruckfest ist. Das verzinkte Eisenstück entsorgen und eventuell mit einem T-Stück eine Entlüftungs- bzw Befüllungsmöglichkeit schaffen.


    Dann hast Du zumindest das meiste getan, was nötig ist, damit vernünftig Wasser kommt. Tut es das immer noch nicht, liegt die Ursache am Brunnen.


    Mit der neuen Pumpe hast Du Dir eine diffiziele Technik ins Haus geholt. Da hätte ich Dir zu etwas einfacherem geraten.


    Davon unabhängig, das ist eine mehrstufige Kreiselpumpe. Meine Erfahrung mit Saugpumpen beschränkt sich hauptsächlich auf ESPA Aspri Pumpen, die ebenfalls mehrstufige Kreiselpumpen sind.


    Zumindest die Aspri tun sich schwer, wenn man an den Grenzbereich der Saughöhe kommt. Da sind Jetpumpen "unempfindlicher".


    Gruß

    Peter

  • Nach einem langen Tag mit Wasser von oben und lehmigen Nass von unten, folgende Ergebnisse / ggf. Erkenntnisse :


    Brunneneingang 1,2m unter 0

    Pumpe 0,6m unter 0

    Grundwasser 7,50m unter 0

    Ansaugstutzen 10,5m unter 0

    Ende Brunnenrohr (unten zu?) ca. 0,3m unter Ansaugstutzen


    Ansaughöhe demnach 9,90m =O

    Außerdem steckte das PE Rohr einfach im Brunnendeckel, lediglich mit Klebeband fixiert. Als ich die Pumpe anmachte hörte man wie am Brunneneingang Luft gezogen wurde.

    Der Hanf am verzinkt den Aluteil war schon verrottet.


    Das Rückschlagventil im Ansaugstutzen ist leichtgängig.

    Das Wasser im Brunnen hört sich nach Wasser an.

    In wie fern die Schlitze im Brunnenrohr zu sind kann ich natürlich nicht sagen.


    Ansaughöhe und Brunneneingang haben jedenfalls Handlungsbedarf!


    Vorsorglich würde ich gern etwas gegen das verockern in den Brunnen geben bzw. tun was nötig/möglich ist - was könnt ihr da empfehlen?


    Was sagt ihr zu den Ablagerungen?


    Wie sollte so ein Brunneneingang eigentlich aufgebaut sein?

    Die obere "Mutter" hat ebenfalls ein Innen gewinde.


  • Ansaughöhe demnach 9,90m

    Das ist ein Irrtum. Die Ansaughöhe berechnet sich ausschliesslich aus der Differenz Pumpe - Grundwasserspiegel., also 6,90m.

    Wobei in der Praxis jedoch im Betrieb mit einem fallenden Grundwasserspiegel gerechnet werden muss (Absenkungstrichter).

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Vorsorglich würde ich gern etwas gegen das verockern in den Brunnen geben bzw. tun was nötig/möglich ist - was könnt ihr da empfehlen?

    Das ist eine sehr umfangreiche Thematik:

    brunnen regenerieren - Google Suche

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Wie muss dieser Brunnenkopf denn abgedichtet sein?

    Zuerst müsste aus der "Schlammwüste" erst einmal eine trockene Brunnenstube werden, am sinnvollsten mit Betonringen.

    Dann muss das blaue(?) Brunnenrohr vollständig oben freigelegt werden. Anschliessend Saugrohr ziehen.

    Danach muss man schauen (oder bereits vorher), ob es einen passenden Schraubdeckel für das Brunnenrohr gibt. Anschluss für Saugschlauch montieren und alles wieder zusammen bauen.

    Ist natürlich nicht einfach, den Saugschlauch ansteigend durch Betonringe zu verlegen. Da hat man es mit einer Tiefbrunnenpumpe wesentlich einfacher.

    Und wie sind die Ablageru zu bewerten?

    Typisches Bild bei eisenhaltigem Wasser. Zu Regenerierungen hast Du ja schon Links bekommen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Der Saugschlauch ist bereits raus.


    Was ist denn mit dem aktuell verwendeten Deckel?

    Wie war das gedacht, bzw. gibt es dafür den passenden Ausgang?

    Alle aktuellen Brunnenköpfe sehen halt gänzlich anders aus.


    Brauchr das Filterrohr eigentlich Luft, oder sollte es oben 100% dicht sein?

Brunnen selber bauen