Fragen rund um Neubau eines Schachtbrunnen

  • Liebe Gemeinde,


    ich bin gerade dabei, auf meinem Grundstück einen neuen Schachtbrunnen mit Betonringen zu bauen.

    Ein Bagger hat bereits einen 5,5m tiefen Loch ausgegraben, ungefähr auf 5 Meter tiefe trat seitlich Wasser aus.

    Ab 5,5m gibt es eine feste Steinsicht, daher erfolgte keine weitere Vertiefung. Wir setzten fünf 1m hohe Betonringe ein (auf dem festen Steinboden), das Wasser sammelte sich nun (nach 24h) im ersten Ring bis zur ca. 3/4 seiner Höhe und ebenfalls auf der vergleichbaren Höhe um den Ring herum. Wir pumpen nun das Wasser regelmäßig aus (noch sehr trüb), um zu prüfen, ob es weiterhin nachfließt und überlegen zwischendurch:

    - womit wir den Raum zwischen Betonschachtringen und Erdreich befüllen sollen, bzw. konkreter planen wir als erste Schicht Filterkies zu verwenden, wissen allerdings nicht, wie hoch die Schicht am besten sein sollte und welche Kiesgrösse hierzu geeignet wäre.

    - ob wir im letzten Ring Löcher bohren sollten und wenn, dann wie groß/ wie viele


    Ich habe bereits hierzu einiges im Forum gelesen, bin mir allerdings weiterhin nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe...daher wäre ich für jeden Hinweis über meinen konkreten Fall sehr dankbar.


    Das Umgebungserdreich ist bis zu ca. 4 m Tiefe sehr lehmhaltig, wasserundurchlässig (Wasser fließt hier durch kleine Kanäle durch), nachher sandiger mit Steinen vermischt (s. angehängte Fotos).



    Viele Grüße,

    Karolina

  • karolina_mi

    Changed the title of the thread from “Schachtbrunnen richtig "befüllen"” to “Fragen rund um Neubau eines Schachtbrunnen”.
  • Wir setzten fünf 1m hohe Betonringe ein (auf dem festen Steinboden),

    M.E. war das nicht optimal.

    Man hätte eine ca. 20cm Filterkiesschicht auf den Boden schütten und darauf die Betonringe setzen können.

    (>>> grosse Wassereintrittsfläche)

    Normalerweise nimmt man eine noch stärkere Kiesschicht, aber bei dem geringen Wasserstand hätte ich es bei 20cm gelassen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Wäre es nicht ausreichend, Löcher im letzten Ring zu bohren?

    Tja, und der Sand, der draussen ist? Der wird nicht draussen bleiben.

    Also müsste man eine Kiesschicht aussen schütten, die den Sand abhält. Und die gebohrten Löcher müssten auf diese Kiesschicht nach den geltenden Regeln abgestimmt werden.

    Da ich aber keine Sieblinie des Sandes habe, kann ich auch dazu keine Empfehlung zur Dimensionierung abgeben.

    Man hätte vor dem Versenken Löcher bohren und dann eine Filtervliesschicht um den Ring wickeln können. Das dürfte aber jetzt kaum noch möglich sein.

    Oder lieber das Ganze wieder rausholen, Filterkiesschicht rein, etc.?

    Wäre eine Möglichkeit. Das ist alles schwer zu beurteilen, wenn man nicht vor Ort ist.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Felsplatte keine polierte Fläche ist, sodass der untere Ring nicht plan aufliegt. Da liesse sich noch was machen, aber dazu müsste man sehen, wie es von aussen aussieht.

    Evtl. lässt sich bei einer genügenden Spaltbreite von aussen Filterkies (kein Split!!!) schütten.

    Die verschiedenen Kiesdurchmesser bis oben zum Lehm müssten dann genau abgestimmt werden.

    Nichts für Laien, da die Umstände wegen des geringen Wasserstandes sowieso schlecht sind.

    Auf gar keinen Fall Wasser abpumpen, es besteht Gefahr, dass Sand gegen den unteren Ring gespült wird. Da passt dann kein Kies mehr hin.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


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