Schachtbrunnen wieder in Betrieb nehmen? / reinigen? / Wasserstand steigt langsam

  • Bevor jetzt der Kies weider hineingeschüttet wird, sollte man prüfen, wie das Wasser nachströmt, wie hoch sich der Wassrstand dabei einstellt und ob Sand oder Schlamm beim Nachströmen des Wassrs eingespült wird.

    Danke! Das werde ich mal beobachten.

    Gestern Abend habe ich das letzte mal bis auf den Grund leergepumpt. Heute morgen war der Wasserstand wieder ca 60 cm höher.

    Ich denke ich werde es nun mal ein paar Tage beobachten. Wenn Sand oder Schlamm eingespült wird, müsste ich das ja merken, wenn ich die „dicken Kiesel“ irgendwann nicht mehr sehe, oder?

  • Das sehe ich genauso.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Bevor jetzt der Kies weider hineingeschüttet wird, sollte man prüfen, wie das Wasser nachströmt, wie hoch sich der Wassrstand dabei einstellt und ob Sand oder Schlamm beim Nachströmen des Wassrs eingespült wird.

    Ich habe nun eine Woche lang mal beobachtet, was passiert. Ein "verändertes" Verhalten kann ich nicht feststellen. Von einem auf den anderen Tag steigt der Wasserstand fast um die Höhe eines Brunnenrings (also etwas weniger als 80 cm). Nach mehreren Tagen ist der Wasserstand wieder relativ weit oben.
    Nach dem kompletten Leerpumpen kann man ich nicht wirklich erkennen, dass unten am Grund mehr Sand eingespült worden ist.

    Frage: Sollte man noch warten, oder kann man ggf. jetzt schon den Kies wieder einfüllen?
    Und noch etwas: Das alte PE-Rohr zum Ansaugen des Wassers steckte ja etwas im Kies drin. In diesem Jahr vor dem Winter würde ich ungerne noch anfangen wollen, irgendeine Pumpe zu installieren. Gerne nutze ich die Zeit über den Winter, um mir darüber Gedanken zu machen.

    Daher die weitere Frage: Wäre es dazu sinnvoll, die unterste Schicht Kies (vielleicht 40 cm über Grund?) aufzufüllen, dann in die Mitte ein KG-Rohr zu stellen und außen herum den restlichen Kies einzufüllen?
    Die Idee dahinter ist, dass ich dann Platz hätte, später da ein PE-Rohr mit Filter reinzuschieben...ohne den Kies irgendwie beiseite schaffen zu müssen..
    Ich könnte dann das KG-Rohr hochziehen und der Kies würde um das PE-Rohr zusammenfallen (dann hätte ich die Situation, wie es vorher war) . Oder aber ich bohre ein paar Löcher in das KG-Rohr, dann könnte ich es vielleicht sogar stehen lassen?
    Anstelle des PE-Rohrs mit Filter könnte ich vielleicht auch eine Tiefbrunnenpumpe in das KG-Rohr schieben?
    Grundsätzlich würde ich bevorzugen, dass die Pumpe irgendwie in dem Schacht untergebracht wird - eine außenstehende Pumpe müsste ich nach meinem Verständnis ja immer "winterfest" machen bzw. abbauen. Und bis zum Haus wäre mir die Leitung zu weit.

    Ich habe mal eine Skizze angefügt...


    Euch ein schönes Wochenende!

  • Oder aber ich bohre ein paar Löcher in das KG-Rohr, dann könnte ich es vielleicht sogar stehen lassen?

    Du solltest statt einem durchbohrten KG-Rohr ein professionelles Brunnenfilterrohr nehmen und das dann stehen lassen..


    Irgendwie habe ich aus dem geschilderten Verhalten das Gefühl, dass das kein Brunnen zur Wassergewinnung war, sondern ein Schluckbrunnen zur Wassereinleitung in die Erde, (z.B. Regenwasser).

    Gruss

    kg49

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    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Du solltest statt einem durchbohrten KG-Rohr ein professionelles Brunnenfilterrohr nehmen und das dann stehen lassen..

    Ok, also sowas in der Art? -> Filterrohr DN 100

    Alternativ hatte ich jetzt auch noch ein KG-Filterrohr mit Schlitzweite 1mm oder 0,5mm gefunden. Das liegt preislich etwas günstiger. (Link)


    Das wäre ja ausreichend, um dort dann eine Ansauggarnitur bzw. PE-Rohr mit Grobfilter und Rückschlagklappe (sowas, was vorher auch an dem PE-Rohr dran war, siehe ein paar Fotos weiter oben) reinzuführen...
    Das dann in 1 Meter länge auf die unterste Kiesschicht gestellt?
    Setzt man das Rohr dann mittig? Da ich evtl. ja auch noch eine Schwengelpumpe installieren möchte, müsste ich ja ein zweites Rohr stellen, um den Ansaugschlauch davon auch unterzubringen.

    Welche Schlitzweite nimmt man denn? Bei dem groben Kies den ich habe die 2 mm Schlitze, oder sollte man kleiner wählen? Aus dem Diagramm auf der o. g. Artikelseite werde ich nicht ganz schlau...

    Und dann hätte ich ich gedacht, dass da ganzjährig eine solche Pumpe (Tiefbrunnenpumpe) drinstehen könnte... Wobei die max. Förderhöhe von 58 Metern bei meinem "Brunnen" wohl etwas überdimensioniert ist... Und auch das DN 100-Rohr wäre zu eng für die Pumpe.


    Quote

    Irgendwie habe ich aus dem geschilderten Verhalten das Gefühl, dass das kein Brunnen zur Wassergewinnung war, sondern ein Schluckbrunnen zur Wassereinleitung in die Erde, (z.B. Regenwasser)


    Das ist eine gute Frage... Ich weiß es leider nicht. Der Hausbesitze vormals hatte ja mit einer Hauswasserpumpe Wasser aus dem "Brunnen" gezogen. Zum Garten wässern, auch WC und Waschmaschine waren wohl dort angeschlossen wie ich nun hörte.
    Die beiden KG-Rohrenden waren außen verschlossen und somit wohl tatsächlich eher dafür gedacht, einen Weg nach außen aus dem Schacht zu schaffen...

    Was "ganz früher" mal mit dem Brunnen war, weiß ich nicht.
    Momentan scheint einfach "nur" das Grundwasser darin anzusteigen. Mit dem Durchmesser gerechnet wären es bei den ermittelten max. Wasserständen maximal etwas mehr als ein Kubikmeter, die da so anstehen.

    Daher möchte ich mit den weiteren Maßnahmen auch bis zum nächsten Sommer warten. Sollte da immer noch soviel Wasser nachkommen, kann ich vielleicht eine Pumpe reinhängen und direkt über dem Brunnen eine "Zapfstelle" haben.
    Mindestens möchte ich eine Schwengelpumpe betreiben - dafür sollte es wohl allemal reichen.

  • Brunnenfilterrohr gibt es in allen möglichen Durchmessern und Schlitzweiten.

    Du solltest es nicht auf den Kies, sondern, unten verschlossen, in den Kies is zum festen Boden stellen.

    Da der wasserstand nicht sehr hoch ist, kommt der Schlitzweite eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Die passende Schlitzweite kannst Du aus den folgenden Daten ausrechnen:

    S.5

    https://www.gwe-gruppe.de/export/shared/documents/pdf/bre/gwe/products/PVC

    Ich würde das Rohr mittig stellen, den Schwengelpumpenanschluss daneben. Ggf. separates Filterrohr.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


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