Brunnen schlagen für Wärmepumpe im Illertal mit Kiesboden und hohem Grundwasserstand

  • Hallo Brunnenbauforum,


    erstmal Klasse, dass es hier so viele gibt, die einem kompetent mit Rat zur Seite stehen.


    Nun zu meinem Anliegen: Wir wohnen im Illertal und haben einen hohen Grundwasserstand (Teilweise -1m). Unser Boden besteht aus 1m Humus und danach kommt gaaanz viel groben Kies (haben hier auch überall Kieswerke und Baggerseen in der Nähe). Dieses Jahr haben wir einen 2" Schlagbrunnen in den Boden gerammt. So wie das alle Nachbarn auch immer gemacht haben - ohne vorbohren. Der Brunnen ist 5 M lang und wurde mit einem Abbruchhammer innerhalb von 20 Minuten in den Boden "Reingehämmert". Funktionierte super, und es kommt klares, sauberes Wasser (Haben eine Schwengelpumpe und eine Gartenpumpe angeschlossen).


    Nun meine Idee: Da unsere Ölheizung mittelfristig den Geist aufgeben wird, würden wir gerne auf eine Grundwasser-Wärmepumpe umsteigen und das hier reichlich vorhandene Grundwasser nutzen.


    Ich würde mir Zutrauen, 2x ein 3" Rohr im Boden jeweils 10m im Boden reinzuhämmern und dann die Wärmepumpe an die zwei Brunnen anzuschließen (1x Schluckbrunnen und 1x Förderbrunnen, Abstand dazwischen 30m und entgegen der Grundwasserrichtung). Ist es realistisch, mit einer 3" Pumpe (haben auch so Förderleistung 3000 bis 4000l/h) eine Wärmepumpe zu betreiben?


    Welche elektrische Leistung ist für eine solche Pumpe für den Betrieb einer Wärmepumpe maximal zu tolerieren? Ich meine, es gibt doch auch Zeiten, wo man weniger Grundwassermenge benötigt (vermutlich die meiste Zeit im Jahr). Tut man hier die Pumpe in der Drehzahl regeln (machen wir im Betrieb für unsere eigenen Brunnen) oder ist das eher unüblich und man baut gleich eine Pumpe mit möglichst geringer Leistung ein (die es aber im 3" Bereich offensichtlich nicht so viel gibt).


    Oder würdet ihr mir eher zu einem 4" Brunnen raten?


    Ich weiß, für eine Wärmepumpe ist eine Genehmigung der unteren Wasserbehörde nötig. War beim Gartenbrunnen kein Problem, laut Aussage von denen haben wir hier Grundwasser im Überfluss.


    Hat jemand vielleicht Erfahrung oder ein paar Ratschläge zu diesem Projekt?

    Vielen Dank!

  • Ist es realistisch, mit einer 3" Pumpe (haben auch so Förderleistung 3000 bis 4000l/h) eine Wärmepumpe zu betreiben?

    Nein, da zu geringer Wirkungsgrad.


    Du wirst auf 5/4" gehen müssen, um die passende Pumpe einsetzen zu können.

    Ich weiß, für eine Wärmepumpe ist eine Genehmigung der unteren Wasserbehörde nötig.

    Das würde ich zuerst mal klären, bevor Du Dir Gedanken über einen Eigenbau machst.

    Wärmepumpen mit Förder- und Schluckbrunnen sind was anderes als ein Gartenbrunnen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


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