Tauchpumpe oder Hauswasserwerk für Zisterne

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu im Forum, daher kurz zu mir: Ich versuche einen alten Bauernhof wieder auf Vordermann zu bringen und dazu gehört auch die Wasserversorgung.


    Zum Problem: Ich habe eine 15 Jahre alte Ortbetonzisterne mit 30m3 Inhalt. Diese ist mit 100 m 1Zoll Schlauch (Innendurchmesser 26mm) mit dem Haus verbunden. Der Wasserspiegel in der Zisterne ist etwa 6 Meter über der Entnahmestelle, daher liegt kaum Druck an.


    Meine Frage: Ist es sinnvoller ein Tauchpumpe, etwa eine Grundfos SQE, in der Zisterne zu montieren, oder reicht eine Hauswasserwerk, welches am 100 m PE-Schlauch „saugt“?


    Max Entnahme wird wohl so 4 m3 / Stunde für Gartenbewässerung sein.


    Danke für die Hilfe!

  • oder reicht eine Hauswasserwerk, welches am 100 m PE-Schlauch „saugt“?

    Das wird nicht funktionieren. Das Hauswasserwerk müsste bei der Zisterne stehen und die 100m "drücken".

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Danke für deine Antwort!


    Aktuell stehen gerade Grabarbeiten an, weil ich das Haus an die öffentliche Wasserleitung zur Trinkwaserversorgung anschließe. Die Künette geht dabei nahe der alten Zisterne fürs Brauchwasser vorbei.


    Ich kann daher in dem Zuge ein Kabel für eine Pumpe verlegen. Würde für diese gut 100 m ein Erdkabel NYY-J 5x2,5mm reichen (Pumpe muss erst berechnet werden, aber schätze max 2000 Watt)?


    Grüße

    Franz

  • Bis ca 2,5m³/h könnte es mit einer Saugpumpe funktionieren, aber darüber hinaus wird es wohl nichts werden.

    Allerdings auch bei einer drückenden Pumpe steigt der Druckverlust in deinem 1" Rohr bei 100m ordentlich an, wenn du mehr Förderleistung benötigst.

    NYY-J 5x2,5mm

    Das sollte schon passend sein. Ich denke auch kaum, daß du eine so starke Pumpe brauchen wirst, es sei denn, du benötigst einen hohen Druck am Ende der Leitung?! Egal wie, über 3m³/h verpufft dir unnötig viel Energie in den 100m Rohr.

  • Danke mal für Eure Hilfe.


    Aktueller Stand ist, dass ich von dem 5/4 Zoll Schlauch für die Ortswasserleitung gleich mehr gekauft habe. Ich lege daher jetzt zur Zisterne auch einen neuen Schlauch mit 5/4 Zoll statt 1 Zoll. Zusätzlich habe ich mir auch noch ein 5x2,5mm2 Erdkabel besorgt, welche auch gleich mitverlegt wird.


    Ich werde dann mit einer vorhandenen 1500 Watt Wasserpumpe versuchen an der Entnahmestelle zu saugen um die Durchflussmenge zu messen. Sollten das zumindest 3m3/h sein, würde ich mir eine Grundfos Scala holen. Sollte das nicht funktionieren, kommt eine Tauchpumpe in die Zisterne.


    Eines was noch offen ist für mich. Die Zisterne besteht aus Ortbeton mit etwa 20 cm dicken Wänden. Der jetzige 1 Zoll Schlauch wurde einfach einbetoniert.


    Wie löst man das sauber, einen 5/4 Zoll Schlauch einzubauen? Kernbohrung mit 80mm und Ringraumdichtung?


    Oder reicht es vllt denn jetzigen 1 Zoll Schlauch vor der Zisterne an den neuen 5/4 Zoll Schlauch anzuschließen und damit eine Verengung auf etwa einem Meter Länge in Kauf zu nehmen?

  • Oder reicht es vllt denn jetzigen 1 Zoll Schlauch vor der Zisterne an den neuen 5/4 Zoll Schlauch anzuschließen und damit eine Verengung auf etwa einem Meter Länge in Kauf zu nehmen?

    Reicht vollkommen aus.

    Falls Du es nicht glaubst, kannst Du den Unterschied bei den Strömungsverlusten gerne nachrechnen. Die Rechnung wird keinen Unterschied ergeben.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • ...Max Entnahme wird wohl so 4 m3 / Stunde für Gartenbewässerung sein...ich mir eine Grundfos Scala holen..

    Hast Du Dir mal die Betriebsanleitung dieser Pumpe durchgelesen? Vollgstopft mit elektronischen Einstellmöglichkeiten incl integriertem Schaltautomat.


    Und das für eine Pumpe rein für die Gartenbewässerung?


    Meine Empfehlung ist hier immer, so einfach wie möglich und so wenig Funktionen zusammengefasst wie möglich. Die beliebten integrierten Schaltautomaten zB sorgen bei Ausfall dafür, dass die ganze Anlage still steht und die Pumpe zum Service muss. Wäre das Teil extern, kann die Anlage auch weiter manuell betrieben werden. (unabhägig davon, mit diesen Automaten gibt es regelmäßig Probleme bei Einsatz in einer Gartenbewässerungsanlage, weil da schon kleinste Leckagen zu Ausfällen führen).


    Gruß

    Peter

  • Hallo PeterB,


    danke für deinen Input. Die Idee mit der Grundfos Scala wäre, dass ich den Druck schön einstellen könnte und einen kostanten Druck ohne Druckspitzen hätte?!


    Welche Pumpe es wird ist jetzt noch etwas in der Ferne, da ich jetzt mal schaue, dass alles in die Erde kommt. Bis zum Frühjahr sollte hald dann auch eine Pumpe her.


    Mein Text ist da auch nicht ganz vollständig, das Garten bewässern ist das eine. Ich brauche den Anschluss insbesondere, um meine Pflanzenschutzspitze zu füllen. Da wären so 4 m3/h bei so 2 bar ohne Druckspitzen optimal.


    Falls du dafür eine gute Idee hast, nur her damit :)

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