Zisterne mit Pumpe im Winter

  • Hallo Zusammen,


    ich habe eine Zisterne mit einer DAB Pulsar Dry Pumpe. Hier ist mal eine Grafik, da dies es besser verdeutlicht:



    Ich habe einige Ausgleichsringe, sodass das Wasser im Winter min. 1m unterhalb des Deckels liegt. Die Pumpe ist vollständig im Wasser und ein PE Rohr geht raus. Jetzt habe ich folgende Fragen:


    1. Kann ich die Pumpe über Winter im Wasser lassen? Werde sie nicht mehr einschalten

    2. Ist es schlimm, wenn in dem PE Rohr (Blau) ggf. noch Wasser ist?


    Zu #2: Das Rohr verläuft unter der Erde über ca. 10-12m bis es an der Oberfläche ist. Ich weiß jetzt nicht, ob das Wasser ggf. zurückläuft und eh trocken ist. Falls noch Wasser im Rohr ist, sollte der Frost keinen Schaden anrichten, da eine Seite offen ist und somit sich hier herausdrücken kann. Ich bin mir aber nicht sicher, will aber jetzt die die ganze Zisterne auspumpen, um das Rohr sicher zu lüften.


    Was sagt ihr?

  • 1.)Die Pumpe kann im Wasser bleiben, sollte jedoch regelmäßig eingeschaltet werden, z.B. immer um 2 Uhr nachts für 1 Minute. d.h. alle 24 Stunden für 1 Minute.Es muss nicht nachts sein.

    Das Wasser kann auch "im Kreis" gepumpt werden, also wieder zurück in die Zisterne.


    2.) Es ist besser wenn das Rohr entleert wird, auch wenn der Frost das Wasser "herausdrücken könnte".

    Es könnte eine Weiche verbaut werden, so daß das Wasser gleichsam aus der Leitung zurück fliessen kann in die Zisterne, als auch der Abgang da wäre für die Intervallschaltung .

    Die Weiche müsste evtl. manuell bedient werden, wie bei den alten Handschwengelpumpen.

    Die Bezeichnung "Weiche" wurde stellvertretend für entsprechende Ventile, Armaturen und Schieber gewählt.

    Zum Entleeren tut es wohl auch ein in die PE-Leitung gesetztes Schrägsitzrücklaufventil, aus dem dann zu Saisonende der Ventileinsatz herausgeschraubt wird.

    Dann läuft die Leitung komplett leer, vorausgesetzt die Leitung steigt zu den Verwendungstellen an.Vorher alle Hähne und oder Armaturen öffnen.

    Und gleichzeitig würde das Wasser, welches alle 24 Stunden gefördert wird um die Pumpe vor dem "Festgehen" zu schützen nur bis zum "offenen" Schrägsitzrücklaufventil kommen , und sodann wieder in die Zisterne zurück gelangen.

    Selbst wenn das Wasser durch den Förderdruck noch etwas in die PE-Leitung fliessen würde, flösse es dann wieder raus.

    Wem es zu riskant ist, dass das gefördete Wasser in die PE-Leitung gelangt, der kann auch noch einen Absperrhahn nach dem Ventil verbauen, und diesen nach dem Entleeren der Leitung schliessen.

    Nebeneffekt ist eine Bewegung des Wassers in der Zisterne zum einen und die Zisterne braucht auch nicht entleert werden.

    Das ist u.U. Wasserverschwendung und birgt auch die Gefahr ,daß die Zisterne aufgetrieben wird durch drückendes Wasser von unten.

    Das Wasser der Zisterne sollte prinzipiell gefiltert sein, oder über den Winter auch dezent behandelt, aber natürlich nur mit legalen Mittelchen und nicht etwa mit "Don Klarix" oder so...


    das , dann für den Einsatz, manipulierte Schrägsitzrücklaufverhinderungsventil wird , auf Deine Zeichnung eingehend, oberhalb des höchst möglichen Wasserstandes in der Zisterne verbaut. dann gelangt auch immer Luftsauerstoff mit in das Zisternenwasser und verlangsamt einen möglichen Fäulnisprozess durch Laub, Kleintiere, etc. im Eingangswasser.


    Hat die Zisterne eigentlich einen Notüberlauf auf der linken Seite, oder ?

    Was für Wasser gelangt in die Zisterne?

  • Danke für die Antwort.


    Gut zu wissen, dass man die Pumpe immer wieder betätigen muss.


    Bzgl. des Rücklaufs war ich mir nicht sicher, ob dass Wasser nicht durch die Pumpe wieder zurückgedrückt wird. Sofern die Pumpe kein Rückschlagventil hat, müsste das Wasser doch auch hier ablaufen, oder?


    Bei der Option mit dem schrägsitzenden Rücklaufventil müsste ich in die Zisterne. Als Alternative klar machbar, aber das Problem ist, dass ich durch die Ausgleichsringe nicht an Filter etc. komme. Ich muss also immer eine Leiter ins Wasser stellen und bei der Tiefe geht nur eine Sprossenleiter und das ist immer ein gewisser Aufwand. Hatte bisher die Zisterne dann immer leergepumpt. Irgendetwas was ich von außen Steuern könnte wäre super. Gegebenenfalls ein Ventil, dass unter Strom öffnet/schließt. Somit öffnet/schließt es, wenn die Pumpe angeht und wenn die Pumpe aus geht, kann das Wasser ablaufen.


    Ich frage mich aber trotzdem, ob das Wasser im Winter überhaupt gefrieren kann? Wie gesagt, fließt es nicht über die Pumpe wieder zurück und auch wenn ich ein schrägsitzenden Rücklaufventil installiere, so bleibt ja Wasser im PE Rohr oberhalb der Wasserlinie.


    Das Wasser für die Zisterne ist gefiltert und kommt vom Dach, oder aus dem Brunnen, wenn die Zisterne leer ist, sodass hier kein Dreck reinkommen sollte. Klar, etwas kann immer rein, aber i.d.R. nicht. Das Wasser wird auch nur für die Gartenbewässerung verwendet und das PE Rohr liegt derzeit frei, weil ich die für den Winter abgeschlossen habe.

  • Mach es nicht so kompliziert. Überprüfe, ob die Pumpe einen Rückflussverhinderer hat. Wenn, dann sitzt er direkt oben am Pumpenausgang.


    Bau ihn ab. Jetzt wird, vorausgesetzt die Leitung ist mit Gefälle zur Zisterne verlegt, nach jedem Pumpenstopp die Leitung leer laufen, sollte der Strom abgeschaltet werden bei offenem Verbraucher.


    Dann dauert es halt ein paar Sekunden, bis Wasser kommt. Ist Dir das zu lange, montiere irgendwo in der Leitung, wo Du einfach dran kommst, einen RV den Du dann im Winter öffnest.


    Schließt Du erst den Verbraucher und schaltest dann den Strom ab, wird das Wasser in der Leitung bleiben. Vorrausgesetzt, der Verbraucher ist wirklich dicht.


    Startest Du die P. über einen Schaltautomaten/Presscontrol, ist da drin bereits ein RV. Das Teil muss deswegen im Winter frostfest/wasserfrei gemacht werden.


    Das Wasser in der Zisterne wird nicht gefrieren.


    Eine mit Wasser gefüllte Leitung wird bei Frost auf Druck belastet auch wenn die Enden der Leitung offen sind. Wasser beginnt sich ab 4 °C auszudehnen. Solange kann es über einen offenen Ausgang entweichen. Wird es aber ab 0°C zu Eis, vergrößert sich das Volumen noch weiter. Entsprechend wird die Leitung belastet.


    Die Pumpe während der Nichbenutzung regelmäßig kurz laufen lassen macht Sinn. Muss nicht jeden Tag sein (schadet auch nicht), einmal die Woche aber sollte reichen.


    Ein paar Worte zur Zisternentechnik.


    Wenn der Filter nicht völlig falsch positioniert ist, kann man an dem eine lange Gewindestange montieren an der man den F auch bei mehreren Ringen ohne Leiter rausnehmen kann.


    Diesen Filter sollte man regelmäßig reinigen. Je nach Machart setzt sich das Filtersieb schneller oder langsamer zu. Entsprechend gering ist dann die Ausbeute und hoch der Verlust. Ich empfehle erstmal alle 4 Wochen. Wie oft das dann wirklich nötig sein wird, kann man so austesten. Reinigen am besten in der Spülmaschine.


    Bei diesen Filtern in der Zisterne hat man das Problem, wie den Notüberlauf gestalten. Auf dem Bild ist der im Zulauf des Beruhigten Zulauf.


    Kann man machen. Man verzichtet bei dieser Konstruktion auf den "Skimmereffekt" der die Schwimmschicht an der Oberfläche aufreisst und so die Vorraussetzung schafft, dass die auch abgeführt wird. Was wünschenswert ist um die Wasseroberfläche nicht vom Luftsauerstoff zu isolieren. Kann man mit leben, ist halt nicht das Optimum.


    Problem ist mehr der Sifon. Ist dort keine Reinigungsmöglichkeit vorgesehen besteht die Gefahr, dass sich Blätter ecta festsetzen und den Ablauf verstopfen.


    Es gibt auch andere Lösungen.


    Gruß

    Peter

  • Die Pumpe hat keinen Rückflussverhinderer. Habe auch bei DAB direkt zur Sicherheit nachgefragt, somit sollte das Wasser abfließen. Danke!


    Ich hatte am Anfang überlegt ein Seil an den Filter anzubringen, aber müsste es oben irgendwo befestigen. Eine Stange ist da praktischer, da diese einfach angelehnt werden kann. Danke für den Tipp!


    Ich habe bei der Zisterne die "beste" Ausbaustufe genommen, damit die Filter etc. passen. Ich musste mich aber darauf verlassen, dass es passt.

  • Ich habe bei der Zisterne die "beste" Ausbaustufe genommen,

    Erstmal Danke für den Kelch.


    Ich bin kein Freund von solchen Komplettzisternen. Ich habe etliche Jahre solche Zisternen montiert und habe immer den Kunden davon überzeugen können, dass es besser ist, den Filter außerhalb der Zisterne zu installieren.


    Ist aufwendiger in der Montage und Planung. Dafür hat man zeitlebens bequemen Zugang zum Filter und muss nicht erst einen schweren Betondeckel bewegen. Der wird nämlich mit den Jahren immer schwerer und der eigene Rücken immer empfindlicher.


    Gruß

    Peter

  • So sehe ich das auch.


    Sowohl bei eine Zisterne, wie auch einer Versickerungsanlage, gehört der Filter vor das eigentliche Bauwerk gesetzt und so konstruiert, daß Schwebstoffe, sowie absinkte Teilchen darin zurück bleiben. ...Und jeder weiß, man kümmert sich auf Dauer nur darum, wenn es unbschwert ist. ;)

  • Beim nächsten Haus, werde ich es beachten ;) Danke für den Hinweis, vielleicht kann ich den ein oder anderen Bekannten den Tipp noch weitergeben. Würde ich jetzt neu Bauen, würde ich einiges anders machen.

  • der Filter ... so konstruiert, daß Schwebstoffe, sowie absinkte Teilchen darin zurück bleiben. .

    Sorry Lumpi, da hast Du was Missverstanden.


    Absinken der schweren Schwebstoffe (Sedimentation) findet in der Zisterne statt. Sie bilden am Boden eine Sedimentschicht, die mitverantwortlich ist für Qualität des Wassers. Um zu funktionieren brauchen die dort vorhandenen Mikroben Sauerstoff. Den bekommen sie mit frischem Wasser über den "Beruhigten Zulauf".


    Riecht das Zisternenwasser nach faulen Eiern ist das ein Zeichen für Sauerstoffmangel. Die Mikroben werden anaerob und produzieren Faulgase. (Da muss jetzt nichts gereinigt werden. Vermehrte Sauersroffzufuhr zB mit einem Sprudelstein aus dem Aquariumbereich hilft meistens schon)


    Die leichten Schwebstoffe steigen auf (Flotation) und bilden eine Schwimmschicht die die Wasseroberfläche vom Luftsauerstoff isoliert. Ein richtig konstruierter Ablauf reisst diese Schicht beim Überlaufen auf (Skimmer). Sie wird dann mit dem Überlaufwasser weggespült. wird die Schicht nicht aufgerissen, bleibt sie erhalten obwohl das Wasser abfließt.


    Natürlich funktionieren Zisternen auch ohne zB einem Beruhigten Zulauf oder Überlauf mit Skimmereffekt. Nur wenn Probleme mit der Wasserqualität entstehen, sollte man diese Punkte überprüfen und eventuell nachrüsten.


    Gruß

    Peter

  • Ok, da hatte ich etwas zu wenig nachgedacht. Ich war in meinen Gedanken nur bei der Versickerung und da sollte nach Möglichkeit nichts hinein, außer Wasser.

    Ich lerne aber gerne hinzu. Meine Vorstellung bisher ging bei einer Zisterne eher dahin, möglichst alles sauber zu halten, jedoch macht es Sinn, wie du es erklärst.

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