TNA Brunnenrohre mit einer lehrreichen Kontruktion der Seilwinde und dem Getriebemotor in einer festen Tonschicht.

  • Hallo liebe Brunnenbauer


    Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum.


    Ich habe jedoch bereits sehr viele Stunden in diversen Forenbeiträgen sehr viele zum Teil sehr aussagekräftige Informationen sammeln können!


    Mein gestehendes Brunnenbauprojekt finde ich so jedoch noch in keinem Forenbetrag!


    Von daher nehme ich mir mal die Zeit und fasse meinen aktuellen Stand für Euch zusammen, so dass wie gemeinsam wieder etwas lernen können!



    Meine derzeitigen technischen Hilfsmittel:


    20Meter 35x35mm Bohrgestänge von „Erdbohrer.de


    Die vorhandenen Schrauben habe ich gegen 12.9er Stahlschrauben ausgetauscht, um alle möglichen Schwachstellen zu vermeiden!


    145mm Mangan Bohrkrone (komplett nachgeschweißt und mit einem 5 KG Zusatzgewicht ausgestattet, so dass die Bohrschnecke mit der Seilwinde besser in das Bohrloch hinabgelassen werden kann.


    145mm Mangan Bohrer, den ich auch komplett an den vorhandenen Schweißnähten nachgeschweißt habe!


    Der Brunnen existiert als 200mm Saugbrunnen mit einer Endteufe von 8 Metern schon seit den 1980er Jahren und fördert durch die feste Tonschicht jedoch lediglich etwa 100 Liter Wasser je Woche. Dabei steht die Wassersäule nach einer Woche Bezugspause am obersten Punkt bei etwa 3 Metern Tiefe.


    Letztes Jahr habe ich mir das Brunnenbaugestell aus V2A selber konstruiert/geschweißt und ohne Motor das Bohrloch von 8 bis 10 Metern mit der Hand gebohrt. Es war jedoch eine "aussichtslose" Buckelarbeit ohne Moto weiter voran zu kommen!


    Der Motor übernimmt jetzt die eigentliche Schwierigkeit im Lehm zu rotieren. Die Konstruktion ist so gut dimensioniert, dass sie kaum wackelt oder eine Schwäche aufweist. Der Motor ist selbstverständlich mit einem Drehmomentschutz ausgestattet, so dass dieser über die Motorsteuerung bei einem bestimmten Drehmoment sicherheitshalber abschaltet.



    Die Bohrgeschwindigkeit lässt sich stufenlos von 0 bis etwa 50 U/Min einstellen!


    Ich kann also ganz langsam in dem Bohrloch bohren, ohne ein Drehmomentproblem zu haben 😊



    Das kommt bei einem Bohrtiefengewinn von etwa 10cm pro Bohrvorgang vor. Deshalb liegt mein Bohrgewinn pro Bohrvorgang bei etwas unter 10cm!






    Mittlerweile bin ich bei einem wässrigen Tonboden in einer Tiefe von 13 Metern angekommen und das Bohrloch fällt über Nacht bei etwa 10 Stunden Pause immer wieder bis auf eine Bohrtiefe von 10 Metern zusammen. (Bohrlochdurchmesser 145mm)




    Mittlerweile ist es kaum noch möglich das bereits "zerkleinerte" tonhaltig klumpige Bohrgut mit der Bohrschnecke aus dem Bohrgut zu fördern.




    Für den verwendeten Plunscher ist das Erdreich in 10 Metern Tiefe zu fest.




    Randbemerkungen:




    Mein Mangan Bohrer befindet sich in einer Tiefe von 13 Metern.



    Die Bohrschnecke liegt bei herablassen in einer Tiefe von 10 Metern auf dem Bohrgut auf.



    Mit Hilfe einer 2" Tiefbrunnenpume kann ich trotz steckendem Bohrgestänge das Wasser mit einer über Nacht vorhandenen Wassersäule von etwa 2 Metern fördern (etwa 50 Liter +/-)



    Ein Mantelrohr habe ich bislang noch nicht verwendet, da das Bohrloch von zu einer Bohrtiefe von 11 Metern so gut wie nicht zusammengefallen ist.



    Und jetzt ab Meter 13 fällt das Loch über Nacht gleich über 3 Meter zusammen.




    Von daher bin ich am überlegen, welches Brunnenrohr ich zur Stabilisierung des Bohrloches verwenden soll.



    Eine weitere Lösung sehe ich nach über 10 Stunden lesen in diesem Forum nicht.




    Meine Überlegung ist es ein 150er Glattwandbrunnenrohr mit Schneidschuh zu verwenden. In dieses Brunnenrohr würde mein 145mm Mangan Lehm-/ Tonbohrer (Drill Partner) mit Bohrspindel passen und ich könnte im Rohr weiterbohren.



    Damit das Brunnenrohr besser durch die Tonschicht rutscht wollte ich dieses mit einem Adapter/ Flansch mit dem 35x35mm Bohrgestänge verbinden, so dass das Brunnenrohr und der Erdbohrer immer mit einer identischen Geschwindigkeit von etwa 30 U/Min rotieren.



    Ist Ihrer Meinung nach das 150er Glattwand TNA Brunnenrohr für mein Vorhaben geeignet, oder sollte ich besser ein klassisches 150er Brunnenrohr mit Muffen verwenden.



    Ich habe bei einem klassischen Brunnenroh jedoch die Befürchtung, dass trotz Rotation die Muffen das herabrutschen der Brunnenrohre unmöglich macht.




    Ich denke, dass ich in einer Bohrtiefe von etwa 20 Metern durch den Ton auf eine Kiesschicht stoße. (Nachbar etwa 40 Meter Luftlinie gab mir den Hinweis)




    JETZT ZUR EIGENTLICHEN FRAGE, die ich hier im Forum noch in keinem Chat beantwortet bekommen habe...




    Ist das 150er TNA Glattwandrohr (ausgestattet mit einem bei Erdbohrer.de angebotenen Schneideschuh) in der Lage dem 145er Manganbohrer sowie der passenden Bohrspirale zu folgen, ohne dass es beschädigt wird?




    Stellt euch vor, dass der Manganbohrer etwa 5 cm unterhalb vom Schneideschuh sitzen soll und dementsprechend immer zuerst ist den sehr festen graue Ton bohrt.




    Je Bohrvorgang bin ich mit einer Bohrtiefe von 7 bis 9 cm sehr zufrieden.



    Es ist also eine wirkliche Fleißarbeit, die es mir jedoch Wert wäre durch die Tonschicht zu kommen.




    Meine Vorstellung ist es, dass ich ein 150er TNA Brunnenrohr aus Stabilitätsgründen komplett aus Vollrohren nehme und, sobald ich bei +/-2 Metern durch die Tonschicht stoße mit normalen115er Brunnenrohren weiter plunschen und bei Erfolg das 150er Rohr wieder ziehe, wenn es möglich ist.




    Ich arbeite mittlerweile mit einem sehr leistungsstarken Drehstrommotor, der sich stufenlos von einer Umdrehungszahl von 0 bis etwa 50 U/Minute einstellen lässt.



    Dieser Motor ist an einer 400GK Seilwinde per Flaschenzug befestigt, so dass eine maximale Zugkraft von 800 KG an der Seilwinde zur Verfügung steht.



    Zudem habe ich eine 100Kg Seilwinde an dem T-Stück des oberen Bohrgestänges angebracht, so dass sich das herabgelassene Seil an der die Bohrschnecke hängt nicht verdreht! Das funktioniert einwandfrei und habe ich bislang in dieser Form noch in einem Brunenbauforum gelesen!



    Ein wirklicher Geheimtipp, der unfassbar viele weitere Bohrvorhaben vereinfacht, bei dem eine separate Bohrschnecke verwendet wird





    Das Komplette Gewicht aus Gestänge und Motor schätze ich auf zurzeit etwa 100KG ein.



    Für die klassische Auflast beim Plunschen sicherlich etwas wenig, für die Kombination aus langsamer Rotation und Auslast jedoch ausreichend?!





    Mit der längsten Einleitung meines Brunnenbauvorhabens, aber so hoffe ich, dass vorerst viele Fragen beantwortet worden sind und ich mich nicht allzu oft wiederholt habe!




    Kurz zu mir:



    Ich bin Maschinenbauer und habe daher ein recht gutes Verständnis für technische Vorhaben und konstruktive Verbesserungsvorschläge.



    (Metallverarbeitung/ Schweißen usw....)



    Gruß - Timo

  • Lieber Timo,


    leider bin ich selbst Newbie hier und hab keinerlei Erfahrung, um Deine Fragen irgendwie zu beantworten.


    Ich fand aber Deine Ausführungen zum Thema "per Motor rotieren" interessant, weil ich selber gerade vor der Frage sitze, wie ich mein 60mm Bohrrohr (Stahl) am besten per Motorkraft rotiert kriege.


    Könntest Du nochmal kurz etwas genauer beschreiben, wie Du das bei Dir hingekriegt hast?


    Hast Du den Motor ganz hinten drauf oder irgendwie seitlich fixiert?

    Wie fasst Du das Rohr sodass nichts rutscht?

    Wie fixierst Du den Motor, damit die Kräfte sauber aufgenommen werden können?

    Was genau für einen Motor hast Du verbaut?


    Mir wär's am liebsten, wenn ich das Rohr irgendwie von der Seite drehen könnte, z.B. mit nem Zahnrad auf dem Rohr und nem einfachen Schneckengetriebe an der Seite.

    Für die Frage, wie ich ein Zahnrad so auf dem Rohr befestige, dass es sich nicht auf dem Rotor in Rotationsachse drehen kann, während es in Längsachse verschiebbar bleibt, fehlt mir aber noch 'ne Idee...


    Für jedwede Tipps wär ich super dankbar!


    Beste Grüße,

    Walter

  • Eine Sache die auch echt hilfreich wäre:
    Wieviel Nm Drehmoment sind bei Dir erforderlich, um das Bohrgestänge/Rohr zu rotieren?

    Hast Du das irgendwie abgeschätzt oder berechnet?

    Welchen Faktor würdest Du bei der Übertragung von Deinem 145mm Bohrer auf meinen 60mm anlegen?


    Deine Einschätzung hierzu wäre glaub ich echt hilfreich für mich!


    Beste Grüße,

    Walter

  • Hallo Timo DerDurchDenTonMuss ,

    ich vermisse in deinen Ausführungen die Verwendung eines Reverside-Bohrers.

    Mit deinem Bohrer " rührst " du nur in der Pampe rum da sich der Lehm/Ton durch die Drehbewegung deines Bohrers nur verflüssigt.

    Mit dem Reverside-Bohrer löst du den Lehm im Loch mit einer Schälbewegung ab.

    Informire dich mal und da du die technischen Voraussetzungen hast kannst du dir so einen selber bauen.

    Damit das Brunnenrohr besser durch die Tonschicht rutscht wollte ich dieses mit einem Adapter/ Flansch mit dem 35x35mm Bohrgestänge verbinden, so dass das Brunnenrohr und der Erdbohrer immer mit einer identischen Geschwindigkeit von etwa 30 U/Min rotieren.

    Bist du sicher daß dein Bohrgestänge diese Doppelbelastung ( Bohrer und Brunnenrohr ) verkraften kann und sich nicht verdreht ?

    Überlege mal welche Reibungskräfte bei einem Rohr von über 13 m Länge gegenüber einem 145 mm Bohrer auftreten

    Für die klassische Auflast beim Plunschen sicherlich etwas wenig, für die Kombination aus langsamer Rotation und Auslast jedoch ausreichend?!

    Es mag sein daß das Rohr nachrutschen kann solange es in Bewwegung ist aber bei deiner Konstruktion mit deinem Bohrer wird es ohne zusätzliches Gewicht wohl nicht reichen

    Gruß Jörg

Brunnen selber bauen