Schachtbrunnen aus Steinzeugrohr (als verbleibenden "Arbeitsrohr")in Kleingartenanlage

  • Hallo liebe Brunnen-Profis,


    Auch ich habe hier, wie die meisten meiner erscheinenden Vorgänger viel gelesen, aber noch mehr Fragen zu meinem speziellem Vorhaben.

    Habe bereits eine Genehmigung für einen Brunnen in KGV...ebenso schon einiges gelesen und Videos gesehen. Das Buch von Albrecht Trunk find ich sehr praktisch mit guten Tipps...

    Eigentlich sollte der Brunnen ein Bohrbrunnen werden. Nun würde ich vom Vorstand aufmerksam gemacht, dass bei uns nur Schachtbrunnen erlaubt sind. Nun habe ich einiges zum Thema Schachtbrunnen gelesen...aber nie wirklich Mindestbreite, an denen man sie identifizieren könnte, gefunden? Also suche ich Kriterien, an Hand deren man vom sichtbaren Brunnen später, einen Schachtbrunnen identifizieren kann.


    Also nun mein "großartiger" Plan:

    Ich habe noch zwei Steinzeugrohre mit Innendurchmesser ca 200mm und 2m Länge von einem anderen Bauvorhaben übrig. Diese würde ich gerne als Art Arbeitsrohr nehmen wollen. Gewicht bringen die jede Menge mit...achso, der Fluss in ca100 Meter ist keine 1,5m unter GOK.

    Meine grober Plan wäre:


    1) aufbuddeln so weit wie geht


    2) ne Art Brunnenkranz unten ans Rohr befestigen (habe ne Konstruktion aus Blechring und Winkeln gesehen...was gibt es noch? Ist es wirklich in meinem Fall sinnvoll? Wenn ja, wie befestigen?


    3) Rohr ins gebuddelte Loch hiefen, dann durch das Rohr mit Brunnenbohrer, Plunscherund Kiespumpe (hab ich was vergessen oder übersehen? Evt. Steinzeugrohr zusätzlich durch grosses KG Rohr schützen?


    3) bei erreichen der wasserführenden Schicht:F ein PVC Filterrohr (vermutlich DN 150,...) Ins Steinrohr absenken...


    4) dann je nach Filterrohr (Boden verschlossen, oder nicht..., Konnte da noch nichts lesen) den Boden mit Kies füllen....


    Ja soweit der grobe Plan..muss ich irgendwas beachten wegen Abdichtung innen zwischen PVC Filterrohr und Steinrohr? oder reicht es diese nur zu fixieren....?

    Über eine Antwort freue ich mich sehr, denn soviel ich auch stöbere, mit meinen Stichworten finde ich leider keine weiterführenden Infos mehr.


    Gruß August

  • Schachtbrunnen mit 200mm Durchmesser? Frag mal den Zuständigen im KGV, wie dort Schachtbrunnen definiert werden.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo kg49,


    Danke für die schnelle Antwort, laut Vereinordnung soll es ein Schachtbrunnen sein. Da die mich wegen Permakultur nicht sonderlich toll finde, will ich gar nicht groß nachfragen...ich weiß von Nachbarn mit Bohrbrunnen..aber bei mir schauen die anders hin. Deswegen plane ich auch diesen Schachtbrunnen, der m.E. auch einer ist. Bei zu vielem nachfragen wird sich was ausgedacht, was nirgends so geschrieben steht. Habe gerade nochmal in andern Verordnungen geschaut, aber es gibt nirgends klare Masse...also ich werde ja auch als Schachtbrunnen wie beschrieben ausführen.

    Vielleicht kennt ja jemand offizielle Maße? Oder Kriterien auf die ich achten kann?


    Ansonsten zu meinem grobem Plan?


    Danke vorab


    Gruß August

  • Es gibt keine offiziellen Maße. Schau Dir die Beschreibungen zu Schachtbrunnen bei Wikipedia oder den Film auf YT an.

    Ein Schachtbrunnen wird geschachtet.

    dann durch das Rohr mit Brunnenbohrer, Plunscherund Kiespumpe

    Das ist das Herstellungsverfahren von Bohrbrunnen.


    Meine persönliche Meinung: Wenn mir das als zuständiger Vereinsvertreter als Schachtbrunnen präsentiert würde, wäre ich durchaus geneigt, mich als "verar..." vorzukommen.

    Wenn es schon Konflikte gibt, würde ich diese nicht durch so eine Provokation anheizen.

    Wie sehen denn die Schachtbrunnen der Nachbarn aus?

    Und Bohrbrunnen gibt es auch noch?

    Was ist mit Schlagbrunnen?

    Ein KGV hat eine Satzung, da müsste sowas drinstehen und nicht vom Wohlwollen einzelner Personen abhängen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo KG49,


    Danke für die Antwort. Ja, also in diesem KGV wird Recht subjektiv rangegangen..gefühlt umso älter, umso mehr Rechte...naja... habe gerade die Vereinssatzung erneut durchgelesen, es wird von ein "Handgeschichten Brunnen..." festgelegt. Bedeutet das, dass ich alles mit Hand, also ohne technisches Gerät, bewerkstelligen muss?

    Sollte ich tatsächlich 1,5m unter GOK Grundwasser haben, dann noch ca ein halber Meter durch die Wasserschicht.

    Wär es doch mit Hand theoretisch machbar, oder?


    Vielleicht oben vorübergehende Schalungsringe oder so, durch die ich hindurch buddel....alles wie beim Vorgehen beim Schachtbrunnen....und später das Rohr rein...nur das ein langes,statt vier kurzen sind?

    Was meinst Du? Würde mich sehr über eine Antwort freuen.


    Gruß August

  • es wird von ein "Handgeschichten Brunnen..." festgelegt.

    Ich kenne keine "handgeschichtete Brunnen", auch nicht als mundartliche Verwendung.

    Unter Google ist dieser Begriff auch nicht zu finden.

    Frag nach, was darunter zu verstehen ist.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo August7 ,

    deine Probleme mit einem " überalterten " Gartenvorstand sind mir nicht unbekannt.

    Aber da gibt es etliche Möglichkeiten diese zu lösen.

    Was du aber jetzt versuchst würde ich als Provokation seitens des Vorstandes betrachten und das könnte gewaltig nach hinten losgehen.

    Wenn in der Satzung expliziert ein " Handgeschichteter Brunnen " steht wird es auch so gemeint sein.

    Wenn die Satzung schon älter ist könnte man eine gewisse " Variation " erwägen und den Brunnen mit Technik ( nach Rücksprache mit dem Vorstand ) AUSHEBEN/AUSSCHACHTEN ( Be-

    gründung : Gesundheitliche Probleme :saint: )

    Aber Brunnen bohren/spülen ist ebend kein schachten.

    Versuche einen Kompromiß zu erzielen .

    Nun zum Brunnen :

    Hast du schon einmal mit einem Handbohrer kontrolliert wo dein Grundwasserspiegel ist ?

    Diesen Bohrversuch kann dir keiner verbieten da das eine Bohrgunduntersuchung ist.

    Daß in der Nähe ein Fluß mit einem Höhenunterschied von 1,5m ist besagt garnichts.

    Ich war bei einem Bohrversuch für einen Hauswasserbrunnen 5m neben einem kleinen Fluß anwesend.

    Der Versuch wurde bei einer Tiefe von 13m abgebrochen und 20m daneben wiederholt.

    Mit Erfolg bei 8m Tiefe wurde die " Wasserader " gefunden .

    Welche Wassermenge benötigst du überhaubt für deinen Garten ?

    Gruß Jörg

  • Danke auch dir lieber Jörg,


    kG hat ja auch auf die Regeln verwiesen, habe jetzt Kontakt zum ober Vereins-Verband aufgenommen, selbst die wissen es nicht so genau und haben mir einen Kontakt direkt zur unteren Wasserbehörde genannt, und alles was die sagen stimmt wohl...jetzt Frage ich dort nochmal nach wegen den Kriterien...dann melde ich mich..



    Danke schön für die Antworten Gruß August

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