Hilfe - Gewinde gebrochen, oder Rückslagventil kaputt, oder ...?

  • Hallo zusammen,


    eigentlich war mein Brunnen bereits fertig...


    Aber ich musste feststellen, dass nach ca. 60l bereits nix mehr kam. Erst nach Wartezeit wieder.


    Und das obwohl ich 2m unter dem Wasserspiegel war.


    Also entschloss ich mich einen weiteren halben Meter zu rammen. (Bohrloch ist noch frei)


    Aber seither scheint mein Rohr (1 1/2") irgendwo undicht. Wenn ich Wasser ins Rohr schütte verschwindet es sehr flott in den Tiefen des Rohrs.


    Vorher blieb das Rohr immer randvoll gefüllt.


    Kann es sein, dass ich beim erneuten Rammen irgendwas weiter unten beschädigt habe? Oder kann's am Rückschlagventil liegen? (Bin aber bereits mit einem Schlauch mit Fräsdüse durchs Rohr gegangen, aber ohne Erfolg)


    Gibt es noch andere mögliche Ursachen?


    Und wie steht's um eine Reparatur? Ich habe das Rohr mit einem Wagenheber bereits 30cm heben können, das ist aber sehr mühsam, und ist das überhaupt eine gute Idee? Von Hand geht selbst zu zweit gar nix.


    Im Prinzip bin ich ja froh dass es schwer geht, denn wenn was gebrochen wäre ginge der obere Teil vermutlich leichter wieder raus.


    Ist aber nur die Theorie eines Laien!


    Auch hier bin ich für jeden Tipp dankbar!


    Viele Grüße


    Olileu

  • Hallo Olileu!


    Aber seither scheint mein Rohr (1 1/2") irgendwo undicht. Wenn ich Wasser ins Rohr schütte verschwindet es sehr flott in den Tiefen des Rohrs.

    Vorher blieb das Rohr immer randvoll gefüllt.

    Kann es sein, dass ich beim erneuten Rammen irgendwas weiter unten beschädigt habe? Oder kann's am Rückschlagventil liegen?Olileu



    Denke, Du hast mit dem Nachschlagen erst eine wasserführende Schicht erreicht. Wenn das Rohr randvoll gefüllt bleibt, steckt Selbiges in einer fast wasserUNdurchlässigen Schicht.
    Oder hast Du das Rückschlagventil "unten"?

    Sonst würde ich sagen, Rückspülen, Schwengelpumpe drauf und los geht`s!

    Herzliche Grüße, Heinz.

    P.S. halben Meter nachgeschlagen (-->Wasser verschwindet im Rohr, = wasserführende Schicht erreicht, 30 cm wieder gezogen-->würde ich(mindestens) wieder runterschlagen, und dann testen.


  • Leider sitzt das Rückschlag-Ventil in der Tat unten, direkt auf dem Rammfilter.
    Das macht auch das Rückspülen "recht schwierig".


    Hätte es mir auch oben was gebracht?


    Auf jeden Fall verdächtig, dass das Wasser trotzdem verschwindet...


    Gruß


    Oliver

  • Hallo,
    bei einem Rammbrunnen kommt das Rückschlagventil immer oben hin.
    Wie soll man da unten eine Dichtung erneuern, oder im Winter das Wasser fallen lassen?


    Alles wieder raus und die Rohre neu abdichten. Mit Hanf oder Loctite Schnur.
    Rückschlagventil nach oben, über den Boden. Zudem ist das RV aus Messing und daher nicht geeignet die Ramm Schläge schadlos auszuhalten.
    Dann wieder alles rein und noch einen halben Meter mehr als jetzt.



  • Hallo Oliver!

    So ein blöder Blödsinn!!! Bitte, ein klassischer Rammbrunnen egal ob 5/4" oder 1 1/2", folgender Aufbau: Rammspitz-Schlagrohr. Und aus. OBEN-Oberirdisch kommt dann alles auf das Rohr, was man braucht. Wer hat Dir bloß diesen Tip gegeben. Frag Ihm nichts mehr.

    Tja, so wie es aussieht, Rohr bei Rückschlagventil gebrochen. Sitzt wohl zwischen Spitz und Schlagrohr?

    Dann saugst Du direkt, OHNE Filter im Spitz, in das Schlagrohr das Wasser und alle Sedimente (Steine, Sand,...) Dir nach oben. So ein Mist. Beim Ziehen bleibt warscheinlich Spitz unten. Zieh mal, dann schaun wir weiter.

    Hoffe ich habe NICHT recht, bzw. es haben schlauere Forumsteilnehmer, einen besseren Ausweg.

    Bedauerliche Grüße, Heinz. (nimm`s leicht, und alles Gute).

    Upps. fellnase war schneller.

  • Hallo heinzl, hallo Fellnase,


    Oha, das sieht ja nicht gut aus...


    mal sehen, was ich da noch ziehen kann!


    In der Anleitung die mich dazu gebracht hat, da RV unten einzubauen hieß es, das man im Winter mit einem Schlauch von oben entwässern kann...
    (Schlauch ins Rohr, Daumen drauf, rausziehen)


    Aber das war wohl alles ziemlicher Blödsinn!


    Ich werde berichten, was ich noch ans Tageslicht holen kann...


    Gruß


    Oliver

  • @ Olileu


    Zum ziehen von dem Brunnenrohr.
    Ich nehme an dass der Brunnen im freien ist.
    Besorge Dir einen Holzklotz, 30 cm Durchmesser und 80 cm lang.
    Dazu ein Stück Rohr 2" und 2 halbe Schellen, es gehen auch 4 lange dicke Nägel. Den Holzklotz stellst Du senkrecht und das Rohr kommt oben drauf und wird fixiert, mit den Schellen oder den Nägel.
    Nun brauchst Du noch einen langen Balken, 2 Meter, oder 3 Meter lang mindestens 12 cm dick. und eine Kette 2 bis 3 Meter lang. Geht auch ein dicker Strick.
    Du solltest auch einen Mann Hilfe haben.
    Mit dem Klotz und dem Balken baust Du Dir eine Wippe, Klotz 50 cm vom Brunnenrohr entfernt aufstellen, den langen Balken auf den Klotz legen und 60 cm überstehen lassen ( Hebelwirkung), die Kette, oder den Strick 3, oder 4 mal um das Brunnenrohr wickeln, dann hebt der 2. Mann am langen Teil den Balken an, so dass die "60 cm" Richtung Brunnenrohr nach unten Schwenken, die Kette um den Balken wickeln und dann das lange Teil nach unten drücken.
    So sollte das Rohr gut aus dem Boden gezogen werden können.
    Das lange Teil wieder nach oben und die Kette einfach wider nach unten drücken.


    Klar es gibt viele Möglichkeiten so was zu machen. Kannst auch einen Stapler oder Traktor einsetzen, oder einen Dreibock mit Winde, oder was weiß ich noch alles, aber vielleicht hilft Dir das, oder es bringt Dich auf Gedanken wie Du es mit Deinen Mittel noch machen könntest.

  • Moin zusammen,


    @ Fellnase:


    in erster Linie sollte man auf den Arbeitschutz achten, wenn man solche Arbeiten durchführt.
    Deine Methode erscheint mir ein wenig abenteuerlich und kann ich so nicht empfehlen.


    gruss
    PM

  • @ PM


    Klar ist Sicherheit das A und O.
    Jedoch ist das eine Art wie sie schon immer hier in der Gegend angewandt wurde.
    Wenn man aufpasst läuft alles glatt und man hat einen gescheiten Hebel.
    Nicht jeder hat Dreibock und Winde.


    Gleich welche Arbeiten ausgeführt werden ist immer ein Risiko dabei. Zumal viele die "BASTELN" das besser sein lassen sollten. Ob das Arbeiten am Stromnetz sind, oder beim Brunnenbohren, ein Laie hat halt nicht die Erfahrung und oft schaut vieles einfacher aus als es ist.
    Probiere doch mal das mit dem Balken aus, Du wirst stauen.

  • Hallo zusammen,


    na das war ein Tag!


    Ich habe es heute tatsächlich mit dem beschriebenen Hebel versucht (bei allen erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen!)


    Leider saß mein Rohr so fest, dass es mir sogar eher gelang einen 80mm Balken zu brechen, statt das Rohr zu ziehen.


    Also ich wieder den Wagenheber geholt, solide Bohlen um das Rohr verlegt und mittels Wagenheber und unterschiedlich langer Balken, die ich zusätzlich am Rohr befestigt habe und mit einem aufgeschraubten Schlagstück als oberen Anschlag am Rohr zu werke gegangen.


    Und siehe da! 20min später war das Rohr raus!


    Und das allerbeste:


    Wie Fellnase und Heinzl bereits vorausgesagt hatten war das von mir falsch eingebaute Rückschlagventil förmlich zerquetscht und zu 3/4 eingerissen.


    Fast ein Wunder, dass es bei dieser Beschädigung und Zugkraft noch möglich war den Rammfilter mit raus zuziehen.


    Ich verspreche, mein nächste RV wird oben sitzen und erst ganz zum Schluss montiert!


    Bevor ich nun aber die nächsten Fehler mache ein paar Fragen:


    Muß ich alle Rohre wieder auseinander schrauben und neu abdichten?


    Oder genügt es dort, wo das RV saß neu abzudichten?


    Ist mein Rohr (Gewinde) jetzt vorgeschädigt, durch die Kraftakte oder kann ich es riskieren noch einen Meter tiefer zu rammen, wie empfohlen?


    (Wasserspiegel ohne abpumpen 1,70 unter Oberfl., Rohrlänge unterirdisch 3,80m)


    Lässt der hohe Kraftaufwand beim Ziehen darauf schließen, dass ich in einer sehr festen/lehmigen Schicht stecke? (Der gezogene Rammfilter war auch ziemlich zu mit Lehm; konnte aber wg. RV auch nicht rückspülen)


    Ich weiß, ziemlich viele Fragen aber mit der Suche im Forum habe ich leider zu meinen speziellen Fragen nur sehr wenig gefunden.


    Auf jeden Fall heißen Dank all jenen, die mir helfen und geholfen haben! :)


    Gruß


    Oliver

  • Hallo Oliver! Bravo, Spitz auch gerettet.



    Also möglichs bald rein mit dem Brunnenrohr (in`s selbe Loch), Gegenspülen, Schwengelpumpe drauf und "Testpumpen".

    So würde ich`s machen. Aber vielleicht gibt es noch bessere Vorschläge/Varianten.

    Was sagen die Profi`s?

    Herzliche Grüße, Heinz.

  • Na dann meinen Glückwunsch zum erfolgreichen ziehen.
    Bin eigentlich davon ausgegangen, das der Brunnen über dem RV abreißt.


    Ich würde alles auseinander bauen und die Rohre neu abdichten ( Hanf+Fermit).
    Die Gewinde habe beim Einrammen gelitten, bevor nachher etwas Undicht ist.
    gruss
    PM

  • @ Olileu


    Meine Glückwünsche zum Rohrziehen.
    Alles andere ist schon geschrieben.
    Nur beeile Dich mit dem neuen einsetzen vom Rohr. Bevor unten wieder alles zusammenfällt und sich verdichtet.

  • Hallo Brunnenfans,


    bei > rlg-online < gibt es tatsächlich ein Rammspitzenrückschlagventil, als Rammspitze würde ich es nicht verwenden. Das Teil ist aus Messing gegossen-hält also kaum nennenswerte Kräfte aus.


    Dagegen ist es als Fußventil " unter sehr beengten Verhältnissen " sicher tauglich. lg hasso

  • Es gibt viel zu kaufen.
    Nur für welchen Zweck und wie Sinnvoll so etwas ist, da kann man drüber diskutieren.
    Würde mir auch keine Fliegenklatschen kaufen mit blauer LED Beleuchtung im Griff.

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