Richtige Pumpe - Druck, Fördermenge und Förderhöhe

  • Hallo,
    jetzt bin ich mit den Filter schon ziemlich weit gekommen und meine die Lösung zu haben. Nun bin ich noch auf der Suche nach der richtigen Tiefbrunnenpumpe. Eine Grundfos scheint mir das Beste, oder? Aber welche? Was bedeutet Nennförderhöhe und Nennförderstrom?
    Für meine Bewässerungsanlage benötige ich mind. 3,2bar und 1,5qm/h Wasser bei 3/4".
    Vielen Dank und noch schönen Sonntag
    Brunnenfritze

  • Hallo, bin neu hier, hab leider bei einem neuen Thema den Button "Senden" nicht gefunden, deshalb will ich mich hier einklinken.


    In einer Gartenanlage betreiben wir seit ca. 40 Jahren einen Brunnen , der ursprünglich für eine
    Handpumpe gebohrt wurde, dann für eine elektrische Pumpe umgerüstet wurde und nun nochmals
    auf eine Tiefbrunnenpumpe umgestellt werden soll.


    Brunnenaufbau:
    - Stahlrohr DN 150 mit verschweißtem Boden, ab Boden wurden bis in eine Höhe von ca. 2,50 m
    senkrechte Schlitze mit Schweißbrenner eingebracht, der Rohrbereich wurde mit Filtergaze
    umwickelt
    - Der Rohrboden sitzt in einer Tiefe von ca. 13 m ab OK Gelände
    - Ab OK Gelände wurden Brunnenringe bis in eine Tiefe von ca. 7 m eingebracht. Dort sitzt
    derzeitig auch eine 3-stufige Apollo-Pumpe.
    - Im Brunnenrohr ist über die Jahre ein Wasserstand von ca. 2,50 m vorhanden (geringe
    Schwankung).
    - Das Fußventil der Saugleitung sitzt ca. 0,50 m oberhalb des Rohrbodens.
    - Im Brunnenrohr befindet sich derzeitig ca. 40 cm Schlamm, den wir mit einem Plunscher
    108 mm entfernen wollen.


    Gesamtanlage:
    - Auf OK Gelände steht ein Druckbehälter mit einem Arbeitsvolumen (Leerstand bei drucklosem
    Behälter bis zum Abschaltdruck) von ca. 150 Ltr.
    - Versorgung von 9 Gärten; die Brunnenanlage steht in etwa im Zentrum; das Verteilsystem ist in
    1" ausgeführt. Im Brunnenschacht bis Druckbehälter in 5/4" ausgeführt.
    - Steuerung der Pumpe über Druckschalter mit Schützsteuerung 380 V DS.
    - Druck am Behälter jetzt maximal 2,3 bar, da die Pumpe nicht mehr schafft; mit Vorgänger-
    pumpen wurden problemlos 4 bar erreicht. Dies sollte auch der Abschaltdruck mit einer neuen
    Pumpe sein, da das Leitungsnetz nur teilweise erneuert wurde (vielleicht ist das bereits zu hoch!).


    - Mit einer neuen Apollo-Pumpe hatten wir noch nie Probleme hinsichtlich Ergiebigkeit des
    Brunnens.
    - Die Pumpe wurde auch im Winterhalbjahr von Zeit zu Zeit in Betrieb genommen, damit ein
    Zusetzen der Filtergaze vermieden wird. Andere Brunnen in der gleichen Gartenanlage wurden
    bereits vor Jahren neu gebohrt, da die Wassermenge nicht mehr ausreichend war.
    - Das Bohren eines neuen Brunnen soll aus Kostengründen vermieden werden.


    Meine Vorstellungen für die Umrüstung:
    1. Schlamm mit Plunscher entfernen; alte vorhandene Pumpe nochmals einsetzen, um aufgewühlte
    Restliche Schlammteile abzusaugen ( die Pumpe wird sowieso verschrottet).
    2. Tiefbrunnenpumpe so anordnen, dass vom Motor zum Brunnenboden ca. 20 cm Abstand ist
    (ggf. Raum für neuen Schlamm bzw. Gewährleistung des Umspülens des Motors zu Kühlung).
    Zukünftig soll dann mit dem Plunscher möglicher Schlamm regelmäßig beseitigt werden)
    3. Pumpenauswahl: SF95-15 --> Betrieb bei max. 4 bar, damit ca. 4,5 m³/h
    Wichtig für die Kleingärtner: Nach 50 m 1" Rohr kommen leider nochmals 20 m 1/2" Schauch,
    wo ordentlich Druck verfügbar sein soll. Der Zusammenhang von zu großem Druckabfall über
    1/2"- Schlauch und damit zu geringe ausfließende Wassermenge ist leider nicht vermittelbar ->>
    der Schlauch ist noch gut und hat immer gereicht!
    4. Bei geringerer Abnahme (1 Garten in 50 m Rohrlänge entfernt mit 1/2" Hahn) soll Pumpen-
    steuerung über den Druckbehälter erfolgen.
    Frage: Für welche Schalthäufigkeit ist die Pumpe geeignet (habe bei anderen Pumpen max.
    30 Schaltungen/h gefunden --> WINNER von EBARA)?
    5. Sand im geförderten Wasser haben wir noch nie gefunden (vielleicht war die Entnahmemenge
    zu gering).
    Auf die "Sandfresserpumpe" bin ich vorausschauend gekommen. Alternativen sind jedoch
    denkbar. Da wir Drehstrom zur Verfügung haben, wäre es einfacher, eine DS-Pumpe zu haben.
    Sind die "Sandfresserpumpem" auch in DS lieferbar?230 V WS ist jedoch kein Hinderungs-
    grund.
    6. Kleinteile (Seil + Seilklemmen usw.) habe ich im Shop gefunden. Wenn technisch alles klar ist,
    muss ich mich mit den anderen Gartennutzern noch abstimmen (Gesamtkosten usw.).
    Die Bestellung soll dann kurzfristig erfolgen, d.h. die Komponenten sollten dann verfügbar sein.
    7. Das Filterrohr ist derzeitig oben offen. Bringt es etwas, das Filterrohr dicht zu verschließen,
    damit der sich bildende Absenktrichter verringert wird (für den Fall, dass die Ergiebigkeit des Brunnens bei ca. 4,5 m³/h nicht ausreicht)?
    Eine Mengenbegrenzung könnte ggf. in der Druckleitung zum Behälter mit einem vorhandenen Kugelhahn erfolgen (die erste Entnahmestelle liegt ca. 15 m vom Druckbehlter entfernt --> 1" Rohr --> 3/4" Hahn + 20 m Schlauch 3/4").


    Ich bitte um Hilfe.
    Gruß udoz

  • Hallo,
    jetzt bin ich mit den Filter schon ziemlich weit gekommen und meine die Lösung zu haben. Nun bin ich noch auf der Suche nach der richtigen Tiefbrunnenpumpe. Eine Grundfos scheint mir das Beste, oder? Aber welche? Was bedeutet Nennförderhöhe und Nennförderstrom?
    Für meine Bewässerungsanlage benötige ich mind. 3,2bar und 1,5qm/h Wasser bei 3/4".
    Vielen Dank und noch schönen Sonntag
    Brunnenfritze


    Hallo, am besten du gehst nach dem Leistungsdiagramm der Pumpe. Dort kannst du die Fördermenge und den entsprechenden Druck ablesen. Aber Achtung, die Förderdiagramme sind meist nur Bestwerte und können in der Praxis erheblich abweichen - beispielsweise durch zu geringen Leitungsquerschnitt! Geb mal paar Infos zu deinem Brunnen bitte...


    Wasserreiche Grüße Marg

  • Hallo Udoz, erstmal danke für deine ausführliche Beschreibung des Problems. Ich verzichte mit Absicht den Beitrag zu zitieren...


    Zu deinem Brunnenprojekt: Den Druckschalter würde ich so weit es geht an den Kessel setzen, damit du eine Zentrale Schalteinheit für alle Abnehmer hast. Als Druckschalter eignet sich warscheinlich der Vorhandene. Trockenlaufschutz wäre gut, ist aber erst einmal nicht zwingend.
    Als Pumpe würde ich bei vielen Abnehmern eine mit mindestens 4500l/h und einem Druck von 7 bar nehmen. Welche Pumpe du wählst ist dir überlassen!
    Zur sicherheit kann man bei der Auswahl noch 2 bar zugeben. Wie schon in anderen Beiträgen beschrieben ist der Fließdruck am Verbraucher etscheident.


    Die Pumpen gibt es übrigens auch alle in 400V Drehstrom. Zu dem Brunnenfilter - es bringt nicht das Brunnenrohr dicht" zu verschließen, der entstehende Unterdruck würde mehr Schaden als Nutzen bringen.


    Als Abschaltdruck ist 4 bar ein guter WErt, dass belastet das System nicht so.
    Wenn du noch fragen hast...


    Wasserreiche Grüße marg

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